Als Fan von Susan Andersen war ich echt enttäuscht. Das Buch hat einen Unterhaltungswert wie die Widergabe eines Tagesablaufs einer Hausfrau in Romanform. Aunnie flüchtet vor ihrem Exmann, der sie schwer misshandelt hatte. Sie zieht in ein Mietshaus, in dem Jimmy (langhaariger obermuskelbepackter Neandertaler) sowie Otis und Lola (befreundetes Ehepaar von Jimmy)wohnen.Die Geschichte plätschert nur so seicht vor sich hin. Immer und immer wieder wird beschrieben wie schöööön sie doch ist und so zart von der Figur sowie elegant blaß.Das sie immer nur als schöner Anhang und nicht als Mensch mit Intelligenz wargenommen wurde.Tja, und Jimmy, der total unfreundlich zu ihr ist, verknallt sich natürlich in sie. Allerdings wie die beiden umeinander herumscharwenzeln, völlig unerotisch, man baut kein Verständnis für sie auf, weil sie farblos bleiben.Aunnie braucht z.Bsp. Hilfe, weil ihre Lampe nicht mehr brennt. Also holt die Superschönheit Hilfe beim Nachbarn.Und, waoran lag es??? Richtig, die Glühbirne war nur kaputt...hiiilfe, wie dämlich sie ist (allerdings wird immer wieder darauf hingewiesen, das sie ja eigentlich intelligent ist). Soviel dazu.Dann schildert die Autorin unentwegt belanglose Situationen, um das Buch zu strecken z.Bsp.: Jimmy ging in seine Wohnung, zog sich aus, duschte, wusch seine langen Haare, machte sich einen Pferdeschwanz usw. usw. Es wird beschrieben, was das befreundete Ehepaar für eine Adoption benötigt und wovon die abhängig ist. Als das adoptierte Baby paar Seiten später da ist, ergeht die Autorin sich in in Belanglosigkeiten wie das Baby eine Schnute zieht, Jimmy den Popo sauberwischt, die Windel anlegt...Ist das unterhaltsam? Da find ich mein Hausfrauenleben doch echt spannender. Naja, und der Showdown zum Schluss? War nicht wirklich spannend, denn auch das wurde mit zuviel Gesülze um ihre Gedanken beschrieben. Hätte ich nicht gedacht, das Susan Andersen so einen belanglosen Roman schreibt. Von diesem Buch bin ich wirklich enttäuscht, und empfehle es auf keinen Fall weiter. Einen Stern muss man ja vergeben.