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Du fehlst [Gebundene Ausgabe]

Joyce Carol Oates , Silvia Morawetz
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 488 Seiten
  • Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 1 (März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 310054014X
  • ISBN-13: 978-3100540140
  • Originaltitel: Missing Mom
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 148.153 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joyce Carol Oates
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ihre Gefühle der Mutter gegenüber waren gemischt, doch ihr plötzlicher Tod trifft Nikki tief: in ihrem sehr persönlichen Roman zeichnet Joyce Carol Oates ein ergreifendes Porträt einer trauernden Tochter und beschreibt auf packende und emotionale Weise, was es bedeutet, die Mutter zu verlieren.Als Nikki Eaton, Anfang dreißig, unabhängig und eigenwillig, endlich ihr schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter klären will, wird diese Opfer eines Raubüberfalls. Wäre Nikki zehn Minuten eher bei ihrer Mutter eingetroffen, hätte sie deren Tod vielleicht noch verhindern können. Jetzt muss sie sich mit dem plötzlichen Tod ihrer Mutter Gwen auseinandersetzen. Bisher hatte sie diese pflichtschuldig an Feiertagen besucht, immer auf der Hut vor deren Einmischung in ihr Leben. Nun trifft sie der Kummer um Gwens Tod unerwartet und heftig. Engagiert und spannend beschreibt Joyce Carol Oates das Spektrum der Veränderungen und verwirrenden Gefühle in Nikkis Trauerjahr: Lähmung, Wut, Sorge und auch Erkenntnis. Mit Du fehlst hat Oates einen Pageturner geschaffen, ein großartiges Buch.

Über den Autor

Joyce C. Oates, geb. 1938 in Lockport (NY), zählt zu den bedeutendsten amerikanischen Autorinnen der Gegenwart. Für ihre zahlreichen Romane und Erzählungen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem National Book Award. Joyce C. Oates lebt in Princeton, New Jersey, wo sie Literatur unterrichtet.Silvia Morawetz, geb. 1954 in Gera, studierte Anglistik, Amerikanistik und Germanistik und ist die Übersetzerin von u.a. Janice Galloway, James Kelman, Hilary Mantel, Joyce Carol Oates und Anne Sexton. Sie erhielt Stipendien des Deutschen Übersetzerfonds, des Landes Baden-Württemberg und des Landes Niedersachsen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
71 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch für Töchter 20. Mai 2008
Von gigunelsa VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch spricht vermutlich hauptsächlich Töchter, und natürlich auch Mütter an. Nikki, die jüngste Tochter von Gwen Eaton, immer das schwarze Schaf in der Familie in ihrer etwas schrillen Art, findet ihre Mutter eines Tages in ihrem Blut, ermordet auf.
Sie erzählt dann sehr berührend in der Ich-Form die ganze Familiengeschichte, rückblickend, auch gegenwärtig, beginnend mit dem Muttertag ein paar Tage vor dem schlimmen Ereignis. Ihr Verhältnis zur älteren, bürgerlich lebenden Schwester Clare, aber auch zu den verstorbenen Eltern wird sehr gut herausgearbeitet. Alles natürlich auf amerikanische bzw. kanadische Verhältnisse abgestimmt.
Überhaupt wird sich so manche erwachsene Tochter darin wieder erkennen, man erinnert sich an die Eigenarten und Sprüche von Mom, an gute wie an weniger gute Eigenschaften.
Das Haus muss ausgeräumt u. verkauft werden, eine tief emotionale Arbeit für die beiden Schwestern, bei denen sie keine fremde Hilfe wollen: Mutters Sachen sollen keine Fremden anfassen...
Es gibt dann einige überraschende Tatsachen, die die Töchter noch von ihrer Mom erfahren.
Obwohl er mit einem Verbrechen beginnt, ist es kein Kriminalroman, zwar wird an der Aufklärung des Mordes gearbeitet, das ist aber nicht die Hauptsache in der Geschichte.
Ein Buch, das man nicht weglegen möchte, nicht, weil es so spannend ist, sondern weil man sich darin spiegeln kann, und bei aller Tragik manchmal in Selbsterkenntnis lächeln muss.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Joyce Carol Oates hat in diesem Jahr ihren siebzigsten Geburtstag gefeiert, passionierte Leser haben ihr Werk seit Jahren begleitet. Bei dem umfangreichen Schriftwerk fragt man sich wann diese Schriftstellerin etwas anders macht als Schreiben? Oates, die auch unter den Pseudonymen Rosamond Smith und Laura Kelly publiziert, hat bisher über 300 Erzählungen und weit mehr als 50 Romane, vereinzelt auch Jugendbücher, Novellen, Dramen, Essays und Gedichtsammlungen veröffentlicht und erhielt zahlreiche Preise, darunter mehrmals den begehrten Pulitzer Preis. Sie gehört zu den renommiertesten amerikanischen Gegenwartsautorinnen und sie wird immer besser. "Du fehlst" wurde von Silvia Morawetz übersetzt.

