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Dubai Speed: Eine Erfahrung [Taschenbuch]

Michael Schindhelm , Aurore Belkin
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

1. November 2009

Unter dem Motto »größer, höher, moderner, glamouröser« sollte in Dubai, mitten in der Wüste, die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen. Die Metropole am Golf war angetreten, alle Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen und in jeder Beziehung Superlative zu schaffen. Doch dann kam die Finanzkrise, und all die milliardenschweren Projekte, vor allem auch jene, die keine Rendite versprechen, standen plötzlich zur Diskussion. Allen voran die Kultur. Mit deren Aufbau war u.a. Michael Schindhelm beschäftigt. Er berichtet aus der Innenperspektive darüber, wie man als Europäer zwischen traditionellen und modernen Nomaden lebt, und erzählt aus der Welt des Hofstaats, der Emiratis und der Abenteuerer und Glückssucher aus aller Herren Länder.

Nicht alles ist genau so passiert, aber entstanden ist ein Bericht aus der Wirklichkeit radikaler Widersprüche, kühner Spekulationen und Sehnsüchte nach einer neuen Kulturwelt. Das Tagebuch einer Annäherung an den modernen Mittleren Osten, einer Begegnung von Ost und West voller Missverständnisse und (Selbst-)Erkenntnisse.

Mit 40 Fotos von Aurore Belkin. Die französisch-kanadische Fotografin arbeitet u. a. für ›Vanity Fair‹, ›Time Magazine‹, ›Der Spiegel‹.

Michael Schindhelm bloggt unter www.dubai-speed.de


Hinweise und Aktionen

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. November 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423247681
  • ISBN-13: 978-3423247689
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,8 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 229.799 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Der Autor gesteht Dubai zu, als Ort der Avantgarde verurteilt zu sein, als Erste Fehler zu machen. Schindhelm beobachtet, wie eine Stadt des 21. Jahrhunderts heranwächst, ein modernes Babylon, in dem Menschen aus aller Welt friedlich zusammenleben. Krisen sind Teil des Reifeprozesses, nun bremsen sie ›Dubai Speed‹.  Locker und flott hat Schindhelm seine ›Erfahrung‹ aufgeschrieben. Beim Leser stößt sie einen Denkprozess an, dass die Globalisierung der Kultur erst am Anfang steht.«
Rainer Hermann, Frankfurter Allgemeine Zeitung 06.01.2010

»Sehr anschaulich zu lesen.«
Elke Heidenreich, stern.de 11.12.2009

Über den Autor

Michael Schindhelm, 1960 in Eisenach geboren, Theaterintendant in Deutschland und der Schweiz. Von 2005 bis 2007 war er Generaldirektor der Opernstiftung in Berlin. Danach Kulturmanager in Dubai.

Michael Schindhelm bloggt unter www.dubai-speed.de.


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tagebuch einer Annäherung 6. Juni 2010
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Der Thüringer Michael Schindhelm ist ein Kulturmanager der immer wieder einmal für Schlagzeilen sorgt. Er hat in der Sowjetunion Quantenchemie studiert. Nach seiner Rückkehr hat er sich dann in Deutschland von der Wissenschaft verabschiedet. Nach dem Zusammenbruch der DDR startet er eine fulminante Karriere. Er wird Theaterintendant von Nordhausen, Gera und Basel. Am Ende ist er Direktor der deutschen Opernstiftung. Ihm unterstehen 2005 die drei Berliner Opernhäuser. Zum obersten Kulturmanager findet er allerdings keinen rechten Draht, kann seine Ideen nicht realisieren und legt daraufhin sein Amt 2007 nieder.

Danach bricht er nach Dubai auf, dort wo die Welthauptstadt des 21. Jahrhunderts entstehen soll, versucht er westlicher Kultur zu Ansehen zu verhelfen. Doch bei seinem Vorhaben eine Superlative zu schaffen, indem er die boomende Stadt zu einer Weltkulturmetropole macht, merkt er sehr schnell das es auch hier in erster Linie um Business geht. Die Nähe zu den regierenden Scheichs ist auch da kein Rettungsanker.

