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Jocelyn Butler ist 22 Jahre alt und auf sich alleine gestellt, seit vor acht Jahren ihre Familie bei einem Unfall in Virginia starb. Nach ihrem Schulabschluss zieht Joss nach Schottland, dem Herkunftsland ihrer Mutter, um dort zu studieren und zu vergessen. Als ihre Mitbewohnerin nach London umzieht, muss sich Jocelyn eine neue Wohnung suchen und lernt so Ellie kennen, die in einer traumhaften Wohnung in der Dublin Street in Edinburgh lebt. Joss zieht bei Ellie ein und freundet sich mit ihr an. Sehr überrascht ist Joss jedoch, als sie Ellies älteren Halbbruder Braden kennenlernt, denn dieser Mann geistert nach einem zufälligen Treffen schon länger durch ihre Gedanken. Aber Joss hat sich nach dem Verlust ihrer Familie geschworen, nie wieder jemanden nahe an sich heranzulassen ...

Eigentlich mag ich keine reinen Liebesromane. Von "Dublin Street" hatte ich jedoch eine Leseprobe gelesen und das Buch hat mich von der ersten Seite an gepackt. Da das Buch noch nicht als Printausgabe erschienen ist, habe ich es mir daher als e-book gekauft, denn ich wollte einfach nicht mehr so lange warten um zu erfahren wie es weiter geht.
Autorin Samantha Young hat hier Figuren geschaffen mit den ich mitleiden wollte und konnte, die mir sympathisch waren und von denen ich mehr erfahren wollte, mit denen ich mich gefreut habe und die mir real erschienen. "Dublin Street" ist kein fröhlicher Roman, auch wenn es hier einige unterhaltsame Szenen gibt. Es handelt von Verlust und Angst, Trauer und Selbstzweifeln, aber auch von Liebe und Vertrauen. Es gibt sehr viele erotische Szenen, die ich jedoch als nicht aufdringlich empfand und nicht zu übertrieben wie in einigen anderen Büchern die zurzeit die Verkaufslisten besiedeln. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es hier "zur Sache geht" und dieses Buch nicht kaufen, wenn man das nicht lesen mag.
Samantha Young hat es ausgezeichnet verstanden die Emotionen zu übertragen und mich mitten in das Geschehen zu ziehen. Natürlich ist die Handlung recht vorhersehbar und drückt ziemlich auf die Tränendrüse, aber ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, so gerne wollte ich endlich lesen, dass Jocelyn Glück erfährt. Geschrieben ist das Buch aus Joss Perspektive. Der Leser erfährt daher nicht unbedingt alles was Braden denkt und fühlt, aber das fand ich auch nicht notwendig für die Handlung. Was mir auch sehr gut gefallen hat ist Joss Reflektion der Ereignisse in Gesprächen mit ihrer Therapeutin. Das ist eine gute Idee, die für mich einen interessanten Aspekt gebracht hat.
Sehr schön ist hier auch, dass die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Ich mag Reihen, aber ich genieße es auch sehr, hier mal nicht auf den nächsten Band warten zu müssen.
Wer gerne erotische Liebesromane liest und schwermütige Geschichten mag, der sollte "Dublin Street" unbedingt lesen, aufgrund einiger Szenen würde ich es aber erst ab 16 Jahren empfehlen.
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am 5. März 2013
Klappentext:
Sie will nur eine Nacht des Glücks, aber er legt ihr die Zukunft zu Füßen.
Jocelyn Butler ist jung, sexy und allein. Seit sie ihre gesamte Familie bei einem Unfall verloren hat, vertraut sie niemandem mehr. Braden Carmichael weiß, was er will und wie er es bekommt. Doch diesmal hat der attraktive Schotte ein Problem: Die kratzbürstige Jocelyn treibt ihn mit ihren Ge-heimnissen in den Wahnsinn. Zusammen sind sie wie Streichholz und Benzinkanister. Hochexplosiv. Bis zu dem Tag, als Braden mehr will als eine Affäre und Jocelyn sich entscheiden muss, ob sie jemals wieder ihr Herz verschenken kann.

Form und Stil:
Das Buch besteht aus 26 Kapiteln sowie einem Prolog und einem Epilog. Zum Ende des Buches findet sich überdies noch eine Danksagung der Autorin. Jocelyn erzählt ihre Geschichte als Ich-Erzähler. Dadurch gelingt es der Autorin relativ gut, ihre Gefühle zu verdeutlichen; auch wenn ihre Reaktionen für mich nicht unbedingt immer nachvollziehbar waren. Der Schreibstil der Autorin liest sich angenehm und leicht. An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass Logikfehler vorhanden waren. So gab es z.B. Gespräche mit Dr. Pritchard, die zeitlich so nicht möglich waren, weil die Protagonistin eigentlich den gesamten Tag verplant war. Möglicherweise haben die Gespräche später in der Handlung stattgefunden, dann sind sie allerdings inhaltlich etwas merkwürdig. Ich gebe zu, dass ich in diesem Punkt vielleicht sehr kleinlich bin, aber mich haben insbesondere zwei dieser Stellen sehr irritiert, sodass ich schon dachte es gäbe Dr. Pritchard gar nicht.

