Die sich überschlagende, heulende, jammernde, wimmernde Stimme von David Thomas war Ende der 70er Jahre trotz Punk und ähnlichem noch wie ein Schock. Dazu liefert Pere Ubu experimentelle Sounds, manchmal von hektischen Rhythmen zusammengehalten, manchmal aber auch Collagen, in denen keine Songstruktur mehr erkennbar war. Zwischendurch wurde man dann aber zur "Dance Party" gebeten, die zeigte, dass die Gruppe vor allem Humor besaß. Ein Klassiker wie "What shall we do with a drunken Sailor" wird bei ihnen zur Geisterbahnfahrt. Ob es sich heute lohnt, Pere Ubu neu zu entdecken, weiß ich nicht. Freunde des Extremen haben da wohl inzwischen zu viele Alternativen. Für die, die 1979 aber schon einmal dabei waren, ist die CD-Neuauflage immer noch uneingeschränkt hörenswert.