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Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht
 
 
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Du bist, was du schläfst: Was zwischen Wachen und Träumen alles geschieht [Gebundene Ausgabe]

Tobias Hürter
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Piper (September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054544
  • ISBN-13: 978-3492054546
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 90.662 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Tobias Hürters sorgfältig und teils im Selbstversuch recherchiertes Buch liefert eine Menge spannender und überraschender wissenschaftlicher Fakten zu einem Thema, das alle angeht. Sein Plädoyer: Wir brauchen eine neue Schlafkultur, die der zentralen Bedeutung dieses unbewussten Bewusstseinszustandes für unser Menschsein Rechnung trägt. Du bist, was du schläfst ist gute, unterhaltsame und zu keiner Zeit ermüdende Lektüre für passionierte Langschläfer, notorische Schlafmuffel, Schnarcher, Klarträumer und ganz gewöhnliche Normalschläfer gleichermaßen.« Deutschlandradio Kultur »Eine Bettlektüre der anderen Art« Kurier (Österreich) »Kenntnisreich stellt Hürter die verschiedenen wissenschaftlichen Pfade und auch so manche Irrwege vor.« Buchkultur »“Was geht in uns vor, wenn wir schlafen, und wie es uns gelingt, nachts eine eigene Welt für uns zu schaffen“ – davon handelt auf ebenso kurzweilige wie informative Weise dieses Buch, ein gut lesbares, populärwissenschaftliches Werk, das in seinem Aufbau der Dramaturgie der Nacht folgt. (…) und dabei Wissenswertes, in der Forschung durchaus kontrovers Diskutiertes über Träume und Alpträume, Bewußtsein und Erinnerung, Hirnfunktionen und Schlafphasen vermittelt.« ORF Ö1 Kontext »Eine gute Übersicht für alle, die mehr darüber wissen wollen, womit sie ein Gutteil ihrer Lebenszeit verbringen.« Gehrin & Geist

Kurzbeschreibung

Der passionierte Schläfer Tobias Hürter, der sich selbst ins Schlaflabor begeben hat, schreibt über mordende Schlafwandler, albtraumhaftes Schnarchen und über Träume, die schlau machen. Lange hat man geglaubt, dass Schlaf nur der Stand-by-Modus des Menschen sei – Stoffwechsel auf Sparflamme, Bewusstsein abgeschaltet. Doch die Forschung findet immer mehr Erstaunliches über das Phänomen Schlaf heraus: Im Land der Träume passiert jede Menge. Geist und Körper vollenden, was sie im Wachen begonnen haben: Unser Gehirn ist im Schlaf aktiver als im Wachen. Es sortiert und ordnet das tagsüber Erfahrene, fügt es zusammen und legt es im Gedächtnis ab. Im Traum spielt es sogar damit. Umso eigenartiger, dass Schlaf noch immer ein Imageproblem hat. Denn Schlafen ist keine Schwäche, sondern eine Fähigkeit!


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Dr. R. Manthey #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Aussage möchte man gerne glauben. Doch wenn man dieses Buch gelesen hat, wirkt nichts mehr, was man über den Schlaf zu wissen glaubte, wie eine sichere Erkenntnis. Noch vor ein paar Tagen hätte ich vermutet, dass man - wie der Durchschnittsmensch - vor Mitternacht ins Bett gehen sollte und dann nach sieben oder acht Stunden Ruhe auf einer in irgendeiner Weise gesunden Unterlage dem Ideal des naturbelassenen Schlafes Genüge getan hätte.

Nun jedoch weiß ich, dass die vorindustriellen Menschen ganz anders schliefen. Sie kannten einen ersten und einen zweiten Schlaf. Zunächst schliefen sie bis Mitternacht, erwachten, lagen dann zwei Stunden in meditativer Ruhe oder zeugten Nachkommen und setzen danach ihren Schlaf fort. Inzwischen ist auch zweifelsfrei bestätigt, dass dieser Rhythmus sich von alleine wieder einstellt, wenn man Menschen ihre Uhren abnimmt, sie isoliert und natürlichen Lichtverhältnissen aussetzt. Das verblüfft, zumal sich danach ein anderes Wachgefühl ergeben soll, das die Probanden vorher noch nie erlebt hatten.