Eigene Meinung:
Leider kann ich mich den vielen positiven Meinungen über dieses Buch nicht anschließen. Für mich war es eher ein durchwachsenes Lesevergnügen. Über die plötzliche merkwürdige Anziehungskraft zwischen zwei völlig fremden Menschen, sowie die unkontrollierbare sexuelle Spannung, gegen die sich vor allem Frau nicht wehren kann, wundere ich mich inzwischen bei dieser Art von Büchern ja gar nicht mehr. Allerdings war es für mich menschlich schlicht unverständlich, dass Jocelyn Braden bei jeder Gelegenheit vorwarf, sich wie ein Höhlenmensch zu benehmen und gleichzeitig aber bei seinem Höhlenmenschen-Gehabe jegliche Kontrolle verlor und ihm am Ende dann mehrmals zu verstehen gab, „dass er ja Glück hat, dass sie auf Höhlenmenschensex steht“. Dass seine Liebhaberqualitäten ihresgleichen suchen, stand natürlich völlig außer Frage. Da blieb es mir leider nur mit den Augen zu rollen. Sprachlich würde ich bemängeln, dass wirklich jedes Mal „ein kalter Luftzug“ ihre Brüste streifte, sodass ihre Nippel „neugierig hervorguckten“. Für mich persönlich war überdies Bradens ständiges „Babe“ einfach nur unfassbar nervig. Aber das ist sicherlich Geschmackssache.

Die Charaktere waren alle recht gut gezeichnet, allerdings blieben sie fast alle ohne Tiefgang. Vor allem Braden als „Gegenspieler“ zu Jocely blieb für mich ein wenig blass, obwohl die Autorin ihm eine gute Hintergrundgeschichte gegeben hat. Seine Schwester Ellie hat mir dafür besonders gut gefallen, auch weil sie ein interessantes Gegenstück zu Jocelyn bildete. Die Freundschaft zwischen den beiden war für mich eigentlich der beste Teil des Buches.

Im Ergebnis muss ich leider sagen, dass ich zwischendurch aus dem Kopfschütteln überhaupt nicht mehr heraus kam, weil in meinen Augen ein Klischee nach dem anderen bedient wurde. Gegen Ende bekam das Buch jedoch noch etwas – leider vorhersehbaren – Tiefgang, sodass ich mich schlussendlich mit dem Buch versöhnen konnte. Wenn ich auch gerade Jocelyns Entwicklung ein wenig zu einfach und auch zu leicht vorhersehbar fand. Ich muss jedoch zugeben, dass einige Szenen mir die Tränen in die Augen getrieben haben, sodass ich letzten Endes doch ganz froh bin, dass Buch gelesen zu haben.

Fazit:
Für Fans dieses Genre sicherlich eine interessante Neuerscheinung. Für alle anderen möglicherweise mit Vorsicht zu genießen.
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am 28. Dezember 2012
Das Buch ist so schön, dass ich es fast in einem Stück durchgelesen hatte! Die Figuren der Geschichte haben alle ihr ganz eigenes Gesicht und ich hatte keinerlei Schwierigkeiten mich in die Hauptfigur hinein zu versetzen. Die erotische Spannung zwischen der Hauptfigur (einer natürlichen jungen Frau mit guten Rundungen) und dem dazugehörigen Liebhaber (trainiert, groß, gut aussehend) war förmlich mit den Fingern zu greifen. Unglaublich! Die Autorin hat jegliches Gefühl so schön niedergeschrieben, dass ich förmlich in der Welt der Hauptfigur versunken bin. Liebe, Freundschaft, Sex, Freude, Trauer, Eifersucht, Schmerz, Humor, ... ähnelt schon fast einer Telenovela ;-) (die ich sinst so überhaupt nicht ausstehen kann!) Wobei mir das während des lesens nicht so bewusst war. Es ist auch nicht schnulzig, sondern einfach nur emotional. Schön finde ich die Ich-Perspektive und dass man fast jeden Gedanken der Hauptfigur mitlesen konnte. Auch wenn man sie manchmal echt schütteln wollte, passten alle Handlungen irgendwie zu ihr und in ihrer Situation würde ich vielleicht genau so handeln. Wer nun eine romantische Liebesgeschichte erwartet ist vielleicht nicht ganz beim richtigen Buch. Die Romantik wird eher durch Lust ersetzt, was meines Erachtens auch wesentlich realistischer ist. Ein "Erotikroman" ist das allerdings auch nicht. Die Sexszenen sind recht kurz und nicht sehr detailreich. Zudem gesellt sich die Protagonistin zur Familie der Anastasias aus SoG und ist unnatürlich schnell zum Höhepunkt zu bringen. Und das natürlich nicht nur einmal an einem Abend ;-) Wobei das schon fast in das Bild des Superlovers passt und mich auch nicht wirklich gestört hat. Der Sex ist nicht außergewöhnlich, obwohl er als solcher beschrieben wird, und wird oft nur kurz erwähnt. Ein paar mehr Details oder heißere Szenen hätten mich gefreut, aber sonderlich gestört hat mich das auch nicht. Die Lustvolle Atmosphäre wird vielmehr durch Handlungen und Wörter im Voraus erzeugt. Kein Erotikroman aber auch nicht einer so völlig ohne. Das Ende war viellicht ein wenig kitschig und ich hätte mir lieber einen Cut vor dem berühmten "2 Jahre später" gewünscht, aber darüber kann ich hinweg sehen ;-) Alles in allem ein schönes Buch mit Höhen und Tiefen der Hauptdarstellerin und einem, meiner Meinung nach, heißem männlichen Part (nicht nur sein äußeres macht ihm zu dem). Leicht zu lesen und mit Tiefgang!
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am 10. Dezember 2015
Ich habe es nun auch endlich mal geschafft diese Reihe anzufangen. Das hatte ich mir schon einige Zeit vorgenommen, aber immer vor mir her geschoben.
Das Cover an sich hätte mich bestimmt abgeschreckt, wenn meine Freudhin Becca nicht gesagt hätte, dass das Buch gut ist. Also vielen Dank Becca für den Tipp! :) Zur Geschichte passt es einigermaßen. Ich will ganz ehrlich sein: Ich finde es schrecklich.
Samantha Young's Schreibstil gefällt mir und lässt sich auch super lesen. Sie hat das Vokabular der Charaktere dem Alter angepasst. Von daher ist es nicht weiter verwunderlich wenn ein derber Fluch oder vulgäre Wörter sich in Passagen eingeschlichen haben. Das gestaltet das Buch auch meiner Meinung nach authentischer. Es gibt hier einen sehr schönen Spannungsbogen, der mich hibbelig und kribbelig gemacht hat, im Laufe des Buches. Daher ist es bestimmt auch nicht verwunderlich, wenn ich euch - mal wieder - sage, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.

