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Dublin im Herzen
 
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Dublin im Herzen [Gebundene Ausgabe]

Peter Sheridan
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Pressenotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 29.07.2000
In einer Doppelrezension bespricht Bruno von Lutz zwei Romane irischer Autoren. Dabei stellt er fest, dass der Erfolg Frank McCourts mit seinen Jugenderinnerungen offenbar zur Nachahmung anregt.
1.) Peter Sheridan: "Dublin im Herzen" (List Verlag)
Weitgehend neutral bespricht der Rezensent diesen Roman. Weder zeigt er sich besonders beeindruckt, noch mündet die Besprechung in einem Verriss. Wirklich "bewegend - und stilistisch hervorragend" scheint er nur eine Szene zu finden: die, in der der Bruder des Protagonisten stirbt. Ansonsten diagnostiziert von Lutz in diesem Roman die typisch irischen Ingredienzien: Einfluss der Kirche, drohende soziale Havarie, die Mutter, die die Familie zusammenhält und einen etwas realtitätsfernen Vater, der vergebens an neuen technischen Errungenschaften tüftelt - alles geschildert mit "liebenswerter Ironie und gekonnter Situationskomik", so der Rezensent.
2.) Dermot Healy: "Der Lachsfischer" (Hoffmann & Campe)
Sehr viel ernster geht es in diesem Roman zu, findet der Rezensent. Healys Thema ist der Konflikt zwischen dem Norden und Süden Irlands und die Liebesgeschichte zwischen einem Katholiken und einer Protestantin. "Etwas bemüht" findet von Lutz allerdings Healys Bestreben, den Konflikt zwischen den politisch-konfessionellen Fraktionen "in einer einzigen Totale" darzustellen. Auch das allzu "ambitionierte Konstrukt des Romans" gehört nach Ansicht des Rezensenten zu den Schwächen des Buchs. Allerdings scheint ihm die zu Grunde liegende Idee zu gefallen, nämlich dass die idelogische Zugehörigkeit zu einer Gruppe zum Verlust auf menschlicher Ebene führt. Darüber hinaus zeigt er sich beeindruckt, wie Healy die Schwierigkeiten im Kommunikationsverhalten in diesem komplizierten idelogischen Dunstkreis aufzeigt. So ist es dem Protagonisten Jack durch seine mangelnde Kenntnis der Kommunikationsformen in dieser ihm feindlich gesonnenen Atmosphäre kaum möglich, etwas zu tun, was sich im Nachhinein nicht als "Fehltritt" erweist.

© Perlentaucher Medien GmbH

Kurzbeschreibung

In wunderbar einfallsreichen Szenen erzählt Peter Sheridan die tragikomische Geschichte seiner Familie, die tief in Dublin verwurzelt ist. Voller Liebe auch zu den dunklen Seiten des irischen Alltags entwirft Sheridan ein plastisches Bild seiner Kindheit, das von liebenswerten und skurrilen Figuren bevölkert ist. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Peter Sheridan, geboren 1950, wuchs in Dublin auf, wo er am University College Anglistik und Philosphie studierte. Als Autor und Regisseur zahlreicher Stücke ist er eine zentrale Figur des irischen Theaterlebens. Peter Sheridan lebt mit seiner Frau undvier Kindern in Dublin.
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