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DuMont Schnellkurs Jugendstil
 
 
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DuMont Schnellkurs Jugendstil [Taschenbuch]

Lydia L. Dewiel
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: DUMONT Literatur und Kunst Verlag; Auflage: 2., Glossar, weiterführende Literatur, Register (29. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3832153845
  • ISBN-13: 978-3832153847
  • Größe und/oder Gewicht: 19,7 x 11,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 347.619 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Lydia L. Dewiel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

DuMonts verdienstvolle Schnellkurs-Serie geht in die zweite Runde. Nach Überblicksbüchern zu Architektur, Malerei, Fotografie, Mode oder Deutsche Kunst folgt nun ein Band zum Jugendstil von der Hamburger Kunsthistorikerin Lydia L. Dewiel, der ein wenig weiter in die Tiefe gehen darf. Um es gleich vorweg zu sagen: Wie es sich zwar scheinbar nicht unbedingt für ihr Thema, wohl aber für die Reihe selbst gehört, hat Dewiel ihren Gegenstand in eine schnörkellose und damit hoch informative Form gefasst.

Natürlich weiß auch Dewiel um die Fragwürdigkeit des Begriffes Jugendstil für die Gesamtheit jener zwischen Historismus und Moderne anzusiedelnden Auswüchse eines Stils, der nicht nur ganz Europa und Nordamerika, sondern auch alle Bereiche in bildender Kunst, Architektur und Kunsthandwerk erfasste: Bezeichnet dieser doch gemeinhin lediglich die spezifisch deutsche Ausprägung einer Strömung, die schöne Form mit Funktionalität neu versöhnen half. Deshalb spürt die Autorin den ornamentalen Wurzeln der Bewegung innerhalb der anti-industriell ausgerichteten Arts-and-Crafts-Bewegung im England des späten 19. Jahrhunderts ebenso nach wie der schottischen Glasgow School of Art, der französischen oder belgischen Art Noveau zur Jahrhundertwende (mit einem erhellenden Abstecher zum Symbolismus), dem italienischen Stile Liberty, der Wiener Secession sowie der auch dort zu Lande zum Art Deco führenden Ausprägung in den USA. Überraschende Aspekte sind dem spanischen sowie dem skandinavischen Jugendstil mit seinen zur Volkskunst tendierenden Ausläufern in Porzellan (Rörstrand), Glas (Kosta) oder Silberschmuck (Georg Jensen) gewidmet: ein Kapitel, das zeigt, was im Land der Elche und des Volvo-Designs vor Ikea möglich war.

So ist DuMonts Schnellkurs Jugendstil ein schmuckes, organisch rundes Buch geworden, das man unter seiner Tiffany-Leuchte gut lesen kann. Wer dann noch einen lederbezogenen Armlehnstuhl aus Ahornholz von Bruno Paul und einen Beistelltisch von Emile Gallé besitzt, wird sich in keiner Weise mehr beschweren können. --Thomas Köster

Kurzbeschreibung

Um 1900 breitete sich in ganz Europa ein neuer Stil aus, der vor allem den angewandten Künsten zu neuer Blüte verhelfen sollte. In Deutschland nennt man ihn Jugendstil, in Frankreich und Belgien spricht man von 'Art Nouveau', im englischsprachigen Raum von 'Modern Style', in Italien vom 'Stile Liberty', in Österreich vom 'Secessionsstil' und in Spanien vom 'Stile Modernista'.
So unterschiedlich die Bezeichnungen, so einig sind sich die Anhänger der Bewegung in ihrer Zielsetzung: Protest gegen den Historismus und die Folgen von Industrialisierung und Massenproduktion. "Die Einheit von Kunst und Leben" wollen sie wiederherstellen, und so wird die Idee des Gesamtkunstwerks, vor allem in der Innenraumgestaltung, prägend für die Kunst der Zeit. Zum formalen Leitmotiv avanciert die geschwungene Linie, der wellige Kurvenzug als Teil organischer Formen.
Schnellkurs Jugendstil verfolgt die Entstehung und Ausbreitung des neuen Stils in den einzelnen Ländern und stellt die maßgeblichen Künstler persönlichkeiten und ihre wichtigsten Werke vor. Ein Anhang mit den Adressen spezialisierter Museen und Sammlungen macht dieses handliche Nachschlagewerk auch zu einem nützlichen Reisebegleiter.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Daten, Daten, Daten.... 17. Oktober 2011
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Zwischen Historismus und moderner Kunst ist der Jugendstil eingebettet. Diese Stilbewegung zeigte sich vor allem in der dekorativen und angewandten Kunst. Als Darmstädter ist es natürlich naheliegend, sich näher damit zu befassen.

Der DuMont Schnellkurs ist aufgeteilt in: Die Wegbereiter in England - Die Arts-and-Crafts-Bewegung - und dann die Ausprägung in verschiedenen europäischen Ländern, wie z.B. Schottland, Frankreich, Deutschland und Österreich (mir fehlte etwas zu Prag, was damals zur österreichisch-ungarischen Monarchie gehörte). Die Länderbeiträge sind dann wiederum nach Personen und deren Einflüsse untergliedert. Am Ende noch ein Kapitel über den amerikanischen Beitrag zum Jugendstil. In Deutschland entstehen Zentren in München, Darmstadt (Künstlerkolonie), München, Berlin sowie Weimar und Dresden. Jeweils einige historische Daten zu den jeweiligen Ländern dienen als ergänzender Rahmen.

