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Produktinformation
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Informativ und -- vor allem, wie man es bei einer Publikation dieser Art erwartet -- reichhaltig illustriert führt der Band durch die künstlerischen Leistungen von Rom und Griechenland, erläutert das Verhältnis von Kunst, Kirche und Staat im Mittelalter und veranschaulicht die Entwicklung bis hin zur Moderne und (wenn auch zaghafter) zur Postmoderne. Überblicksartikel gewähren einen leichten Erstzugang, 350 Bilddoppelseiten widmen sich speziellen Einzelthemen, 2.000 Stichwörter und Verweise geben vernetzte Zusatzinformationen. Zusammenhänge zwischen Kultur, Religion und Gesellschaft werden so allgemein verständlich gemacht.
Mit dem Kunstgeschichtsprofessor Martin Kemp (Der Blick hinter die Bilder) konnte ein kompetenter Kenner verschiedenster Epochen gewonnen werden, der die einzelnen Beiträge seines internationalen Fachgremiums (darunter Koryphäen wie Willibald Sauerländer, Pierre Rosenberg oder Salvatore Setis) klug zu bündeln wusste. So ist die Dumont Geschichte der Kunst ein Buch von Könnern über die Könner der bildenden Kunst geworden. Der Versuch, Kunstgeschichte für ein breites Publikum aufzubereiten, ist hier bestens geglückt. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Eine Geschichte der Kunst auf gerade mal 560 Seiten? Als ich dieses imposante Buch mit dem blauen Hochglanz-Cover mit goldenen Buchstaben und den Botticelli-Figuren in meinen Händen hielt, kamen mir die ersten Zweifel. Sicherlich wieder die alten überholten Begriffe wie „Barock" mit ihren Klischees, die da wieder mal zu Papier gebracht worden sind.
Doch der Herausgeber Martin Kemp und 50 weitere Fachautoren bemühen sich dem großen Publikum einen möglichst klischeefreien Überblick über den Stand der Forschung zu geben, die Schubladen mit den alten Stiletiketten sollen nach Möglichkeiten entrümpelt werden.
Die Autoren haben sich auf fünf historische Kapitel geeinigt. Im ersten wird die Antike bis zu der Eroberung Roms von 600 v.Chr. bis 410 n. Chr. behandelt. Über die Grundlagen der griechischen Skulptur und Malerei gelangt man zur römischen Kunst mit seiner Malerei und Mosaikkunst, die einst die römischen Bauten der Antike prachtvoll schmückten. Zum Ende des ersten Kapitels werden die antiken Paradigmen bis in die Regierungszeit Mussolinis erwähnt.
Das Mittelalter, damit befasst sich das zweite Kapitel. Hier wird über das Verhältnis der christlichen Kunst zu Kirche und Staat. Das Kapitel schließt mit der Plünderung Roms im Jahre 1527 durch die deutschen Landsknechte. Dieses Ereignis steht für eine der größten Krisen der religiösen Kunst.
Im dritten Kapitel verlassen die Autoren die ewige Stadt Rom und wenden sich der Kunst der Nationen bis zum Jahre 1770 zu, um dann im vorletzten vierten Abschnitt die Kunst der Revolutionen anzusprechen. Der letzte Teil schließt mit der Moderne seit 1914 ab und bezieht zugleich die Kunst aus Indien, Afrika und Lateinamerika mit ein.
Nicht nur die Anzahl der Unterkapitel wie zum Beispiel „Design und Industrie" oder „Bilder und ihr Publikum" machen den breiten Horizont der dem Publikum eröffnet wird aus, es sind die rund 730 gut ausgewählte Abbildungen und vor allem auch zusätzlichen Informationen über Arbeitstechniken beim Fresko, bei der Druckgrafik und Pastellmalerei, die das Gesamte informativ abrunden.
Die kenntnisreichen Texte konzentrieren sich aufs Wesentliche. Ein weiterer Einwand mag sein, dass die Architektur zu kurz kommt, doch dies ist eine Wissenschaft für sich und würde sicherlich in einem eigenen Band behandelt werden müssen.
Ein wirklich tolles Geschenk für Kunstfreunde und Interessierte. Und in dieser Ausgabe ein Schmuckstück für jedes Bücherregal.
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