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Dubai Speed: Eine Erfahrung
 
 
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Dubai Speed: Eine Erfahrung [Taschenbuch]

Michael Schindhelm , Aurore Belkin
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423247681
  • ISBN-13: 978-3423247689
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 115.376 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Michael Schindhelm
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»›Dubai Speed‹ ist ein kluger, illusionsloser Bericht aus einer Welt, die vielen Europäern ein Rätsel bleibt.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeitung zur Buchmesse 18.10.2009

»Mit feinsinnigem Humor schreibt er über seine oft bizarren Begegnungen.«
Katharina Arni-Howald, Solothurner Zeitung 05.11.2009

»Michael Schindhelm hinterlässt Dubai Strukturen und Deutschland ein Buch über diese Zeit. Sein Tagebuch ›Dubai Speed‹ kann neben interessanten Einblicken in die Wahnsinnswelt des Geldes uns Deutschen Stolz vermitteln. Wenn wir nur wüssten, was wir an unserer Kultur haben. Nach der Lektüre sind wir ein bisschen schlauer.«
Torsten Unger, MDR 1 Radio Thüringen - Marlene, die Kulturrevue 19.11.2009

»Michael Schindhelm erzählt seine Erinnerungen an eine Utopie und seine Erfahrung zu diesem urban-babylonischen Monstrum arabischer Version. 40 s/w Fotos von Aurore Belkin geben ein neoveristisches und subversiv-erschütterndes Bild dieser Welt zur Betrachtung.  Schindhelms Mahnung ist nicht zu unterschätzen und visionär. ... Ein eindrückliches Dokument urbaner Verwicklung.«
kultur-punkt.ch

»Sehr anschaulich zu lesen.«
Elke Heidenreich, stern.de 11.12.2009

»Ein bemerkenswertes Buch.«
Roland Mischke, Nürnberger Nachrichten 14.12.2009

»Eine Reportage über unseren alltäglichen globalen Irrsinn, die man schon zum Schönsten zählen darf, was dieses Genre in letzter Zeit geboten hat.«
Sabine Reul, Novo Argumente Januar/Februar 2010

»Der Autor gesteht Dubai zu, als Ort der Avantgarde verurteilt zu sein, als Erste Fehler zu machen. Schindhelm beobachtet, wie eine Stadt des 21. Jahrhunderts heranwächst, ein modernes Babylon, in dem Menschen aus aller Welt friedlich zusammenleben. Krisen sind Teil des Reifeprozesses, nun bremsen sie ›Dubai Speed‹.  Locker und flott hat Schindhelm seine ›Erfahrung‹ aufgeschrieben. Beim Leser stößt sie einen Denkprozess an, dass die Globalisierung der Kultur erst am Anfang steht.«
Rainer Hermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung 06.01.2010

»Nirgends sonst kann man die kafkaeske Logik dieser Stadt, die in jeder Hinsicht eine Erfindung darstellt, klarer einsehen.«
Andreas Rosenfelder, Traffic Dezember 2009

»›Dubai Spped‹ liest sich schnell und spannend. Es ist der Reisebericht eines kulturellen Wanderers. ... Ein hoch aktuelles Buch. Ein schlaues und klüger machendes Buch. Ein lesenswertes Buch für alle, die sich mit Kultur beschäftigen.«
R. Krüger, kulturbuchtipps.de 19.01.2010

»Ein nachdenkliches Tagebuch mit Tiefgang.«
Ralf Hoffmann, Dubai Magazin Januar/März 2010

»Schindhelm berichtet in Tagebuchform - persönlich, pointiert und voller Situationskomik.«
Dagmar Scholle, SR2 Bücherlese 16.01.2010

»Schindhelms ebenso rasant wie brillant geschriebene Geschichte ist den Euphorikern ebenso wie den Pessimisten des Dubai-Hypes nur zu empfehlen.«
AIT Architektur Innenarchitektur Techn. Ausbau April 2010

»In seinem Buch ›Dubai-Speed‹ bietet Schindhelm interessante Inneneinsichten aus der Welt der reichen Ölscheichs.«
Carlos Scherzer, Freies Wirt Meiningen 16.08.2011

Kurzbeschreibung

Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden ist ein Bericht aus der Wirklichkeit radikaler Widersprüche, kühner Spekulationen und Sehnsüchte nach einer neuen Kulturwelt. Das Tagebuch einer Annäherung an den modernen Mittleren Osten, einer Begegnung von Ost und West voller Missverständnisse und (Selbst-)Erkenntnisse.

