Ich musste das Gerät für die Arbeit auf Herz und Nieren testen, da wir darüber nachdenken, ein Projekt darum aufzubauen.
Auf dem 1. Blick erscheint das Arnova 7 gut verarbeitet. Viele Anwendungen, die man von gewöhnlichen Android-Systemen gewohnt ist, fehlen (z.B.: Der Market, Googlemail). Dies ist allerdings wohlmöglich ein Vorteil, da viele dieser Anwendungen Dienste hosten, welche unnötigen Strom verbrauchen.
Die Fingerbedienung ist Gewöhnungsbedürftig, da man grade beim Scrollen, Zoomen, etc. ungewöhnlich viel Druck ausüben muss. Da es sich um einen Plastik Touchscreen zu handeln schein, besteht eine hohe Gefahr des Verkratzens, grade durch lange oder künstliche Fingernägel.
Eine Simple Testanwendung konnte nach anfänglichen Schwierigkeiten, installiert werden. In diesem Zuge konnten auch einige der 'fehlenden' Anwendungen von oben testhalber Installiert werden.
Negativ aufgefallen ist leider die Möglichkeit der Displaysperre. Diese fehlt effektiv. Das Display lässt sich nur durch ein mindestens 8 Zeichen langes Passwort schützen und nicht wie man es von Android gewohnt ist durch eine Pin oder ein Muster. Auch die Möglichkeit ein Zeitdelay für die erneute Passworteingabe wurde nicht gefunden. Dieses Ist zwar ärgerlich im Falle eines Geräteverlustes, hat aber sonst keine weiteren Einschränkungen.
Für Entwickler:
Nach einem kurzen Gefummel konnte auch die ADB Schnittstelle angesprochen werden, die benötigt wird, um auf dem Geräten sinnvoll zu entwickeln.
Eindruck nach einiger Zeit Benutzung:
Je Länger ich mit dem Testgerät Arbeite des desto mehr bin ich der Meinung das diese Art des Bedienens sogar ein Vorteil sein kann. Ich habe das Gerät derzeit ähnlich wie meine anderen Androiden als ständigen Begleiter bei mir und habe auch so Sachen getestet wie auf der Heimfahrt stehen im Bus etc. Hier kann man getrost einen Finger auf dem Display liegen haben um es Ohne druck festzuhalten, dies würde mit einem Tablett mit kapazitiven Display nicht funktionieren. Leider ist dabei auch aufgefallen, das die Onscreen Tastatur öfters bei Tasten im Randbereich so genannte Ghosteingaben, das heißt das das Display nicht richtig mitbekommt, das eine Taste wieder losgelassen wurde. Da mir das bis jetzt aber nur mit der Tastatur aber sonst in keiner anderen App aufgefallen ist, glaube ich das es an der Tastatur und nicht am Display liegt.
Was mich Sehr überzeugt ist die spatanische Softwareausstatung, der Hersteller hat darauf verzichtet viele Programme ins Grund OS mit aufzunehmen, und hat dafür einiges nachinstalliert, diese Programme lassen sich im vergleich zu anderen Androidgeräten schnell entfernen.
Durch das fehlen der meisten gewöhnlichen Androidanwendungen, liegt der Stromverbrauch im Hotstandby (dem Status, welchen das Tablet hat wenn man es mal eben in die Tasche steckt) sehr weit unten.
Einzig und alleine das Gehäuse ist etwas Unglücklich gewählt, durch die Klavierlackoberfläche wirkt es sehr edel. Allerdings Verkratzt diese sehr sehr schnell, hierzu reicht ein Krümmel unter dem Tablet wenn es auf dem Tisch liegt, und dort bedient wird.
Akkutest
Nach ca 2 Stunden Dauereinsatz , 15-20 davon mit Wlan aktiv + 1 Stunde Standby wurden 18 % Akku verbraucht. Hierbei gehen 60 % fürs Display drauf 36 % Entfallen auf das System und 6 % fürs Wlan
wobei wie man leicht merkt diese Werte nur Richtwerte sind. Was man alleine daran merkt, dass diese Werte 102% ergeben.
Nach meinen Erfahrungen und Hochrechnungen sind so maximal 7,5 Stunden aktiver Einsatz möglich. Wobei diese Werte stark schwanken können abhängig von Ausgeführten Apps und der Display Helligkeit. Meine Testapp war ein Videoplayer bei mittlerer Display Helligkeit.
Wir haben lange Überlegt, bevor wir uns zu der Anschaffung dieses Pads entschieden haben. Unter anderem, weil es kaum brauchbare Rezessionen zu dem Gerät gab. daher hoffe ich, dass diese Aufschlussreich ist.
Und wenn nicht, Hey ausprobieren kostet nix Amazon nimmt zurück wenn man Pfleglich ist mit dem Testgerät!