Nun aber mal zu den Charakteren. :) Diese sind nämlich sehr besonders und ich habe sie auch direkt in mein Bücherwurmherzl geschlossen. Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Joss geschildert. Das verstärkt natürlich den emotionales Zwiespalt, indem sie sich befindet.
Jocelyn, genannt Joss, ist nicht eines dieser tollpatschigen, naiven, armes Ding, die man sonst in YA Büchern findet. Durch ihre schwere und traurige Vergangenheit hatte sie sofort meine Sympathie geweckt, allerdings nicht mein Mitleid, denn das kann ja Joss nicht ausstehen. :) Da sie nicht auf den Mund gefallen ist, macht sie praktisch zu meiner Heldin! ♥

Braden ist ein "BadBoy" wie er im Buche steht. Er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, arrogant, herrisch, intelligent, selbstbewusst und er weiß was er will. Natürlich hat er auch Softie-Seiten an sich, zum Beispiel ist er was Joss betrifft sanft, beweist Geduld, ist loyal und einfach nur zuckersüß. Hach, ich schmachte eine Buchfigur hinterher, ob das auf Dauer gesund ist?! Jedenfalls ist zwischen Joss und ihm immer ein knistern vorhanden, aus dem natürlich dann auch mehr entsteht. Die "expliziten" Szenen, wie Amazon es so schön ausdrückt, wirken nicht überzogen oder fehl am Platz. Sie fließen regelrecht mit in die Geschichte ein.

Die Nebencharaktere wie die Familie von Braden, sprich Ellie und Adam, bekamen ihren eigenen Handlungsstrang, der sich perfekt in die Geschichte einfügte. Hat wunderbar zusammen gepasst, wie die Beiden. Auch Joss's Arbeitskollegen sind genial. Ich musste wirklich immer lachen, wenn sie eine Rolle spielten. Allen voran ihr Boss.

Das Ende war ein rundum perfektes Ende, besser hätte es wirklich nicht sein können. Kein Cliffhanger, sondern ein zuckersüßes HappyEnd. ♥
Insgesamt ein wahnsinnig gutes Buch, nein, eigentlich ist es meiner Meinung nach perfekt! :) Ich bin einfach nur begeistert. Wirklich eine grandiose Liebesgeschichte, ich kann sie nur weiter empfehlen. :)
Weil das Buch perfekt ist, kann ich gar nicht anders, und vergebe hiermit offiiell die höchste Anzahl von Sternchen.
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am 7. Juli 2013
Ach Leute, ich bin doch so blöd. Dublin Street ist schon so lange auf dem Markt und ich entdecke es erst jetzt nachdem ich mir den zweiten Teil, London Road, gekauft hatte und merkte, das es ja Band 2 ist... Ist ja nicht das Erste Mal das mir das passiert ist :) Und es was so toll. Ich bereue es, es erst jetzt gelesen zu haben.

Joce verliert in jungen Jahren ihre Familie und ihre beste Freundin und diese Tode begleiten sie ständig und lassen es ihr nicht zu, jemand näher in ihr Leben zu lassen. Das ändert sich, als sie zu Ellie in die Wohnung zieht und auch dort ihren heißen Bruder Braden kennen lernt. Plötzlich ist es, als ob die wieder eine Familie hätte. Trotzdem verläuft ihre Beziehung zu Braden und Ellie, nicht so wie es sein soll und Joce hat das Gefühl, vor allem weglaufen zu müssen... .