Mit 40 Fotos von Aurore Belkin. Die französisch-kanadische Fotografin arbeitet u. a. für ›Vanity Fair‹, ›Time Magazine‹, ›Der Spiegel‹.

Michael Schindhelm bloggt unter www.dubai-speed.de


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Rezension (H.E.Steffen): M. Schindhelm, Dubai-Speed, dtv-premium 2009, 16,90

M. Schindhelm, von 2005 - 2007 Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, war zurückgetreten, nachdem man ihm Feigheit vorgeworfen hatte, weil er eine Verbrennung des Korans in einer Inszenierung (als Symbol des Fanatismus) nicht hatte zulassen wollen. Er wurde vom Emir von Dubai engagiert, um aus der Stadt der Bausuperlative am Schnittpunkt von Orient und Okzident auch eine herausragende Kulturmetropole mit Opernaufführungen und Ausstellungen zu machen. Sein Buch trägt den Untertitel: Eine Erfahrung" und berichtet über seinen Start voller Elan im Januar 2008 bis zum vorläufigen Stillstand der Projekte im Dezember 2008, einige Monate nach Einbruch der Weltfinanzkrise.
Schindhelm schildert das Leben in Dubai, die ungeheure Hektik in einem feuchtheißen Klima, die undurchsichtigen Entscheidungsprozesse, den durchkommerzialisierten Massentourismus. Der verhaßte (und bewunderte) Westen muß um jeden Preis übertrumpft werden, aber man ist abhängig von Beratern, die aus dem Westen kommen. Welche Art von Kultur soll gepflegt werden? Mit welchen Institutionen, die möglichst als profit center" funktionieren sollen? Beduinische Traditionen oder westliche Oper? Nach vielen Hindernissen kommt eine Ausstellung lokaler Künstler zustande und die Übertragung einer Premiere aus der Metropolitan Opera in New York in einem Kino.
Geld scheint zunächst unbegrenzt vorhanden, Projekte in nie gekannter Größenordnung werden entworfen, aber ihr Fortgang verdunstet sozusagen im Nebel der Umgebung des absolutistischen Fürsten, in dem Mitglieder einflussreicher lokaler Familien, Kulturagenten aus aller Herren Länder, Bauunternehmer und am Ende Finanzakrobaten die Fäden ziehen. Die Heiden" entfliehen zumindest während der muslimischen Feste im Flugzeug in klimatisch weniger extreme Regionen.
Wem kommt das Geld zugute? Die einheimische Elite und jeunesse dorée" fährt im Porsche Cayenne zur Party ins Wüstenzelt, die pakistanischen Bauarbeiter, die auf festen Lohn für drei Jahre vertrauten, werden nach dem Crash umgehend in den Flieger gepackt, damit sie nicht aus Verzweiflung vor Ort Selbstmord begehen. Was gibt es dazwischen als Dienstleister" in einer Stadt, in der es nach dem Ende des Olbooms nur noch Sand und eine Vision gibt.
Die gigantische Blase ist zusammengefallen. Der Autor ist allerdings ein hartnäckiger Utopist. In der Vorbemerkung schreibt er: Er hat sich die Überzeugung bewahrt, dass Dubai und die Golfregion - allen gegenwärtigen Widersprüchen und Schwächen zum Trotz - daran arbeiten, eine politische und soziale Alternative zu ihren oft in Unfrieden, sozialer Ungerechtigkeit und religiösem Fanatismus verhafteten Nachbarn aufzubauen." Und allzu schnelle Urteile über das, was dort geschieht, kontert er nach dem Besuch einer Konferenz über Die Zukunft des Weltmuseums" in der Eremitage in St. Petersburg mit der Feststellung, bezogen auf Peter den Großen: Das Portfolio aus Künstlichkeit, Imitation, Schönheit, Brutalität und Größenwahn ist keine Erfindung der Ölscheichs" (S. 218).
Das Buch, gelegentlich durchaus mit literarischem Anspruch, gibt einen Einblick in einen Aspekt der Globalisierung - internationales Kulturmanagement -, von dem man sonst weniger hört. Schade, dass der Verlag, dtv-Premium, bei der Wiedergabe der über 40 Fotos der Fotografin A. Belkin, wie ich meine, an der falschen Stelle gespart hat.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Erschreckend authentisch 13. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Dubai aus der Sicht eines der vielen europäischen Experten, die eingekauft werden, um Projekte zu entwickeln. Gespenstisch, aber auch durchaus amüsant, beschreibt der Autor, wie eine Gesellschaft mit zu viel Geld, aber ohne Know-How versucht, Wissen zu kaufen und zu nutzen, ohne die Fähigkeit zu haben, dieses Wissen zu bewerten und einzuordnen. Chaotische und undurchschaubare Entscheidungsprozesse und ständig wechselnde Vorgaben und Rahmenbedingungen sind charakteristisch für "Projektmanagement a la Dubai". Fassungslos staunend erlebt der Leser/die Leserin eine Welt, die orientierungslos im Zick-Zack-Kurs dahinrast, nach dem Motto eines alten österreichischen Kabarettsongs, in dem es hieß: "I hab zwor ka Ahnung, wo i hinfahr, aber dafür bin i g'schwinder durt".
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Der Thüringer Michael Schindhelm ist ein Kulturmanager der immer wieder einmal für Schlagzeilen sorgt. Er hat in der Sowjetunion Quantenchemie studiert. Nach seiner Rückkehr hat er sich dann in Deutschland von der Wissenschaft verabschiedet. Nach dem Zusammenbruch der DDR startet er eine fulminante Karriere. Er wird Theaterintendant von Nordhausen, Gera und Basel. Am Ende ist er Direktor der deutschen Opernstiftung. Ihm unterstehen 2005 die drei Berliner Opernhäuser. Zum obersten Kulturmanager findet er allerdings keinen rechten Draht, kann seine Ideen nicht realisieren und legt daraufhin sein Amt 2007 nieder.

