Aus der Amazon.de-Redaktion
Im Traum hat Val sich gefragt, ob Spasti vielleicht einer der "Schnellen" ist. Val hat die Schnellen schon öfters gesehen, doch die Ärzte glauben an Halluzinationen und stellen sie mit Medikamenten ruhig. Aber warum werden dann die Menschen in ihrer Umgebung so brutal getötet? Hinter welcher Tür lauern ihre Mörder? Und warum steht eines Tages auf dem Spiegel mit Blut: "Wo bist du gewesen?" Das können nur die Schnellen geschrieben haben, die nirgends richtig zu fassen sind, die aber immer präsent sind in Vals Leben und dem Roman Du bist zu schnell seine unbegreifliche, gespenstisch-bedrohliche Atmosphäre geben.
Diesen Plot hat der gebürtige Kroate Zoran Drvenkar zu einer rasanten Geschichte ausgebaut, in der es immer wieder um Sein und Schein, Traum und Wirklichkeit, Vertrauen und Verdächtigungen geht. Aus den Perspektiven von Val, Marek und Theo erzählt er seinen temporeichen Thriller, der auch die Freundschaft der Gruppe in Frage stellt und in einem furiosen Finale endet. Auch wenn laut Aussage des Romans alles "in Sanftheit enden" muss: Schneller -- und spannender -- kann man ein solches Buch kaum schreiben. --Thomas Köster
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
»Eine Warnung: Wer die Tür in die Welt dieses Romans einmal aufgestoßen hat, wird sie erst wieder schließen, wenn er mit dem ungemein blutigen Horror-Trip bis ans Ende gekommen ist.« Karl-Markus Gauss in der »Süddeutschen Zeitung«
»Ungeheuer rasant, mit unheimlich-unbegreiflicher Atmosphäre […] »Du bist zu schnell« ist so spannend – man kann gar nicht so schnell lesen, wie man wollte. Ein Buch, das atemlos macht.« Alice Natter im »Südkurier«
»Ein Logbuch des Leidens und der Leidenschaft.« Lars Grote in der »Märkischen Allgemeinen«
»Auch wenn laut Aussage des Romans alles »in Sanftheit enden« muss: Schneller – und spannender – kann man ein solches Buch kaum schreiben.« Thomas Köster in »amazon.de«
»In einen seltsamen Sog zieht dieses Buch. Mehr noch: in den beunruhigenden Strudel einer faszinierenden Story, der man bis zum Schluss nicht wirklich auf den Grund blicken kann – und die zudem sprachlich und formal fesselt. […] Drvenkars Text peitscht voran und trifft einen immer wieder mit unvermuteten überraschungen. Ein packendes Buch. Je tiefer und düsterer der Strudel der Hauptfiguren wird, desto mehr zeigt sich Drvenkars Kunst, den Text trotzdem auf der Spannungshöhe zu halten: nie zu langsam oder zu schnell für den Leser.« Roland Spiegel in der »Abendzeitung«
»Fraglos ist »Du bist zu schnell« ein meisterhaft erzählter, rasanter Thriller, eine lohnende Lektüre.« Listen 70
»Zoran Drvenkar ist eine jener jungen Hoffnungen, die sich erfüllt haben.« Die Zeit
»Bedrückend und spannend.« Basler Zeitung
»Ein manchmal fast nicht mehr zum Aushalten spannendes Buch […] ein Thriller der Extraklasse.« Martin Gaiser in »literaturkritik.de« -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Über den Autor
Auszug aus Du bist zu schnell. von Zoran Drvenkar. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Val schläft, während ich mühsam versuche, wach zu bleiben. Die Lichter der entgegenkommenden Wagen blenden mich, seitdem ich von der Landstraße auf die Autobahn abgebogen bin. Manchmal hebe ich eine Hand und halte sie mir über die Augen, als würde ich in die Sonne schauen.
Ich wechsle die Musik. Der Mond verkriecht sich in den Rückspiegel und wird zu einem leuchtendem Punkt. Seit einer Stunde ist kein Wagen mehr hinter mir aufgetaucht. Diese Autobahn könnte zum Ende der Welt führen, und ich würde mich nicht beschweren.
Ich kurble das Fenster ein Stück herunter und werfe einen Blick in den Rückspiegel, um zu sehen, ob der Windzug Val stört. Sie trägt einen überweiten Pullover. Ich fand in der Eile nichts anderes. Es ist unangenehm, einen Körper zu bewegen, der nicht reagiert. Als könnte man alles mit ihm machen. Keine Schmerzen mehr.
Es sind noch knapp zwei Stunden bis Berlin. Ich hoffe, daß Val bis dahin nicht wach wird. Ich will nicht mit ihr reden, und ich will ihr auch nicht in die Augen sehen. Kaum habe ich das gedacht, spüre ich ihren Blick in meinem Nacken. Ruhig bleiben. Ohne mich umzudrehen, setze ich bei der nächsten Raststätte den Blinker und halte weit hinten bei der Ausfahrt, wo kein anderer Wagen parkt.
Val hat sich in eine Ecke des Rücksitzes gedrückt und die Beine angezogen. Ihr Blick ist panisch. In letzter Zeit braucht sie immer eine Weile, bevor sie mich erkennt. Das erste Mal bekam ich Herzrasen, als sie mich in der Nacht wachschüttelte. Sie war über mir wie eine Furie und schrie: "Was hast du hier verloren? Was tust du in meinem Bett, du Penner? Los, verschwinde!"
- Ich bin´s, sage ich, Marek.
Val kneift die Augen zusammen. Sie will sich erinnern, sie versucht es und beginnt zu weinen.