Ich liebe Samantha Young. Sie hat so einen wundervollen Roman geschrieben. Schon auf den ersten Seiten sind mir die Tränen gekommen (nicht nur mir @Blogpartnerin rüber schau*)! Der Schreibstil ist schön einfach gehalten aber mit zeitgemäßen Witz verpackt. Diese verbalen Attacken auf meinen Lachmuskel hat mir richtig gut getan. Eine sehr ausgeglichene Mischung zu den ernsten, traurigen sowie auch heißen Themen ;)
Während der Geschichte wachsen einem alle Charaktere total ans Herz und ich war überglücklich, als ich gesehen habe, das es zu Elllie (Leute, sie ist echt Zucker!) auch eine Kurzgeschichte gibt (an der ich gerade vertieft bin wenn ich nicht gerade lerne >.<). Joce nervt einen in keinster Weise und Braden, DER Kerl in der Story, ist auch nicht perfekt. Ich mein, er hat zwar Geld aber die muss er sich verdienen, nicht so wie diversen Herren aus dem gleichen Genre die alle Millionäre sind oder einen Easy-Going Job als CEO haben ;)
Was ich hier an dem Buch sehr interessant finde, ist der Wechsel in der Geschichte. Joce sucht während des Buches einen Therapeuten auf und so hat man ab und an das Gefühl, das sie gerade in der Besprechung sitzt und ihre Geschichte erzählt, obwohl das nicht der Fall ist. Finde ich super weil es mir auch das Gefühl gegeben hat, das sie mit dem Publikum, also mit mir gesprochen hat (ja, man findet schnell parallelen mit sich und dem Therapeuten :D).

F A Z I T

Dublin Street ist für mich DAS Buch in diesem Erotik Roman Genre. Alle Komponenten sind richtig gesetzt, gut verteilt und lassen das Buch für mich zu einem ganz besonderen machen. Ich kann verstehen, das Samantha Young es mit Gefährliche Sehnsucht es auf die Bestseller Listen geschafft hat, einfach wunderbar das Buch. Wem die Crossfire, Dir verfallen oder Shades of Grey Reihe gefallen hat, kann eigentlich auch nicht an der Dublin Street Serie vorbei kommen. Ein definitives MUST-READ Buch das in keiner Sammlung fehlen darf. Ich bin einfach nur begeistert, beeindruckt und kann euch garantieren, das euere Augen nicht trocken bleiben, sei es vom schmunzeln oder Trauer T_T
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TOP 1000 REZENSENTam 1. April 2013
***Zum Inhalt***
Acht Jahre sind seit dem tragischen Unfall vergangen, der Jocelyn Butler die ganze Familie nahm. Seitdem vertraut sie niemanden mehr und ist fest entschlossen, niemals ihr Herz zu verschenken oder sich zu tief in das Leben anderer zu verstricken. Die schmerzlichen Erinnerungen - dass die Liebe nur mit einem gebrochenen Herzen endet - lassen sie nicht mehr los.

Als sie eines Tages dem attraktiven Braden Carmichael begegnet fühlt sie sich, zu ihrer größten Überraschung, auf Anhieb zu ihm hingezogen. Um sich selbst zu beschützen, weist sie ihn ab, doch ihr Körper denkt nicht daran sich der magischen Anziehungskraft zu entziehen und Braden ist es gewohnt, dass zu bekommen was er will! Jocelyn's abblendendes Verhalten treibt ihn umso mehr an ...

***Meine Meinung***
Die schottische Autorin Samantha Young erzählt mit "Dublin Street" ein erotische und in sich abgeschlossene Liebesgeschichte, die mich von Anfang an gefangen hielt.

Besonders die traurige Vergangenheit der Hauptprotagonistin Jocelyn, die den Tod ihrer Familie nie verarbeitet hat, und die eingeschobenen Gespräche mit einer Therapeutin verleihen der Story eine beeindruckende Tiefgründigkeit und geben einen direkten Einblick in ihre Gefühlswelt. Ihr trauriges Schicksal weckt unweigerlich das Mitgefühl der Leser – von der ersten Seite an.

Die Charaktere sind facettenreich, authentisch und charmant. Sie schaffen es mit Leichtigkeit ihre Leser in ihren Bann zu ziehen, und auch die agierenden Nebencharaktere nehmen einen wichtigen Teil der Handlung ein und erzählen zudem noch eine kleine, ganz eigene Liebesgeschichte.

Doch im Mittelpunkt stehen eindeutig Jocelyn und Braden.
Sie ist hübsch, frech und emotional ein Wrack; er wohlhabend, attraktiv und ein Möchtegern-Alphatier. Aus Selbstschutz möchte Jocelyn keine tiefgehende Beziehung mit Braden eingehen; doch er will nur sie und unterbreitet ihr ein unwiderstehlich erotisches Angebot.

Das Katz und Maus Spiel, das sie die gesamte Lesezeit über veranstalten, ist wirklich sehr unterhaltsam und die zweideutigen Anspielungen und Neckereien, aber auch die zügellose Redegewandtheit mit der Braden Jocelyn zu verführen weiß, tragen dazu bei, dass man dieses Buch auf der Stelle zu Ende lesen möchte.

Die erotische Spannung zwischen den Seiten ist überwältigend und die Liebesszenen einfach fantastisch. Sie sind weder einfallslos noch grenzüberschreitend; sondern richtig heiß, authentisch und fesselnd.

