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Du stirbst nicht: Roman
 
 
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Du stirbst nicht: Roman [Taschenbuch]

Kathrin Schmidt
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: btb Verlag (8. Dezember 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442741130
  • ISBN-13: 978-3442741137
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 81.479 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein großer Roman über Krankheit, Sprache und Identität." (Literaturen )

»'Du stirbst nicht' ist ein Buch über das, was einen Menschen ausmacht. Was ihn treibt und was ihn hält.« (Frankfurter Rundschau )

»Kathrin Schmidt ist ein aufregendes Buch gelungen, ohne rührseligen Ton, und doch berührend. Sie geht bis an die Grenzen des Erträglichen - mit einer stark-zarten Frauenfigur, wie sie selten vorkommt.« (Sächsische Zeitung )

Kurzbeschreibung

Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis

Helene Wesendahl weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie findet sich im Krankenhaus wieder, ohne Kontrolle über ihren Körper, sprachlos, mit Erinnerungslücken. Ihr Weg zurück ins Leben konfrontiert sie mit einer fremden Frau, die doch einmal sie selbst war, einer Ehe, die kurz vor dem Ende stand, und Kindern, die schon eigene Wege gehen wollten und nun bestürzt innehalten. Ein Erinnerungsroman ganz eigener Art, der durch seine innere Dynamik fesselt und vor allem durch die bewegende Schilderung eines sprachlichen Neubeginns überzeugt.


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das Ende als Beginn 26. Januar 2011
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Beinahe hätte ich mich durch die sehr unterschiedlichen Rezensionen davon abhalten lassen, den Gewinnerroman des Deutschen Buchpreises 2009 "Du stirbst nicht" von Kathrin Schmidt zu lesen. Immerhin war Schmidt damit Nachfolgerin von Uwe Tellkamp mit seinem epochal genannten Werk "Der Turm". Aber ich hielt mir vor Augen, dass eine im Durchschnitt mittelmäßige Bewertung mit vielen Ausreißern nach oben und unten schon häufiger bei mir zu mehr Lesefreude führte als einhellig-mittelmäßige Urteile. Bemerkenswert ist, dass auch "Der Turm" in den Rezensionen zu einer Spaltung der Urteile führte. Ich kann mir das nur so erklären, dass durch den Umstand der Verleihung des Deutschen Buchpreises, mittlerweile der bekanntesten und ganz sicher am besten vermarkteten deutschen Literaturauszeichnung Leserinnen und Leser einen solchen Roman zur Hand nehmen, die normalerweise mit dieser Art von Literatur nicht zwangsläufig in Berührung kommen.

Der Roman ist stark autobiographisch geprägt. Und das nicht versteckt, sondern ganz offen. Die Hauptfigur im Buch, Helene Wesendahl, eine früher als Psychologin tätige Autorin, gleicht in ihrem Lebenslauf der Autorin bis in Details, soweit ich das beurteilen kann. Sogar die Kinderzahl - fünf - ist identisch, ebenso das Geborenwerden und Aufwachsen in der DDR oder der spätere Umzug nach Berlin.

Sie, die Protagonistin, erlitt einen Hirnschlag und Schmidt beschreibt den Lebensabschnitt nach dem Erwachen aus dem Koma, mit der Rückeroberung körperlicher Fähigkeiten und vor allem der Wiedergewinnung der Erinnerung an und damit des eigenen Lebens. Dabei stößt Helene auf Umstände, die so gar nicht zur aktuellen Situation passen, in der sich ihr Mann aufopferungsvoll um sie und besonders um die Familie zu Hause kümmert. Erst langsam wird ihr bewusst, dass die Ehe vor dem Aus stand und wie es zu diesem Aus kam.

Kathrin Schmidts Sprache zeichnet sich durch die vielfache Verwendung von Wortspielen ebenso aus wie durch die Fähigkeit, Alltagssprache und Denken in kurzen Dialogen und Gedankengängen festzuhalten. Auch ohne handlungsgeladenen Spannungsverlauf gelingt es Schmidt, eine aufregende Atmosphäre zu schaffen, die gleichzeitig stark berührt.