Die Protagonistin, eine skurrile Journalistin, Anfang dreißig heißt Nikki Eaton. Sie hat ein Verhältnis mit einem verheirateten Mann, während das Leben bei ihrer Schwester Claire in recht geordneten Bahnen verläuft. Nikkis Liaison gefällt weder der Schwester noch ihrer Mutter Gwen. Claire findet, dass Nikki ihr Leben mit ihrer gewollten Unabhängigkeit und unverständlichen Eigenwilligkeit leichtsinnig vertut. Das Buch beginnt mit dem Muttertag, an dem Nikki wieder einmal pflichtschuldig ihre Mutter Gwen besucht. Die verwitwete Frau hat Leute aus den unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten eingeladen und die beiden Töchter merken, dass die Mutter ein Leben führt, von dem sie bisher nichts gewusst haben. Nikki ist bedacht, dass sich auch die Mutter nicht in ihr Leben einmischt.

Als Nikki sich eines Tages, außerplanmäßig auf den Weg macht, um das angekratzte Verhältnis zu ihrer Mutter wieder ins Lot zu bringen, wird sie Opfer eines Raubüberfalls. Aus diesem Grund kommt sie mit Verzögerung bei ihrer Mutter an und findet sie nur noch tot vor. Wäre sie früher eingetroffen, hätte sie den Tod vielleicht noch verhindern können, denn so viel sei verraten, die Mutter wurde ermordet. Es ist kein Krimi, da man sofort weiß, wer der vermutliche Täter ist. Nikki trifft der Tod der Mutter unerwartet und mit voller Wucht. Alles erfährt von zu Minute zu Minute einen nicht vorgesehenen Wandel. Joyce Oates beschreibt mit viel Einfühlungsvermögen all das, was sich nun verändert hat, nicht nur für die beiden Töchter, sondern auch in der Nachbarschaft. Wie werden die Hinterbliebenen mit der Tatsache fertig, dass ihre Mutter, ohne krank gewesen zu sein, ohne Abschied genommen zu haben, so plötzlich von ihnen gegangen ist?

Die Schwestern empfinden Wut und Trauer. Ihr Leben hat sich durch den Tod dramatisch verändert, nichts ist plötzlich mehr wie es war. Nikkis Verhältnis zu ihrem Freund ist davon genau so betroffen, wie Claire ihre Ehegemeinschaft. Während Claire möchte, dass das Haus der Mutter verkauft wird, kann Nikki nicht so schnell von der Umgebung und den Dingen der geliebten Mutter Abschied nehmen. Ihre Gefühle sind aus der Fassung geraten, sie zieht während des Trauerjahrs in das Haus der Mutter. Sehr unterhaltsam und bedächtig beschreibt Oates im Folgenden wie Nikki , nachdem sich die erste Lähmung gelegt hat, neugierig in die Schränke ihrer Mutter schaut, ihre Kleider liebevoll berührt, Briefe liest, Photos ansieht. Sie findet Brotbackrezepte und erfährt, dass ihre Mutter immer Brote für die Nachbarschaft gebacken hat. In dem sie sich immer mehr in das Leben ihrer ermordeten Mutter vertieft, nimmt sie Tag für Tag erneut Abschied und kommt schließlich zu der Erkenntnis, dass es in dem Leben ihrer Mutter, die ihre beiden Mädchen so geliebt hat, vieles gab, was sie nicht gewusst, geschweige denn geahnt hat.

