Klein aber fein - so lässt sich der „Schnellkurs Film" von Andrea Gronemeyer beschreiben. Bei aller Kompaktheit geriet ihre informative Darstellung der Geschichte des Films dennoch nicht oberflächlich. Von der „Camera obscura" bis zur modernen Computeranimation - die Entwicklungsstadien bewegter Bilder werden eindrucksvoll nachgezeichnet. Gronemeyer gelingt eine Kombination zwischen Information und Unterhaltung, die man sonst selten findet. Neben dem beschreibenden Text findet man im wahrsten Sinne des Wortes „Randnotizen". Diese Spalten widmen sich Stars und Regisseuren, heben Besonderheiten und Eigenarten kenntnisreich hervor. Diese Randnotizen erlauben mit filmunabhängigen Daten zudem eine gute geschichtliche Einordnung der jeweiligen Phase. Ebenfalls gut gelungen: Filmplakate und Filmausschnitte ergänzen visuell den schnörkellosen Text. In jeweils einem eigenen Kasten gibt Gronemeyer einen Einblick in die filmische Fachterminologie. Wer sich hierfür interessiert, erfährt zum Beispiel im Kapitel „Montage", was ein Insert-Schnitt oder ein Schuß-Gegenschuß-Verfahren ist. Längere Kapitel beschäftigen sich einführend mit Filmmusik und Filmproduktion. Ein alphabetisches Register der Filmtitel, ein Verzeichnis von Filmmuseen und ein Personenverzeichnis runden dieses wirklich gelungene Werk ab. Einzig ein wenig zu kritisieren ist die Tatsache, dass die Bibliographie ziemlich mager ausgefallen ist. Allen, denen diese Einführung Lust auf vertiefende Film-Literatur gemacht hat, müssen sich eventuell selbst auf die Suche begeben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)