Die Geschichte wird kurz skizziert, dann kommen die vielen Teile des großen Ruhrgebiets dran vom südlichen eigentlichen Ruhrgebiet bis zum Ruhr-Emscher-Raum von West nach Ost bis hin zu den nördlichen Fransen des Potts. Dabei gibt es (zum Glück) nicht nur Kohleromantik und Zechenkiekerei. Das Gebiet war bereits vorher Kulturraum, etwa Essen mit seinem reichen Stift oder die Reichsstädte wie Duisburg oder Dortmund.
Ein Dumont in diesem Format ist immer eine reichliche Fundgrube für eine nähere Erforschung, so auch hier. Dabei ist es nicht ganz der alt-traditionelle Bildungsbürger-Dumont, sondern es dürfen zu Ehren der Ruhr auch bunte Bilder auftauchen, und es ist schon eher locker, gefällig gesetzt statt intensiver Bleiwüste. Das heißt auch: dicker als nötig, eher zum Vor- und Nachbereiten als zum Mitschleppen. Die Neuauflage ist eine gute Idee, so dynamisch das Ruhrgebiet ist. Glückauf!