Ein glänzend erzählter, spannender Unterhaltungsroman in einer einfühlsamen Sprache. Das Faszinosum ist, das die Autorin den Abschied der Hinterbliebenen, das erste Jahre in dem die "Mutter fehlte", mit einer extremen somnambulen Klarsichtigkeit und engagierten fiebrigen Empfindsamkeit beschreibt, als wäre sie selbst Teil der Geschichte. Die vielen Reflexionsebenen tragen dazu bei, dass es ein Roman ist, der auch in der Lage ist, unterschiedlichste Leseinteressen zu bedienen. Große Unterhaltungsliteratur.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schreib mal wieder 14. August 2008
Von F. Martin
Format:Gebundene Ausgabe
Joyce Carol Oates feierte am 16. Juni 2008 ihren 70. Geburtstag - und schreibt emsig wie am Fließband. Über 100 Kurzgeschichten, rund 60 Romane, zahllose Essays, Theaterstücke, Drehbücher, Erzählungen, Kritiken und sogar Ausätze wissenschaftlichen Inhaltes hat die US-amerikanische Autorin schon publiziert. Die in Princeton auch als Professorin für kreatives Schreiben lehrende Autorin, selbst begeisterte Leserin, bekennt: "Leben heißt für mich arbeiten". Da sie nach eigenen Angaben nur sechs Stunden Schlaf pro Tag benötigt, verbleibt ihr viel Zeit zum Schreiben, Lesen und Lehren - ein Leben für die Literatur.

Allein die schiere Masse ihrer Romanveröffentlichungen freilich sagt noch wenig aus über die Qualität ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Ihr auffälliges Faible für die epische Breite und ein mitunter allzu wortreiches Geschwätz vereiteln bisweilen restlos ungetrübte Lesevergnügen. Ihren bekennenden Vorbildern Thomas Mann und James Joyce sehr nahe, liebt Oates die akribische Beschreibung auch unbedeutender Handlungsdetails - ein Tick der Autorin, der den Leser der ermüdenden Umständlichkeit wegen nicht immer glücklich macht.

Ihr Roman "Du fehlst" wurde von der bundesdeutschen Literaturkritik nur sehr verhalten aufgenommen. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (29.07.2008) will erkannt haben dass "das bewährte Tragödienschema, dass so viele Roman von Joyce Carol Oates trägt, in ihrem jüngsten Buch Schiffbruch erleidet" und "Du fehlst" gar zur "Schmonzette" verkommt. "Ein merkwürdig konstruierter Stil" und "viel zu viel fade Dialoge", in Summe das Heldenepos einer Provinz-Mom" befand die "taz" (29.03.2008). Die "Süddeutsche Zeitung" (07.07.2008) fand den Roman zwar immerhin noch "unterhaltsam". Aber der Text sei schon auch "verquasselt" und Joyce Carol Oates ganz sicher "nicht auf der Höhe ihres Könnens".

Auch "Du fehlst" beginnt, wie so häufig in Romanen von Oates, mit dem Einbruch von Gewalt in eine amerikanische Idylle. Die liebevolle Witwe Gwen Eaton, eine Seele von Mensch, wird brutal ermordet. Ein Drogenjunkie metzelt die "unheilbare Optimistin" und ausgeprägte Menschenfreundin brutal nieder. Deren Töchter Nikki und Clare sind ob der rohen Gewalt schockiert. Dabei hatte man doch noch vor wegen Tagen in so trauter, (tatsächlich natürlich verlogener) Runde eine tolle Muttertagsparty mit Gwen als eifrigen Mittelpunkt gefeiert. Die polizeilichen Ermittlungen und der Täter, welcher dann auch schnell dingfest gemacht wird, steht bei Oates nicht im Vordergrund. Sie widmet sich den Angehörigen des Opfers. Die Schwestern Nikki (punkige Klatschjournalistin) und Clare (biedere Hausfrau) stehen im Fokus. Deren Emotionen, Konflikte, Liebeleien, Sorgen und Nöte, Schlachten und Kämpfe gegen Gott und die Welt werden in allen Einzelheiten von Oates seziert.

