Man könnte es kurz machen: Die Texte sind informtaiv und sehr gut lesbar. Die wenigen Bilder sind gut. Man erhält einen Eindruck der "Denkmäler", die man noch nicht kennt und kann so manches neue entdecken.
Nebenbei erhält man einen schönen Reiseführer zu den deutschen Stätten des Weltkulturerbes, die alle vertreten sind. Auch die Einführung ist eine Erwähnung wert. Hier wird auf wenigen Seiten eine Architekturgeschichte von der Antike bis zur Moderne entworfen. Und das angesichts der Kürze gar nicht schlecht! Über so manche Floskel ("Die Abkehr vom Historismus leitet der Jugendstil ein.") mag man dabei hinwegsehen.
Man könnte es auch ausführlich machen und über das Konzept des Buches diskutieren. Das Buch unternimmt den Versuch, die 100 wichtigsten Kulturdenkmäler (die allesamt Baudenkmäler sind), zu beschreiben. Die Autoren weisen gleich zu Beginn hin auf die Schwierigkeiten solch einer Auswahl. Das wohl jeder Leser den ein oder anderen "Lieblingsbau" vermissen wird, ist hier nicht das Problem. So könnte man lange über die richtige Auswahl streiten...
Aber grundsätzlich scheint die Auswahl nicht immer ausgewogen. Die Zahl der mittelalterlichen Dome, Kirchen und Klöster ist immens. Demgegenüber steht kaum eine "authentische" Burg oder Stadtmauer. (Zumindest die Veste Coburg, Burg Trausnitz oder Burghausen hätte ich erwartet.)
Des weiteren erweckt solche eine Auswahl den Anschein als gäbe es lauter weiße Flecken auf der deutschen Kulturlandkarte. Zwischen Bremen und Kassel, Münster und Hildesheim gibt es nichts. (Dabei liegen hier Soest, Paderborn, Hameln, Corvey)
Wer sich über die Auswahl nicht weiter ärgert und die Liste nicht so ernst nimmt ("Die 100 wichtigsten Kulturdenkmäler" klingt allzu großspurig... "Reiseführer zu 100 wichtigen Baudenkmälern" hätts ja vielleicht auch getan...), der bekommt ein gut gemachtes und lesenswertes Buch!