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Kaum ist Emily in ihr Haus eingezogen, bekommt sie wiederholt unheimliche anonyme Botschaften. Aber schlimmer noch: Als in ihrem Hof der Boden für einen Swimmingpool ausgehoben wird, wird die Leiche der vor vier Jahren spurlos verschwundenen Martha Lawrence gefunden; und ihre Hand umklammert den Fingerknochen von Madeline Shapely, die man aufgrund ihres Saphirringes identifizieren konnte. Beide Frauen waren an einem 7. September verschwunden -- allerdings liegen 105 Jahre zwischen diesen Ereignissen. Als Emily und die Polizei eine ähnliche Parallele zwischen zwei anderen vermissten Frauen entdecken und zudem feststellen, dass der entsprechende Jahrestag des Verschwindens eines anderen Mädchens kurz bevorsteht, drängt sich ihnen die Vermutung auf, dass ein sechster Mord in genau einer Woche verübt werden könnte. Aber von wem? Ist der heutige Serienmörder ein Nachahmer des Spring-Lake-Mörders der 1890er-Jahre? Oder gar dessen Reinkarnation?
Getrieben von Angst, Wut und erschreckenden kleinen Notizen vom Killer, beginnt Emily den Morden aktiv nachzugehen. Aber nicht einmal sie erkennt, wie viele Verdächtige es tatsächlich gibt: der im Ruhestand lebende Universitätsrektor, der erpresst wird sowie dessen ständig misslaunige Gattin; der bankrotte Gastwirt des Ortes mit seiner Schwäche für hübsche Blondinen; der nicht mehr ganz junge Kriminalbeamte, der stets den Finger am Puls der Verbrechen hat. Sogar Emilys Freund Eric, der Software-Manager, der sie zur Millionärin machte, und Nick, ihr neuer Kollege, scheinen immer wieder in verdächtig günstigen Momenten aufzutauchen.
Mary Higgins Clarks personelle Besetzung ist übermäßig groß; die Quantität geht dabei leider auf Kosten der Personenbeschreibungen, so dass alle Charaktere -- Emily eingeschlossen -- äußerst hölzern daherkommen. Andererseits waren es sicherlich nicht ihre Personenbeschreibungen, die die Autorin von nunmehr 24 Büchern regelmäßig in die Bestsellerlisten brachten. Die auf clevere Weise komplexe Handlung kommt ganz schön in Fahrt; die kleinen Hintergrunddetails sind auf dem neuesten Stand; und die Identität der beiden Mörder stellt sich als erfreuliche Überraschung heraus. Du entkommst mir nicht könnte man sehr wohl als Clarks besten Roman seit langer Zeit bezeichnen. --Barrie Trinkle -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Es stimmt auch, dass die Geschichte unheimlich viele Personen beinhaltet, was aber meiner Meinung nach mit ein bisschen Konzentration leicht zu lösen ist.
Und es stimmt auch, dass das Zusammenspiel zwischen dem Leben 100 Jahre vor den Mordfällen und der Gegenwart eine tolle Idee ist, sozusagen spielt sich die Handlung auf zwei verschiedenen Ebenen ab, die sehr reizvoll miteinander verknüpft sind, was dem dem Buch eine ganz besondere Dynamik gibt und es umso interessanter zu lesen macht.
3 Sterne also für absolute Spannung und Unterhaltungswert. Es war leider keine Zeit (oder kein Platz) die vielen involvierten Personen genau herauszuarbeiten, einige Beziehungen der Personen zu einander (Anwalt Vater und Sohn Todd zum Beispiel) werden wohl angerissen, aber meiner Meinung nach wäre da psychologisch mehr herauszuholen gewesen. Zumindest stelle ICH diesen Anspruch an einen wirklich guten Krimi, daher die nur mittelmässige Bewertung.
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