Der von Klaus Bötig herausgegebene und im Dumont-Verlag erschienene Reiseführer "Griechenland, Festland und Peloponnes" zeichnet sich durch seine große Ausführlichkeit und seinen hohen Informationsgehalt aus. Behandelt werden in diesem Rahmen die wichtigsten griechischen Städte der Gegenwart wie Athen, Thessaloniki oder Korinth sowie die sie umgebenden Landschaften, gleichzeitig findet aber auch an manchen Stellen des Buches ein Rückbezug auf das antike Griechenland und seine Geschichte statt. Desweiteren beinhaltet das Werk auch einige Exkurse zu interessanten Themen wie etwa dem nach wie vor problematischen Verhältnis zwischen Griechenland und dem Nachbarn Türkei, dem Leben im antiken Sparta, der Besetzung Griechenlands durch deutsche Truppen während des Zweiten Weltkrieges oder der Entwicklung der Olympischen Spiele von Olympia.
Am Ende des insgesamt etwa 400 Seiten starken Buches befinden sich außerdem noch ein Verzeichnis der wichtigsten Hotels, Restaurants usw. sowie einige praktische Tipps für einen Griechenlandaufenthalt. Der Reiseführer ist meiner Ansicht nach vor allem für diejenigen Urlauber zu empfehlen, deren Interesse nicht ausschließlich darin liegt, sich zwei oder drei Wochen an einen Badestrand zu legen, sondern die sich auch wirklich für Land und Leute interessieren und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ihres Urlaubszieles kennenlernen wollen. Für diejenigen Reisenden, bei denen diese Voraussetzungen gegeben sind, ist der Dumont-Reiseführer "Griechenland, Festland und Peloponnes" auf alle Fälle zu empfehlen, für Badetouristen genügt allerdings ein weniger umfangreicher (und kostengünstigerer) Reiseführer.