***Fazit***
Samantha Young verführt mit einer gut durchdachten und authentischen Liebesgeschichte, die Romantiker mit Sicherheit begeistern wird. Die unaufdringlichen erotischen Elemente sind hervorragend und regen die Fantasien der Leser an und garantieren ein wirklich prickelndes Leseerlebnis.
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am 2. März 2013
Zum Inhalt:
Die noch sehr junge Jocelyn Butler verliert auf einen Schlag ihre Eltern und ihre jüngere Schwester durch einen Verkehrsunfall. Das wirft sie aus ihrer Bahn und sie beginnt, ihr Leben in kontrollierten Bahnen ohne Gefühle aufzubauen. Mit 22 Jahren, nach ihrem Studium, will sie sich nun eine Welt einrichten, in der alles was mit grossen Gefühlen und Liebe zu tun hat, keinen Platz haben soll. Doch da trifft sie auf einen jungen Mann, der sich nicht einfach so von ihr abfertigen lassen will und es beginnt eine aus Sicht von Jocelyn völlig in einem neutralen Umfeld sich abspielende freundschaftliche Beziehung. Ob das so auf Dauer eine tragfähige Geschichte werden kann, ist Gegenstand dieses Buches.

Mein Eindruck:
Was mich schon in der Leseprobe überzeugt hatte, ist der gute, flüssige Schreibstil. Schön und unterhaltsam konnte man sich in das Geschehen vertiefen.
Etwas weniger berauschend sind der Autorin aber die Darstellung der handelnden Personen gelungen. Während die beiden Hauptprotagonisten Joss und Braden unfertig skizziert aber noch einigermassen greifbar erkenntlich waren, wurden die weiteren wichtigen Personen nur sehr diffus beschrieben.
Diese etwas oberflächliche Art hat sich auch auf die Handlung durch das ganze Buch fortgesetzt. Da wird eine Lebensart in einer Stadt beschrieben, wie sie klischeehafter kaum sein könnte. Sie, Joss, ist eine begüterte junge Frau die eigentlich eher zu ihrer Zerstreuung denn aus wirtschaftlichen Gründen, als Aushilfe in einer Bar jobbt und sich jetzt einfach hinsetzt und Schriftstellerin werden will. Eine junge Frau, deren Gefühlswelt sich in einem totalen Chaos bewegt, fernab von jeglichem Realitätsansatz existiert. Und daneben der junge, natürlich sehr erfolgreiche junge Mann dem alles was er will einfach in den Schoss fällt. Ein von sich masslos überzeugter Macho der gehobenen Klasse.
Dieses Leben spielt sich also fast ausschliesslich zwischen der Wohnung von Joss mit viel Fernsehkonsum und dem Besuch von Nachtklubs und Bars mit Bekannten und Freunden ab.
In der anfänglichen Bekanntschaft von Joss mit Braden verändert sich mit der Zeit die Gefühlswelt in eine Richtung, die Joss auf keinen Fall haben will.
Ab ungefähr der Mitte des Buches nehmen dann die ausschweifenden Schilderungen über den Vollzug und die Befriedigung von fleischlicher Lust in einem Ausmass zu, die für mich in einem solchen Umfang abschreckend wirkten. Hier hat die Geschichte markant verloren. Dass die Autorin sich so ausgiebig in erotischen Schilderungen verliert, ist unverständlich. Etwas weniger den karnickelhaften Erzählungen, dafür etwas mehr Gefühle und Emotionen, hätte die Geschichte deutlich aufgewertet.
Insgesamt hat sich für mich nach anfänglichem Spannungsaufbau der Bogen aber kaum noch bewegt und sich eigentlich eher mehr nach unten bewegt. Da haben auch die erotischen Schilderungen nichts dagegen beigetragen.
Und so ist letztlich auch der Schlussteil des Buches eher schablonenhaft und vor allem das Verhalten von Joss nur schwer und eher unglaubhaft nachvollziehbar, beschrieben worden.

Fazit:
Ein Buch, das mich bis etwa in die Mitte gefesselt hat und danach aber stark abgefallen ist. Es hat sich über weite Strecken nichts oder fast nichts, vor allem nicht bei Joss, weiterentwickelt. Wem eine Geschichte mit zwei überzeichneten Protagonisten im Banne der unverbindlichen Lusterfüllung zusagt, wird mit diesem Buch zufrieden werden. Mich hat dieses Buch leider nicht vom Sockel gehauen.
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am 24. Februar 2013
Zum Inhalt:

Jocelyn Butler hat als Kind ihre komplette Familie bei einem schweren Autounfall verloren. Danach war sie in zwei Pflegefamilien. Sie feierte oft und viel, trank Alkohol, nahm Drogen und sagte zu Jungs und Sex nicht nein. Doch mit 18 gab es ein Erlebnis, das sie umdenken ließ.
Schließlich zog sie nach Edinburgh und hoffte, in Ruhe an ihrem Buch arbeiten zu können. Sie zieht in die Dublin Street zu Ellie, einer sehr aufgeschlossenen jungen Frau. Sie fühlt sich wohl in ihrer WG. Doch dann taucht Braden, Ellies Bruder, in ihrem Leben auf.
Beide fühlen sich zueinander hingezogen. Schließlich einigen Braden und Jocelyn sich auf eine ungezwungene Affaire. Es soll keine Gefühle geben, kein Pärchen-Verhalten, kein Klammern, keine Dramen. Wenn es nach ihr ginge, würde es auch wirklich nur bei Sex bleiben. Doch Braden will mehr. Und hier beginnen die Probleme.
Jocelyn ist nicht beziehungsfähig und hat immer noch an dem Tod ihrer Familie zu knabbern. Dann passiert etwas mit Ellie. Und dieses Ereignis bringt noch mehr Unruhe in die “Beziehung” zwischen Braden und Jocelyn.

