Seit Jahren schon begleiten uns Dumont-Kunstreiseführer auf allen Reisen.
Mal sind sie großartig, mal weniger gut.
Der Venedig-Dumont gehört zu letzteren.
Der Autor erzählt im Geschichtsbuchstil die Historie der einzelnen Plätze und Gebäude. Das kommt alles sehr nüchtern, spannungslos und faktenbeladen her.
Man könnte auch umfangreiche Fakten deutlich interessanter zusammenbringen.
Die Kunst und Architekturerläuterungen dann sind einfach nur enttäuschend, vor allem für Reisende mit ein wenig Vorbildung.
Bis auf sehr wenige Ausnahmen hätte ich mir das Lesen des Reiseführers sparen können.
Viele Informationen waren überflüssig, weil sie oder an und in den Gebäuden/Plätzen ausführlich beschrieben wurden. Als Beispiel möge der Dogenpalast herhalten, der im Reiseführer 25 Seiten beansprucht, weil der Autor alle zu besichtigenden Säle aufzählt, obwohl man diese Information mit der Eintrittkarte erhält. Hat der Autor einfach nur Informationen abgeschrieben?
Manchmal hatte man das Gefühl, er habe Venedig gar nicht besucht, sondern nur recherchiert.
Was ich mir gewünscht hätte, wären Hintergrundinformationen statt Fakten, die an jedem Kunstwerk stehen, Geschichten, die Historie lebendig machen, Begeisterung, die Lust weckt, auch weniger übliche Wege zu gehen.
Eben Liebe zur Stadt.
Und die fehlte mir in diesem schweren und teuren Band!