Im Gegensatz zu Tellkamps "Der Turm", einem mächtigen, eintausend Seiten starken, dem Leser alles abverlangenden Zeitengemälde, einem Bildungs- und Wenderoman, ist "Du stirbst nicht" ein sehr persönliches Buch, das weitestgehend das anfangs lädierte und sich langsam wieder neu zusammensetzende Denken und vor allem auch Fühlen der Hauptfigur umfasst. Vielleicht ist der Roman eher ein Frauen- als ein Männerbuch, mag sein. Fraglos ist der Roman jedoch für alle, die in einem Buch nicht die Ablenkung von ihrem eignen Alltag, von ihrem Denken durch große Geschichten, fremde Länder, Zeiten und Sitten oder spannungsgeladene Kriminalfälle suchen, ein großer Gewinn.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Anke Przybilla VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
"Du stirbst nicht, sagt er ruhig." - So endet Kathrin Schmidts Roman, welches gleichzeitig den Anfang des Buches wieder aufgreift. Helene wacht aus einem Koma auf und hat Schwierigkeiten ihre Gedanken zu sortieren, alles ganz durcheinander und nicht zusammen passend.

Was ist mir ihr geschehen? Wie lange liegt sie schon hier - im Krankenhaus? Immerhin weiß sie noch, wer sie ist. Worte wollen aber noch nicht aus ihr heraus kommen. Alles stolpert vor sich hin. Arme und Beine lassen sich nicht gezielt bewegen und wer alles zu ihr kommt, kann sie noch nicht einordnen.

Helene leidet an Aphasie aufgrund eines Hirnschlags. Aber langsam und allmählich kommen ihre Erinnerungen und ihr Sprachvermögen wieder. Oft noch für Außenstehende schwierig zu verstehen, aber schrittweise besser.

Und mit den Erinnerungen erobert sich Helene ihr altes Leben zurück. Dabei stößt sie auf Ungereimtheiten: warum kümmert sich ihr Mann Matthes so rührend um sie, obwohl ihre Ehe kurz vor dem Aus stand vor der Krankheit? Wer war Viola, genannt Maljutka Malysch, die sich erst spät in Ihrer Erinnerung manifestiert. Und warum besucht sie Viola nicht, zu der sie sich mehr als hingezogen fühlte?

Dieser Roman ist autobiographisch geprägt. Schmidt versucht Helenes Kampf zurück ins Leben mit stakkatoartigen Sätzen zu erzählen, die sich kunstvoll verwirren und Worte manchmal außer Kontrolle geraten lassen. Der Versuch, den Wirrwarr im Kopf zu beschreiben, indem der Wirrwarr in die Sprache findet, ist gewagt und auch nur teilweise gelungen. Oft waren mir die Wortkonstrukte zu konstruiert.

Hinzu kam die Aufarbeitung von DDR-Vergangenheit, immer wieder eingestreut - wie war es damals und was haben wir heute. Nicht wertend, aber den Lesefluss oft störend. Zuviel des Guten erst recht, wenn noch weitere philiosphische Einstreuungen über die Lage der Nation, der Umwelt und der Welt im Ganzen Einzug halten.

Wieder einmal ein Preisträger des Deutschen Buchpreises, der mich nicht vollständig überzeugen konnte. Gute Ansätze, aber leider auch gekünstelt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Anstrengend 16. Januar 2012
Von Stephi
Format:Taschenbuch
Dieses Buch entspricht nicht dem, was ich mir davon versprochen habe. Ich war während der Lektüre hin und hergerissen, ob ich die Sprache besonders klug oder besonders bescheuert finden soll. Schnell einig mit mir war ich hingegegen bei Formulierungen wie: "Lottchen zerrt, Mareile zickt, Bill zündelt, Bengt zetert, Lissy zärtelt, Jürgen zerredet, Ernestine zählt sie alle. (...) Matthes zensiert. Sie zuckt." - Ich lerne lesen???? Und "Gehäcker, Gemecker, Gekäcker" - Oh bitte!
Die Protagonistin und ihre Familienstruktur ist in vielerlei Hinsicht so ostdeutsch, dass ich mir meiner übelsten Wessi-Vorurteile bewusst werde. Das nervt. Und die Liebesgeschichte mit dem Transgender-Mann, der dann auch noch "Maljutka" heißen muss, hat es mir auch nicht gerade leichter gemacht.
Fazit: Interessant und spannend war es "irgendwie schon". Ich habe aber schon deutlich Eleganteres gelesen.
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