“Der Rausch der letzten Monate und die Tatsache, dass ich den Kopf in den Sand gesteckt und so getan hatte, als hätte ich keine bösen Folgen zu befürchten, wenn ich mich darauf einließ, andere Menschen zu lieben, hatten mich dorthin gebracht, wo ich jetzt war. In nur sechs Monaten hatte ich mich in mein neues Selbst verwandelt, und schon wieder war mir der Boden unter den Füßen weggerissen worden.” (Seite 336/337)

Meine Meinung:

In “Dublin Street” geht es um Sex – wie in so vielen Büchern zur Zeit. Aber nicht nur. Im Vordergrund steht eindeutig die Geschichte zwischen Braden und Jocelyn. Und die unglaublich komplizierten Charaktere.
Jocelyn hat früh ihre Familie verloren und diesen Verlust nie wirklich verarbeitet. Sie legt in bestimmten Situationen, die sie überfordern, ungewöhliche Verhaltensweisen an den Tag – auch wenn sie ansonsten völlig normal ist. Irgendwann entschließt sie sich tatsächlich dazu, sich professionelle Hilfe zu suchen. Und bei den Sitzungen bei der Psychotherapeutin können wir als Leser sie auch begleiten. Sie ist ein komplexer Charakter. In vielen Situationen verhält sie sich so, wie ich mich verhalten würden. In Situationen, die sie emotional überfordern, reagiert sie völlig unberechenbar. Dann ist sie auch für Braden, ihren reichen Freund, nicht erreichbar. Er versucht alles, um zu ihr vorzudringen und sie bei ihren Problemen und Panikattacken zu unterstützen.

“Braden drehte sich kein einziges Mal um, und das war gut so.
Denn hätte er es getan, hätte er Jocelyn Butler zum ersten Mal seit langer Zeit echte Tränen weinen sehen, und er hätte gewusst, dass ich gelogen hatte. Gelogen wie gedruckt. Jeder, der mich sah, musste sofort erkennen, dass hier gerade ein Herz brach.” (Seite 345)

Als Leser findet man sich hier in alltäglichen Situationen und Problemen der Protagonisten wieder. Man kann sich vorstellen, dass das Erlebte Jocelyn tief getroffen und auch in ihren Verhaltensmustern verändert hat. Man leidet auch ein bisschen mit bei ihren Versuchen, sich auf Ellie als Freundin und Braden als Freund einzulassen. Man möchte ihr sogar irgendwie helfen.
Immer weiter entwickelt sich die Beziehung zwischen Braden und Jocelyn. Am Anfang war nur Sex – doch Braden möchte eine feste Beziehung zu ihr aufbauen.
Der Sex kommt hier natürlich nicht zu kurz – ist aber auch nicht der Hauptbestandteil des Buches. Es geht zur Sache, und wir Leser werden dabei mitgenommen. Die Sexszenen sind detailliert und bildlich beschrieben. Aber wir finden hier nichts von BDSM, Handschellen, Swingerclubs oder so. Es ist also völlig “normal” – oder wie man das auch immer bezeichnen will…

Der Schreibstil der Autorin gefällt und lässt sich gut lesen. Die Sprache passt zur Geschichte – es wird schon mal geflucht oder auch das ein oder andere vulgäre Wort benutzt. Dies macht die Protagonisten und die Geschichte glaubwürdig und stimmig.

Die Liebesgeschichte ist kompliziert und schön. Schwierige Charaktere, die jede Menge Reibung und explosive Stimmung erzeugen. Das macht die Geschichte interessant und lesenswert. Das Buch kann ich also guten Gewissens weiter empfehlen. Es ist wirklich eine schöne Geschichte, die mit prickelnder Erotik gewürzt ist.

“Während der gesamten Fahrt starrte ich diese große Männerhand an und unterdrückte den Impuls, mich loszureißen. Aber nicht, weil mir das Händchenhalten unangenehm gewesen wäre. Es war schön. Zu schön. Zu vertraut.” (Seite 252/253)
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am 20. Februar 2013
Inhalt