Der Roman kann zwar tatsächlich über weite Teile nicht vollkommen begeistern. Allein schon deswegen nicht, weil der ansonsten so gerühmte Tiefsinn der Autorin nahezu komplett fehlt, die Gesamtkonstruktion nicht vollends überzeugt und der Text etwas allzu glatt geraten ist. Aber dass "Du fehlst" im Ergebnis trotzdem noch sehr gut unterhält, wenngleich auf literarisch seichteren Niveau, spricht doch für die Autorin - und Oates hat ja in der Vergangenheit schon mehrfach eindrucksvoll bewiesen, dass sie auch noch viel besser schreiben kann. Die Leser können also beruhigt aufatmen und sich freuen. In den nächsten Jahren wird Joyce Carol Oates sicher noch sehr, sehr viele Romane schreiben. Darauf ist Verlass - die gute Frau schläft ja kaum und hat viel Zeit.
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Posthume Annäherung einer Tochter an ihre Mutter...
Die Ich-Erzählerin Nikki, eine Journalistin knapp über dreißig, mit einem noch verheiratetem etwas älteren Mann liiert, ist das schwarze Schaf der Familie und... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Kiepura veröffentlicht
Spannungsfrei
Ein Buch, das zum Mitfühlen anregt und auch zum Überdenken unseres eigenen Verhältnisses zu unserer Mutter. Was wären wir denn ohne sie? Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von -t- veröffentlicht
Eine Reifeprüfung
Nikki war der Rebell der Familie. Schon früh hat sie ihr kleinbürgerliches Elternhaus in einem US-Provinznest verlassen, um als Journalistin auf eigenen Beinen zu stehen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von palefinger veröffentlicht
Ein Weihnachtsgeschenk.....
Der Artikel war gut verpackt und kam super schnell bei mir an. Über den Inhalt des Buches kann ich leider nichts sagen, da es ein Geschenk war.
Vor 16 Monaten von spider1961 veröffentlicht
spannende Gefühlswelten
Sehr gern habe ich diesen Roman gelesen, habe mich voll in den Erzählsog ziehen lassen und konnte ihn gegen Ende kaum weglegen, wollte wissen, wie es nun ausgeht. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Maria Conlan veröffentlicht
Meinungsänderung
Das Buch liest sich zwar leicht vom Stil her, hat aber Längen u. auch Ecken und Kanten, also es ist keine Nicholas-Spark-Sülze. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Andreas Wurmann veröffentlicht
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PRODUKT
Das Buch kommt als einige hundert Seiten starke Hardcover-Ausgabe mit bedrucktem Umschlag und Lesezeichenbändchen daher und bietet über den Inhalt... Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von J. Nolte veröffentlicht
anrührend - ergreifend und spritzig
Ein Buch über Mütter und Töchter. Am Anfang musste ich sehr lachen über die Darstellung der Beziehung zwischen Nikki und ihrer Mutter, doch dann hat mich das... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Mai 2009 von Carola Mert
Sympathie
Eigentlich habe ich mich während der gesamten Lektüre dieses recht voluminösen Buches gefragt, weshalb ich es lese. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Februar 2009 von Lu Latsch
Unheimlich Zäh ...
Ich habe mir aufgrund der Buchbeschreibung und der guten Rezensionen eindeutig mehr erwartet! Für mich ist das Buch unheimlich zäh zu lesen, ich finde die seitenweise... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Dezember 2008 von P. Bitschi
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