"So verschieden und einzigartig die vier Schriftsteller auch sind, alle stammen aus der Hauptstadt Irlands und haben sich entweder durch die Annäherung und Aueinandersetzung mit ihrer Heimatstadt oder durch die gezielte Distanzierung, auf ewig mit ihr verbunden."
Gegenstand dieses schmalen Bandes sind eigentlich vier verschiedene Vorträge über die jeweiligen Schriftsteller im Abstand von einem Jahr an der Library of Congress in Washington gehalten wurden und später für dieses Buchausgabe bearbeitet wurden.
Inhaltlich setzten sie sich mit bestimmten Lebensabschnitten (im Fall Wilde, Yeats & Joyce) auseinander und weiten sich von dort auf ihre Schaffensgeschichte und die Bedeutung und Quintessenz ihrer Werke aus. Dabei klärt Ellmann über ihre Intentionen, Bezugspersonen und Inspirationen auf und setzt die vier im letzten Essay(Rede) über Beckett in einen historischen, literischen und Kontext.
Allerdings liegt der Schwerpunkt, um es deutlich zu sagen, auf den Werken, und keiner der Essays taugt zu mehr als zu einer flüchtigen, wenn auch anschaulichen Biographieskizze. Ellmann hat es geschafft, dass Wesen der Künstler, ihre Arbeit und dessen geistigen Ursprung und biographischen Hintergrund, einleuchtend zu erläutern; es bleibt am Ende das Problem der geballten und ungefilterten Information, die es voraussetzt, dass man jeden Text mindesten zweimal liest.
Ensprechende Kurzfassung:
Ein Einblick in den Werdegang und die künstlerichsen Grundzüge der vier SChriftsteller ist gewährleistet und Interessantes ist auf diesen nicht allzu dünn bedruckten Seiten auf jeden Fall zu finden.
(Allerdings war Ellmann Akademiker und ich musste schon mal hier und da zum Fremdwörterbuch greifen :)