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Produktinformation
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Im Traum hat Val sich gefragt, ob Spasti vielleicht einer der "Schnellen" ist. Val hat die Schnellen schon öfters gesehen, doch die Ärzte glauben an Halluzinationen und stellen sie mit Medikamenten ruhig. Aber warum werden dann die Menschen in ihrer Umgebung so brutal getötet? Hinter welcher Tür lauern ihre Mörder? Und warum steht eines Tages auf dem Spiegel mit Blut: "Wo bist du gewesen?" Das können nur die Schnellen geschrieben haben, die nirgends richtig zu fassen sind, die aber immer präsent sind in Vals Leben und dem Roman Du bist zu schnell seine unbegreifliche, gespenstisch-bedrohliche Atmosphäre geben.
Diesen Plot hat der gebürtige Kroate Zoran Drvenkar zu einer rasanten Geschichte ausgebaut, in der es immer wieder um Sein und Schein, Traum und Wirklichkeit, Vertrauen und Verdächtigungen geht. Aus den Perspektiven von Val, Marek und Theo erzählt er seinen temporeichen Thriller, der auch die Freundschaft der Gruppe in Frage stellt und in einem furiosen Finale endet. Auch wenn laut Aussage des Romans alles "in Sanftheit enden" muss: Schneller -- und spannender -- kann man ein solches Buch kaum schreiben. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
»Ungeheuer rasant, mit unheimlich-unbegreiflicher Atmosphäre […] »Du bist zu schnell« ist so spannend man kann gar nicht so schnell lesen, wie man wollte. Ein Buch, das atemlos macht.« Alice Natter im »Südkurier«
»Du weißt nicht, ob es sie gibt. Du weißt nicht, ob sie dich beobachten …« Val erwacht in einer geschlossenen Anstalt. Nichts ist mehr wie zuvor. Sie hat Dinge gesehen, die sie nicht hätte sehen dürfen. Eine Welt, verborgen in unserer. Die Welt der Schnellen. Val hat die schattenhaften Gestalten schon öfters erspäht, doch die ärzte glauben an Halluzinationen und stellen sie mit Medikamenten ruhig. Gemeinsam mit ihrer Freundin Jenni stellt Val dennoch Nachforschungen an, will den Schnellen auf die Spur kommen. Kurz darauf ist Jenni tot, auf dem Badezimmerspiegel steht, mit ihrem Blut geschrieben: »Wo bist du gewesen?!«
Wer hat Jenni getötet? Die Schnellen, wie Val behauptet? Wesen, die nur sie wahrnehmen kann, immer dann, wenn sie an den Rand einer Psychose gerät? Wesen, die töten, sobald Val ihre Welt betreten möchte? Oder doch Val selbst, vielleicht ohne es zu wissen? Immer tiefer verstricken sich Val, Marek und Theo auf der Suche nach »den Schnellen« in ein Geflecht aus Realitätssplittern und Vals Visionen. Immer unheilvoller werden die Zeichen einer unerklärlichen Bedrohung, die schleichend realer wird. Immer mißtrauischer werden die drei Freunde jedoch auch den anderen gegenüber, und jeder hat jeden im Visier. In einer rauhen Nacht wird es für Val, Marek und Theo auf einem Bauernhof lebensgefährlich … -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Vielleicht reicht es aus, wenn zwei Leute an der Tür klingeln. Sie überbringen die Nachricht vom Tod der Freundin und bieten eine Erklärung an, die keine ist. Von Wesen ist die Rede, die sich schneller als wir durch unsere Welt bewegen und nicht sichtbar sind, jedenfalls für die meisten von uns. Ein schlechter Witz. Aber niemand lacht. Man hat seine Zweifel, doch je mehr man erfährt, umso mehr wächst auch der Zweifel am Zweifel.
Da sind all die Leute, die behaupten, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist. Psychotiker, Schizophrene, Verrückte eben oder einfach Leute auf Drogentrip. Was aber, wenn etwas davon stimmt und sie nicht in der Lage sind, andere zu überzeugen. Gewöhnlich sitzen solche Leute in einer geschlossenen Anstalt oder glauben ihren eigenen Erfahrungen nicht mehr, nachdem die Drogen abgeklungen sind. Aber wenn sie dann vor der Tür stehen und einen bitten zuzuhören, ist es die eigene Entscheidung, wieviel man wissen will.
Zoran Drvenkar ist etwas Seltenes in der Deutschen Literatur. Während andere Autoren versuchen, in der Gegenwart anzukommen und dem Zeitgeist einen Spiegel vorzuhalten, kümmert er sich um seine eigenen Welten. Auch sie spielen im Hier und Jetzt, aber die Gegenwart bleibt das, was sie sein sollte, Kulisse. Es geht um etwas Allgemeineres, um Grunderfahrungen, um das, was es heißt Mensch zu sein.
„Du bist zu schnell" ist Drvenkars Debüt in der Belletristik, bisher veröffentlichte er sehr erfolgreich Kinder- und Jugendbücher und es fällt auf, was auch für seine anderen Werke gilt, es hat Stil. Damit ist etwas gemeint, was im ganzen Literaturbetrieb unterbewertet wird. Talent mag eine Sache sein, die man hat oder nicht, aber die Mühe und Disziplin, um sein Talent auszureifen, daran muß man arbeiten. Originalität, Humor und gute Ideen allein, führen zu einer recht verbreiteten Kurzatmigkeit. Es gibt Bücher, die hat man nur so lange im Kopf, wie man sie in der Hand hält. Aber dann gibt es da die anderen Bücher, die es fertig bringen, einem Tage später die simple Tatsache bewußt zu machen, daß eine Tür nicht nur ein Eingang ist, sondern auch ein Ausgang. Das hier ist solch ein Buch.
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