Als die Weltwirtschaftskrise auch das Emirat trifft sind Schindhelms Wüstenträume schnell beendet, denn alle Objekte die keine Rendite abwarfen standen plötzlich auf dem Prüfstand, in einem Emirat das vor der Pleite stand.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dubai, produktive Utopie oder Wahnsinn? 26. März 2010
Format:Taschenbuch
Rezension (H.E.Steffen): M. Schindhelm, Dubai-Speed, dtv-premium 2009, 16,90

M. Schindhelm, von 2005 - 2007 Generaldirektor der Berliner Opernstiftung, war zurückgetreten, nachdem man ihm Feigheit vorgeworfen hatte, weil er eine Verbrennung des Korans in einer Inszenierung (als Symbol des Fanatismus) nicht hatte zulassen wollen. Er wurde vom Emir von Dubai engagiert, um aus der Stadt der Bausuperlative am Schnittpunkt von Orient und Okzident auch eine herausragende Kulturmetropole mit Opernaufführungen und Ausstellungen zu machen. Sein Buch trägt den Untertitel: Eine Erfahrung" und berichtet über seinen Start voller Elan im Januar 2008 bis zum vorläufigen Stillstand der Projekte im Dezember 2008, einige Monate nach Einbruch der Weltfinanzkrise.
Schindhelm schildert das Leben in Dubai, die ungeheure Hektik in einem feuchtheißen Klima, die undurchsichtigen Entscheidungsprozesse, den durchkommerzialisierten Massentourismus. Der verhaßte (und bewunderte) Westen muß um jeden Preis übertrumpft werden, aber man ist abhängig von Beratern, die aus dem Westen kommen. Welche Art von Kultur soll gepflegt werden? Mit welchen Institutionen, die möglichst als profit center" funktionieren sollen? Beduinische Traditionen oder westliche Oper? Nach vielen Hindernissen kommt eine Ausstellung lokaler Künstler zustande und die Übertragung einer Premiere aus der Metropolitan Opera in New York in einem Kino.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erschreckend authentisch 13. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Dubai aus der Sicht eines der vielen europäischen Experten, die eingekauft werden, um Projekte zu entwickeln. Gespenstisch, aber auch durchaus amüsant, beschreibt der Autor, wie eine Gesellschaft mit zu viel Geld, aber ohne Know-How versucht, Wissen zu kaufen und zu nutzen, ohne die Fähigkeit zu haben, dieses Wissen zu bewerten und einzuordnen. Chaotische und undurchschaubare Entscheidungsprozesse und ständig wechselnde Vorgaben und Rahmenbedingungen sind charakteristisch für "Projektmanagement a la Dubai". Fassungslos staunend erlebt der Leser/die Leserin eine Welt, die orientierungslos im Zick-Zack-Kurs dahinrast, nach dem Motto eines alten österreichischen Kabarettsongs, in dem es hieß: "I hab zwor ka Ahnung, wo i hinfahr, aber dafür bin i g'schwinder durt".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ludwigwitzani TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Michael Spindhelm, ehemaliger Generalintendant der Berliner Opernbühnen, wird im Jahre 2007/08 vom Scheich von Dubai angeheuert, um ein Opern- und Musikzentrum in Dubai zu errichten. Nach enthusiastischem Anfang wird bald klar, dass dem Projekt von Seiten der Emiratis keinerlei wirkliches Kunstinteresse sondern allein der Wunsch zugrunde liegt, mithilfe der Kunst Immobilien optimal zu vermarkten. Als Ende 2008 die weltweite Finanzkrise auch Dubai erreicht, löst sich der Spuk in Nullkommanichts auf und der Autor reist nach einem Jahr desillusioniert nach Hause. "Dubai Speed. Eine Erfahrung." Ist die Frucht dieses Aufenthaltes. Was gibt es in diesem Buch zu lesen?
Zuerst hängt der Autor fast zwei Monate herum, bis ein ungefährer "Masterplan" mit kaum abgegrenzten Kompetenzen und Zielen entsteht, trinkt Kaffee bei Starbucks, steht im Stau, schläft in der Wüste und amüsiert sich über seine Kollegen. Nach dem "Masterplan" folgt eine "Taskforce", dann wird Schindhelm zum "Mr. Culture" ernannt, aber wirklich etwas zu tun oder entscheiden, hat er immer noch nicht. Schindhelms Mitarbeiter hängen, insoweit sie Ausländer sind, ebenso in der Luft, wie er selbst, während die Emirati-Kollegen jegliche Arbeit meiden und lieber mit ihrem privaten Reichtum protzen. Wie die Maus im Laufrad produziert Schindhelm Monat für Monat Hunderte von EMails, organisiert unzählige Treffen und Dienstreisen durch die ganze Welt, ohne das irgendetwas Greifbares dabei herumkommt. Am Ende des Buches heißt es: "Die Bilanz dieser Monate ist lächerlich. Eine kleine eingekaufte Ausstellung im International Finance Center. Kein Fortschritt bei Khor Dubai. Kein Theatre Land in Deira, kein Pavillon.
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