Michael Shipman, 20 Jahre alt, erwacht in einem Krankenhaus und ihm fehlen in seiner Erinnerung zwei Wochen. Aber an eines kann er sich erinnern: er ist auf der Flucht. Er flieht vor gesichtslosen Menschen, die ihn beobachten, verfolgen.
Michael hat außerdem eine extreme Angst vor elektrischen und elektronischen Geräten. Seien es Fernseher, Handys oder Computer. Alle diese Dinge schrecken ihn ab, er kann ihnen nicht zu nahe kommen. Er sagt, die 'Gesichtslosen' benutzen diese Geräte um ihn zu überwachen, kontrollieren und zu 'orten' und wenn er diesen Gegenständen zu nahe kommt, verursachen sie ausserdem plötzliche, stark auftretende Kopfschmerzen.
Als er im Krankenhaus diese Dinge anspricht und dann auch noch handgreiflich wird, weil er unbedingt das Krankenhaus verlassen will geschieht das Unausweichliche. Die Ärzte erklären Michael Shipman für verrückt und er wird in die psychiatrische Klinik Powell eingewiesen. Dort wird er unter starke Medikamente gestellt, die ihn von der gestellten Diagnose heilen sollen: Schizophrenie.
Doch für Michael sind diese Männer und Frauen ohne Gesichter real, sie tauchen sogar in der Klinik auf. Wie soll er die Ärzte überzeugen, dass er Recht hat mit seiner Verschwörungstheorie?
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Als großer Fan der Serienkiller Trilogie um John Cleaver, den Dämonenjäger, konnte ich es nicht abwarten den neuen Dan Wells endlich in den Händen zu halten.
Dieser Roman schließt sich optisch mit seinem geprägten Cover und dem absolut ausgefallenen 'Rough Cut' zwar den drei Vorgängern an, hat von der Handlung allerdings überhaupt nichts damit zu tun.
Dan Wells hat einen Roman geschrieben, der nicht einmal in kleinen Anspielungen mit den Serienkiller-Romanen verknüft ist. Er hat wieder einmal einen Pageturner geschaffen und ich hatte das Buch in nicht einmal zwei Tagen durchgelesen. Das liegt zum einen am den flüssigen, rasanten Schreibstil den Dan Wells anwendet und zum anderen daran, dass die Buchseiten nicht viel Text beinhalten und ausserdem durch den 'Rough Cut' extrem dick sind.
Die Handlung hat mir gefallen, der Protagonist ist mir sympathisch. Sehr gut hat Wells den inneren Kampf mit der eigenen Krankheit, den Wahnvorstellungen, Halluzinationen und Ängsten Michaels beschrieben. Wie er sich damit auseinandersetzt, was wahr ist, was eingebildet; ob er nun krank ist oder nicht. All dies ist sehr gut geschrieben und absolut nachvollziehbar.
Parallel gibt es einen zweiten Nebenstrang, in dem ein Killer gesucht wird, der anscheinend mit der Verschwörungstheorie von Michael zu tun hat. Ist Michael nun selber der Mörder? Die Handlung hat mir gefallen und ich habe das Buch mal wieder 'gefressen'.
Allerdings kommt Dan Wells mit diesem neuen Roman für mich nicht an den Dreiteiler um John Cleaver heran. Er hat etwas anderes versucht, wollte nicht an 'altes' anknüpfen und die Idee gefiel mir auch und war auch gut umgesetzt, dennoch.
Das Ende hat mich ein wenig enttäuscht. Ich mochte die 'Fantasy' Elemente in den Thriller Handlungen bei Dan Wells sehr, doch hier hat der Autor am Schluß eine Aufklärung geliefert, die ich als sehr seltsam empfand. Wenn hier überhaupt andere Elemente einfließen, dann Science Fiction, aber auch das kann ich nicht mit Überzeugung sagen. Was das war, ich weiss es eigentlich selber nicht so genau. Ich fand es zumindest eher flach als Abschluß.
Mein Fazit: 4 von 5 Sternen für den neuen Dan Wells. Wieder spannend und schnell zu lesen. Ein Pageturner mit guten Elementen und einem interessanten Charakter des Protagonisten, so irre er auch ist (oder doch nicht?) '. aber an 'Ich bin kein Serienkiller', 'Mr. Monster' und 'Ich will dich nicht töten' kommt er für mich definitiv leider nicht heran.
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