Der Reiseführer von Susanne Tschirner folgt dem bewährten Aufbau: Nach einer knappen Einführung in Landeskunde, Lebensart und Kunst einen ausführlichen Reiseteil mit praktischen Informationen zu Unterkunft, Restaurants, Sport- und Einkaufsmöglichkeiten zu bringen. Dublin mit seinen Pubs und Museen wird - zu Recht - ausführlich gewürdigt, dann geht es einmal im Uhrzeigersinn um die Grüne Insel herum, von Newgrange und den Wicklow Mountains über Waterford, Kilkenny und Cork in den Westen (Kerry, Dingle, Limerick, Galway) und Norden (Sligo,
Donegal), um auf der Irischen Seenplatte zu enden. Auf einer dreiwöchigen Tour sind wir den Anregungen der Autorin gefolgt und dabei eigentlich immer gut gefahren, obwohl drei Wochen für Irland noch viel zu wenig sind und man widerwillig viel Interessantes am Wege liegen lassen muss. Besonders hilfreich
waren dabei die Übernachtungstipps, denn die Autorin ist offenbar genau wie wir ein Fan von B&Bs im Landhausstil, wo man für relativ wenig Geld in kleinen Landhäusern aus vergangenen Jahrhunderten übernachtet und ein üppiges warmes
Frühstück serviert bekommt. Respekt auch für die kunstgeschichtlichen Beschreibungen, die auf knappem Raum das Wesentliche umreißen. Allerdings haben wir manches Steinfort und manche Kirche gefunden, die nicht im Buch vermerkt
waren. In den empfohlenen Restaurants haben wir stets gut gespeist, aber im »Chez Hans« in Cashel haben uns die Preise fast den Appetit versalzen: Irland ist zur Zeit leider sehr teuer.