Der Krimi von George P. Pelecanos ist zwar schon ein wenig angestaubt, aber keineswegs veraltet! Der Autor versteht es, die Atmosphäre der 40er und 50er Jahre heraufzubeschwören ohne auf Klischees herumzutrampeln. Die Story dreht sich um das organisierte Verbrechen und seine Ausbreitung. Wirklich gut gefallen hat mir die Tatsache, daß das Milieu griechischer Einwanderer brilliant getroffen ist und sehr lebensnah wirkt. Das liegt sicher auch daran, daß der Autor großenteils auf die Erfahrungen seines Vaters zurückgreift, der aus Griechenland in die Vereinigten Staaten auswanderte. Der Gangsterroman dreht sich hauptsächlich um Glücksspiel, Gangs und die Verbindung von Syndikaten untereinander. Die Sprache von Pelecanos ist angenehm trocken und einfach. Der Roman bietet gute solide Unterhaltung all jenen, die dieses spezielle Art von Krimi mögen. Wer allerdings auf starke Frauenfiguren hofft, wird enttäuscht werden, aber das liegt ja in der Natur des organisierten Verbrechens. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)