Den Inhalt dieses Buches zu beschreiben, fällt schwer, denn dazu ist er einfach zu vielfältig und keineswegs so klar, wie man sich dies vielleicht vorher erhofft hatte. Ich hatte zunehmend den Eindruck, dass wir eigentlich fast nichts vom Schlaf wirklich sicher wissen. Und selbst das, was einst sicher erschien, wird auf einmal kontrovers diskutiert. Der Autor macht sich leider auch nicht die Mühe, uns wenigstens die Illusion eines irgendwie strukturierten Wissens zu vermitteln. Ganz im Gegenteil. Er gliedert sein Buch nach den Uhrzeiten der Nacht, was jedenfalls meine Verwirrung noch verstärkte.

Sein Werk beginnt um 21 Uhr mit der Dämmerung. Dann erzählt er uns, was in dieser Zeit so alles mit unserem Gehirn passiert, analysiert die Vorgänge und beschreibt, was man darüber weiß oder gerade zu wissen glaubt. Und diese Art der Darstellung setzt er dann bis zum frühen Morgen fort. Rein inhaltlich ist sein Text hochinteressant, wenngleich man irgendwie die praktische Botschaft vermisst. Darüber hinaus verfällt Hürter in die nervige Angewohnheit von Neurologen, uns immer wieder zu erklären, welche Gehirnregionen mit ihren überaus leicht zu merkenden Namen auf ihren Computerbildschirmen rot oder grün aufleuchten, wenn dies oder das in unserem Schädel passiert. Das interessiert wahrscheinlich nur die Wenigsten und soll möglicherweise verschleiern, dass mehr eigentlich auch nicht bekannt ist.

Wer also irgendwelche praktischen Erkenntnisse in Form von vernünftigen und wohltuenden Regeln für einen besseren Schlaf von diesem Buch und nach diesem Titel erwartet, wird sicher enttäuscht sein. Der Text gibt wohl eher das gegenwärtige und das inzwischen abgelöste, ehemals als sicher geltende Wissen über den Schlaf wieder und beschreibt dabei mehr die offenen Fragen als den sicheren Hafen der Erkenntnis. Lehrreich erschien mir dieses Buch jedoch allemal. Beispielsweise habe ich gelernt, dass der etwas verwirrende Zustand, in dem man träumt und genau weiß, dass man dies tut, nicht auf dem Weg zum Wahnsinn liegt, sondern normal und sehr nützlich ist und sogar bewusst erzeugt werden kann.