Jocelyn Butler, die von allen nur Joss genannt wird, ist gerade vierzehn Jahre alt, als sie ihre gesamte Familie bei einem Autounfall verliert. Um ihren Schmerz und ihren Verlust zu betäuben, verbringt sie die nächsten Jahre in einem Nebel aus Alkohol, Partys und Sex, bis sie zum Studieren in die Heimat ihrer verstorbenen Mutter zieht.
Nach dem Studium versucht Joss mit ihren 22 Jahren als Schrifstellerin in Edinburgh, Schottland, Fuß zu fassen, zieht in eine WG mit der liebenswürdigen und sanften Ellie und findet sogar eine Freundin in ihrer neuen Mitbewohnerin, obwohl sie sich geschworen hat, Distanz zu bewahren, nichts und niemanden an sich heranzulassen.
Doch dann begegnet Joss auch noch Ellies älterem Halbbruder Braden Carmichael, dem das Apartment in der Dublin Street gehört, und der sie augenblicklich um den Verstand bringt - und sie auch ihn. Doch Joss will sich nicht auf den aufdringlich- charmanten Schotten einlassen, zu sehr fürchtet sie sich vor zu viel Nähe und und unwillkürlich drohendem Verlust.
Joss will ihre Vorsätze nicht über Bord werfen, doch Ellie und Braden machen es ihr ganz schön schwer.

Meine Meinung

"Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht" gehört leider mal wieder zu den aktuell so populären erotischen Liebesgeschichten, in denen eine frischgebackene und attraktive Hochschulabsolventin sich in einen reichen Geschäftsmann verguckt, sie ihre Traumata überwinden, zu sich selbst und ihrem Gegenüber finden müssen, um die große Erfüllung zu finden.
Dabei hätte Samantha Youngs Geschichte dieses High Society- Leben gar nicht nötig gehabt. Dafür spielen Joss` und Bradens Reichtum eine viel zu untergeordnete Rolle, und auch der Schauplatz Edinburgh hätte sicherlich viele Möglichkeiten bieten können, aus Joss und Braden nicht bloße Stereotypen basteln zu müssen. Auch der Schicksalsschlag der einsamen und verschlossenen Joss hätte nicht ganz so dick aufgetragen sein müssen, um eine glaubwürdige Hauptfigur zu erschaffen.
Hätte die Autorin das volle Potenzial ihrer Geschichte und ihrer Figuren ausgeschöpft, hätte aus ihrem Deutschlanddebüt wirklich eine packende und sinnliche Geschichte werden können. So bleibt "Dublin Street" leider nur eine kurzweilige Liebesgeschichte ohne großen Tiefgang, aber dafür mit viel Humor und pointierten Dialogen.

Denn immerhin reißen sich die Protagonisten Joss und Braden hier nicht gleich nach wenigen Minuten die Kleider vom Leib, sondern fetzen sich erst einmal in herrlich amüsanten und spritzigen Wortgefechten und lernen sich sogar kennen. Die Hochspannung zwischen Joss und Braden knistert regelrecht zwischen den Seiten, als Leser weiß man zwar gleich, wie die Geschichte enden wird, doch bis Joss dies realisiert und akzeptiert, müssen erst einige Hindernisse überwunden werden.
Denn Joss mit ihrer Panik vor Freundschaft, Liebe, Nähe, Vertrautheit will sich auf Braden nicht einlassen, und so gehen die beiden zuerst eine "Freundschaft mit Zusatzleistungen" ein.
Dies kann natürlich nicht gutgehen, da Braden in Joss verliebt ist, und Joss auch in ihn, doch Joss will und kann sich ihre Gefühle für ihn nicht eingestehen, da sie zu sehr Angst hat, ihn wieder zu verlieren.

Doch der hünenhafte Schotte Braden macht es der Halbamerikanerin Joss wirklich nicht einfach, ihm zu widerstehen, denn Braden ist herrlich sexy, charmant, lustig, aber natürlich wieder einmal dominant und besitzergreifend, was die junge Joss natürlich nicht nur auf die Palme bringt, sondern auch ganz schön anziehend findet und in ihren Grundfesten erschüttert. Joss wirkt nur nach außen hin frech, schlagfertig und distanziert, denn eigentlich hält sie Menschen nur aus Selbstschutz von sich fern, schottet sich ab, versteckt sich hinter einer Maske, weil sie ihre Gefühle nicht zulassen kann und will, ihre Vergangenheit vergessen will.
Aber Braden ist selbstbewusst genug, um nicht locker zu lassen, er weiß, was er will und bekommt dies auch stets, und kämpft dabei mit allen Tricks und Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen. Dabei wirkt er anfangs ein wenig selbstgefällig und allzu sehr von sich eingenommen, aber seine Aufdringlichkeit bleibt immer charmant und herzig.

Und so ist das anfängliche Katz- und Maus- Spiel, das Flirtverhalten der beiden wirklich prickelnd, ihre verbalen Duelle amüsant, doch als sie ihr Arrangement "Freunde mit gewissen Vorzügen" ausleben, wird der Verlauf der Geschichte leider ein wenig flach und handlungsarm. Eigentlich dreht es sich dann nur noch um Sex und das Hin und Her von Joss` Gefühlen.
Dennoch steht die romantische Liebesgeschichte im Vordergrund, die erotischen Szenen häufen sich nicht allzu sehr, bleiben zudem niveauvoll.