Das Büchlein zeigt schön die Vielseitigkeit des Jugendstil auf und, dass vor allem diverse Bauwerke als Gesamtkunstwerk entstanden sind, d.h. der Architekt sich auch für die Innenausstattung und Möbel zuständig zeigte. Viele Fotos lockern die Lektüre auf und visualisieren für den Leser die besprochene Kunst.
Insgesamt hat mir die Gestaltung des Schnellkurses gut gefallen. Nicht so schön fand ich bezüglich des Inhaltes, dass man als Laie quasi mit Daten fast erschlagen wird. Bei den einzelnen behandelten Personen wird doch sehr mit Jahreszahlen um sich geworden. Für mich wäre es stimmiger gewesen, bei einer Einführung eher auf Ausprägungsrichtungen oder Sparten des Jugendstils einzugehen als auf Lebensläufe einzelner Künstler.
Interessant für mich war vor allem der Teil über die Vorläufer in England und dass auch Antoni Gaudi und Frank Lloyd Wright zu den Vertretern des Jugendstils zählen.

Fazit: Bin nicht ganz zufrieden mit dem Schnellkurs; eignet sich evtl. besser als Nachschlagewerk als Einführung in den Jugendstil
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
ein schneller Überblick 23. Januar 2005
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Das Buch bietet eine schnellen Überblick über den Jugendstil in Europa und Amerika. Der Inhalt ist geordnet nach Ländern, die wichtigsten Künstler und ihre schönsten Werke werden behandelt. Außerdem sind Adressen von Museen und ein ausführliches Inhaltsverzeichnis angegeben. Ich fand das Buch sehr interessant, um mich einfach auch mal über den Jugendstil fortzubilden. Allzuviele Informationen gibt das Buch jedoch nicht.

Fazit: Wie der Name sagt, ein Schnellkurs für alle Interessierten.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Bedauerliches Versäumnis? Ignoranz? Unwissen? Oder am Ende sogar bewußte Auslassung? Jedenfalls ein erhebliches Informationsdefizit und: für Reisende mit dem Ziel Baltikum ist dieser Schnellkurs (der sich in Wahrheit als unverständlicher Schnellschuß entpuppt) definitiv kein empfehlenswerter Reisebegleiter.

Alle Welt weiß es und spricht davon: Riga ist eines der heute bekanntesten und besuchtesten Zentren des europäischen Jugendstils, der in Lettland und Estland an der Wende zum 20. Jhrdt. nicht nur in der Architektur, sondern auch der Innenarchitektur, Malerei und der bildenden Kunst, eigenständige regionale Identifikationsmerkmale hinzuerworben hat. In der Architektur sind in der lettischen Hauptstadt heute ganze und sorfältig restaurierte Jugendstil-Straßenzüge zu besichtigen, die in jedem Jahr von Zehntausenden von Besuchern aus aller Welt aufgesucht und dokumentiert werden.

Unter den für ihre Jugendstilarbeiten bekanntesten national-lettischen, aber auch deutsch- oder russischstämmigen Architekten ist der Vater des berühmten russischen Filmregisseurs S. Eisenstein, Michail Eisenstein, der in Riga als Stadtarchitekt gewirkt hat, der wohl renommierteste, wenn auch nicht qualitativ herausragendste, der eine Fülle von relevanten Jugendstil-Objekten hinterlassen hat. Riga beherbergt heute sogar ein eigenes Jugendstilmuseum mit teilweise einmaligen Belegstücken für die Qualität des lettischen und baltischen Jugendstils.

Von all dem nimmt der an sich verdienstvolle und, nach Art dieses Verlages, gut und aufwendig hergestellte Schnellkurs Jugenstil des Dumont-Verlages, und nimmt die Autorin Lydia L. Dewiel keinerlei Notiz. Nicht nur wird das Jugendstilerbe in Lettland und im Baltikum nicht der Erwähnung für nötig erachtet, es wird darüber hinaus nicht einmal durch Querverweise im Personen- und Sachregister daran erinnert, daß das Baltikum ein beachtliches und weit über die europäischen Grenzen hinaus international anerkanntes, eigenständiges Kapitel zum Thema Jugendstil beigesteuert hat. Im Übrigen ist dies damals auch aus historisch relevanten Gründen und Entwicklungen erfolgt, die bis auf den heutigen Tag die politische Geschichte dieses Teiles von Nordosteuropa relevant mitbestimmt haben und nicht unterschlagen werden können.

Es ist somit nicht nachzuvollziehen, daß selbst bei einem Schnellkurs, also einer eher tabellarischen Kurzübersicht, über ein bedeutendes Thema der europäischen Kultur- und Kunstgeschichte, eine für die Gesamtentwicklung Jugendstil wichtige europäische Region schlicht und ergreifend ignoriert werden kann. Für Besucher des Baltikums, die auch den Jugendstil in Lettland und Estland kennenlernen möchten, jedenfalls ist diese Publikation des Dumont Literatur und Kunst Verlages völlig unbrauchbar. Nicht einmal die Entschuldigung, daß das Buch noch vor der Auflösung der Sowjetunion, also vor 2002, erschienen ist, als man den baltischen Jugendstil noch in unerreichbarer Ferne wähnte, kann geltend gemacht werden. Die Originalausgabe stammt aus dem Jahr 2002, und selbst die 2. Auflage von 2007 wurde im Hinblick auf die dargestellten Mängel nicht noch einmal überarbeitet. Ein tolles und unverzeihliches Manko!
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