Fazit.
Ein hochinteressantes Buch über das, was die Forschung gegenwärtig über den Schlaf zu wissen glaubt. Leider ist es etwas unstrukturiert geschrieben. Mir fiel es im Nachhinein ungewöhnlich schwer, etwas im Text wiederzufinden, was ich vor einem Tag gelesen hatte. Das Buch orientiert sich an der Schlafforschung und vermittelt aus meiner Sicht keine oder nur sehr wenige praktisch umsetzbare Erkenntnisse.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Tobias Hürter ist ein wirkliches Erzähltalent. Und er hat sich ein unterschätztes Thema ausgesucht, das sich - durch viele gut recherchierte Wissenschafts-Geschichten - als hoch spannend erweist: Den Schlaf. Das beginnt schon bei der Frage, warum wir eigentlich schlafen: Wenn es allein nach dem Körper ginge, wäre das gar nicht notwendig, erfahren wir. Da würde nämlich eine simple Rastpause den selben Zweck erfüllen. Das belegen Experimente: Sogar nach fünf schlaflosen Tagen zeigen Versuchspersonen auf dem Laufband oder dem Fahrrad-Ergometer noch erstaunlich gute Leistungen. Im Kopf stehen sie allerdings schon am Rande des Wahnsinns. Schlafentzug wurde denn auch quer durch die Zeiten als Foltermaßnahme eingesetzt. Bereits im alten China galt dauerhafter Schlafentzug als besonders strenges und gefürchtetes Todesurteil. Und in dem von den USA betriebenen Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba wurde routinemäßig versucht, Häftlinge durch Schlafentzug vor Verhören zur Kooperation oder zu Geständnissen zu bewegen. 'Schlaf ist vor allem ein Bedürfnis des Gehirns', erklärt der Münchener Wissenschaftsautor, der mit seinem Buch eine aktuelle Bestandsaufnahme der internationalen Schlafforschung vorgelegt hat.
Und so ist die Suche nach den Geheimnissen des Schlafs zu einem guten Teil auch die Erforschung unseres wichtigsten Organes, des Gehirns. Das Denkorgan verbraucht ein Fünftel unseres Umsatzes an Energie und es ist im Schlaf mindestens genau so aktiv ist wie tagsüber während der Wachphase. Die Ressourcen, die dabei zur Verfügung stehen, sind unermesslich. 'Ein einziges Gehirn', schreibt Hürter, 'hat so viele neuronale Verbindungen, wie die gesamte Menschheit Haare auf dem Kopf.'
Hürters Reise durch die Nacht beantwortet viele Fragen, lässt ebenso viele offen - weil zahlreiche Geheimnisse des Schlafes eben noch nicht ausreichend geklärt sind - und behandelt auch komische Randthemen wie etwa die Frage, warum wir gähnen - so wie fast alle Tiere. Aber ausgerechnet die Giraffen nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bloron TOP 100 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
...und fragen uns trotzdem erstaunlich selten, warum wir dies tun. Dies gilt umso mehr, wenn man sich bewusst macht, dass auch alle Tiere schlafen (müssen).

Mit diesem Buch versucht der Autor der Frage nachzugehen, warum die Natur bzw. die Evolution den Schlaf offensichtlich als unabdingbare Voraussetzungen ansieht. Der Autor hat dabei eine zeitliche Struktur gewählt, angefangen abends bei 21:00 Uhr bis morgens um 7:30 Uhr werden die verschiedenen Themen abgehandelt. Dies erscheint zunächst logisch, stößt aber auch schnell an seine Grenzen. So wird beispielsweise recht willkürlich das Gähnen unter 22:00 Uhr, Schlaflosigkeit unter 2:00 Uhr und Schlafentzug unter 4:30 Uhr abgehandelt, wodurch das Buch unnötig unübersichtlich wird.

Inhaltlich besteht das Problem sicherlich darin, dass zu dem Buchthema erst relativ wenige Forschungsergebnisse vorliegen, d.h. es existieren kaum gesicherte Forschungsergebnisse und dafür sehr viele Hypothesen und Vermutungen. Dies kann man aber natürlich nicht dem Autor anlasten und ist somit nicht kritikfähig. Unter diesen Voraussetzungen wird der derzeitiger Stand der Forschung gut und korrekt wiedergegeben.

Der Schreibstil des Autors ist aus meiner Sicht, obwohl durchweg sehr verständlich, mein wesentlicher Kritikpunkt. Wie Pontius zu Pilatus schweift der Autor oft in historische Ausführungen ab oder verfängt sich in fast schon philosophischen Ausführungen.

Fazit:
Den aktuellen Stand der Wissenschaft hätte man auch mit der halben Seitenzahl vermitteln können. Wenn man aber davon mal absieht, erhält man sehr interessante Einblicke in das recht junge Forschungsgebiet der Schlafforschung. Man darf von diesem Buch zwar keinen konkreten Nutzwert erwarten, wohl aber einen interessanten Erkenntnisgewinn.
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