Danach bricht er nach Dubai auf, dort wo die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen soll, versucht er westlicher Kultur zu Ansehen zu verhelfen. Doch bei seinem Vorhaben eine Superlative zu schaffen, indem er die boomende Stadt zu einer Weltkulturmetropole macht, merkt er sehr schnell das es auch hier in erster Linie um Business geht. Die Nähe zu den regierenden Scheichs ist auch da kein Rettungsanker.

Als die Weltwirtschaftskrise auch das Emirat trifft sind Schindhelms Wüstenträume schnell beendet, denn alle Objekte die keine Rendite abwarfen standen plötzlich auf dem Prüfstand, in einem Emirat das vor der Pleite stand.

Schindhelm berichtet in "Dubai Speed" über, seine Sehnsüchte nach einer neuen Kulturwelt, seine Erfahrungen wie man als Europäer zwischen "traditionellen und modernen Nomaden" lebt, wie die Gegensätze von Ost und West aufeinander treffen, von der Kühnheit der Emiratis in diesem Teil der Welt eine weltoffene islamische Gesellschaft aufzubauen, von den Entscheidungsträgern in der abgeschotteten Welt des Hofstaats und natürlich von seinen Selbsterkenntnissen, seinem Respekt und seinem Scheitern.

Schindhelm war 2007 und 2008 in Dubai als Kulturmanager. Dubai war ein Abenteuer, die Illusionen sind verflogen, es war eine relativ existenzielle Erfahrung, denn sowohl die kühne Strategie als auch das Wertesystem veränderten sich grundlegend. Es gab in einer Stadt, die so groß wie Hamburg ist, keine kulturelle Infrastruktur. So war es zunächst eine der wesentlichen Aufgaben öffentliche Räume zu finden und zu entwickeln.