Fazit

"Dublin Street" ist aus der Sicht von Joss geschrieben, ist flüssig, flott und sehr angenehm zu lesen, bietet eine kurzweilige und vor allem amüsante Unterhaltung, auch wenn die Liebesgeschichte von der ersten Seite an vorhersehbar ist.
"Dublin Street" lebt hauptsächlich von seinen gelungenen Dialogen, Bradens und Ellies liebenswerter Familie und dem charmanten wie amüsanten Braden selbst sowie dem heißen Flirt zwischen den Protagonisten.
Und so ist der starke Anfang mit dem prickelnden Katz- und Maus- Spiel wirklich gelungen, macht Laune, sorgt für gehobene Mundwinkel, der Mittelteil ist dafür eher zäh und langweilig, plätschert ein wenig dahin, bietet zu wenig Handlung, das Ende ist wieder spritzig und frech, aber auch dramatisch und packend, doch der gesamte Schluss mit seinem Epilog ist mal wieder etwas zu viel des Guten, was den Gesamteindruck von "Dublin Street" leider wieder ein wenig schmälert.
Außerdem macht es heutzutage fast den Eindruck, als ob keine Liebesgeschichte mehr ohne zu überwindendes Trauma auskommen kann. Ein bisschen mehr Normalität und weniger Reichtum wäre vielleicht auch mal wieder ganz innovativ ;O). Oder wenn schon ein heftiger Schicksalsschlag nötig ist, dann bitte tiefgründig, herzergreifend und schonungslos.

Deshalb leider nur 4 von 5 Sternchen!
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Wahnsinn! Ein wirklich tolles Buch, welches ich innerhalb kürzester Zeit verschlungen habe, ist "Dublin Street"!
Jocelyn, die junge bereits vom Leben gebeutelte Protagonistin hat sich einen ziemlich dicken Schutzpanzer angelegt. Sie gibt stets nur so viel von sich Preis, wie sie es möchte - über ihre Familie zu sprechen: Ein absolutes "No go!". Durch den Umzug in eine gemeinsame WG mit Ellie muss sie jedoch feststellen, dass deren freundliche und offene Art ihre Schotten ab und zu zum Bröckeln bringt - was Joss so gar nicht recht ist.

Hinzu kommt noch Ellies Bruder Braden. Dieser bietet zwar alle zurzeit gängigen Klischees eines "Vorzeigehelden" (reich, Clubbesitzer, Geschäftsmann, gut aussehend, heiß) aber dennoch kann man ihn in keine wirkliche Schublade stecken und man (Frau) muss ihn einfach lieben. Joss Charakter ist ihm absolut ebenbürtig, denn auch sie ist nicht gerade arm und eine toughe Protagonistin, welche sich bisher hart durchs Leben kämpfen musste. Da man als Leser (zumindest denkt man das zunächst) von Beginn an über ihre Lebensumstände im Bilde ist und lediglich ihre neuen Freunde nichts davon wissen, liegt die Spannung zunächst mehr auf der Tatsache, wann sich diese dazu entschließt, diesen die Wahrheit zu sagen und ob Braden wirklich immer bekommt, was er will. Denn er will Jocelyn! Für sich alleine und am Besten sofort! Das Knistern beider Protagonisten ist ununterbrochen greifbar, doch Joss wäre nicht Joss, wenn sie sich nicht selbst im Weg stehen würde.

Erzählt wird die Handlung aus der Ich-Perspektive von Joss, was den Leser an deren Gefühlsleben teilhaben lässt. Besonders gelungen fand ich die Szenen, welche ab und an unverhofft aus einem Gespräch mit Joss Psychologin in den Handlungsstrang integriert wurden. Hierbei erfährt man noch mehr über Joss Gedanken und Gefühlsleben und dass deren Psychologin eine sympathische Frau ist.

Braden ist der Typ Mann, wie er zur Zeit häufig auftaucht. Und doch unterscheidet er sich von anderen durch seine fürsorgliche und liebevolle Art, ohne dass er dabei wie ein Weichei dargestellt wird. Bisher hat er noch alles bekommen, was er wollte. Doch Joss stellt die wohl noch größte Herausforderung in seinem bisherigen Leben dar. Man könnte meine, dass beide Protagonisten seelenverwandt sind, was die erotische Anziehungskraft der beiden geradezu greifbar erscheinen lässt. Eine unerwartete Wandlung im Leben der beiden stellt diese vor eine ziemlich große Herausforderung und den Leser vor die große Frage: Haben die beiden eine Chance?

Die Charaktere sind trotz der einseitigen Erzählperspektive nicht blass. Und auch wenn der Erzählstrang sich mehr um Joss und Braden dreht, haben auch die Nebenprotagonisten wie Ellie oder Adam ihren eigenen Handlungsstrang, welcher sich gekonnt in die Handlung eingliedert. Der Schreibstil lässt sich angenehm und flüssig lesen und die gefühlten Emotionen der Hauptprotagonistin stets greifbar. Die erotischen Szenen sind gekonnt in die Handlung eingefügt und wirken keinesfalls plump oder fehl am Platz.

Fazit:
"Dublin Street - Gefährliche Sehnsucht" war mein Knallerabschluss des letzten Jahres. Noch an Silvester habe ich dieses Buch anfangen und auch beenden müssen. Die Probleme der Protagonisten waren ebenso wie die Gefühle füreinander durchwegs greifbar und sehr authentisch von der Autorin umgesetzt. Eine tolle Liebesgeschichte, welche mich von und ganz von sich begeistern konnte.
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