Eine wesentliche Frage war, wie sich in einer Stadt, die zu einem Drehkreuz für die halbe Welt wird, dazu noch mit islamischen Hintergrund und Nachbarn wie Iran, Irak, Saudi-Arabien, Jemen, Afghanistan und Pakistan es gelingen konnte so etwas wie eine lokale, das heißt emiratische kulturelle Identität aufrecht zu erhalten oder weiter zu entwickeln. Wie kann im Zeichen der Globalisierung die lokale Eigenständigkeit überhaupt bestehen? Von der Lösung dieser Fragen erzählt dies Buch vordergründig, auch wie die emiratische Bevölkerung sich zu orientieren versucht.

Auch wenn, nicht allein auf Grund der Finanzkrise, die meisten von Schindhelms Projekten, wie zum Beispiel das gewünschte Opernhaus scheiterten, so ist es ihm doch gelungen, dass sich heute in Dubai viel mehr Menschen mit Kunst beschäftigen. Eine ganz Reihe von kleinen Aktivitäten, die man nicht gerade auf den Frontseiten der Presse findet, haben dazu beigetragen das eine Stadt ihre Mentalität geändert hat und so spürt man an vielen Orten, dass der "Dubai Speed", die Geschwindigkeit mit der sich die Stadt entwickelt hat, auch in Bezug auf die Kultur einiges bewirkt hat.

Ursprünglich wollte man Kultur als großes Geschäft betreiben, Kultur sollte als Marketinginstrument eingesetzt werden, wobei solche Ideen für unterschiedliche Kulturprojekte wie Museen, Konzerthallen oder Theater nicht selbst aus dem Emirat kamen.

Wenn man immer gedacht hatte Entscheidungswege bei uns seien verschlungen, dann kann man aus diesem Buch erfahren, dass es dort noch viel komplizierter ist, denn die arabische Welt hat ja bisher keine wirklich moderne Verwaltung oder Politik hervorgebracht. Dubai ist auf der einen Seite eine absolutistische Monarchie. Der Herrscher ist ein aufgeklärter Mensch und sagt dass Kultur ganz erheblich zur Entwicklung dazu gehört. Die Entwicklung war bisher davon bestimmt, dass das Land mit einem großen Reichtum gesegnet war, nämlich Erdölressourcen, die im Fall Dubai nur wenige Jahrzehnte halten werden. Deshalb wollte Dubai von der Droge Erdöl wegkommen. Die Zeit sollte genutzt werden eine Gesellschaft aufzubauen- Die Droge Öl die in den Händen der Herrscher war, wurde von der Droge Immobilien abgelöst. Daran hat sich nicht nur die ganze Welt beteiligt, sondern sie hat auch Glückssucher angelockt. So ist hier nun eine multikulturelle Gesellschaft entstanden, wobei nicht die Emiratis, sondern vielmehr Inder und Iraner die größten Investoren sind.

Schindhelm macht in seinem Buch an vielen Beispielen sehr deutlich, dass aus dem kleinen Familienunternehmen Dubai mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit ein riesiges Imperium geworden ist in dem ein einzelner Herrscher nicht mehr alle Entscheidungen selbst treffen kann. Als Europäer hat man immer das Gefühl im verkehrten Tempo unterwegs zu sein, einmal geht es zu schnell dann wieder zu langsam. Im Grunde trifft hier Absolutismus auf Neoliberalismus. Man versucht immer die Entscheidung zu ahnen, die der Herrscher möglicherweise treffen könnte, das machte die Arbeit für den Kulturmanager Schindhelm so kompliziert.

Zwei Jahre Dubai, außer Spesen nichts gewesen? Schindhelm gibt die Antwort in seinem mit vierzig Fotos von der französisch-kanadischen Fotografin Aurore Belkin versehenen "Tagebuch".
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