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Du Kannst Mich An der Ecke Rauslassen
 
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Du Kannst Mich An der Ecke Rauslassen

Niels Frevert Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Audio CD (29. Februar 2008)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Tapete (Indigo)
  • ASIN: B0011FM9HU
  • Weitere verfügbare Ausgaben: MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.314 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

 
1. Baukran
2. Du kannst mich an der Ecke rauslassen
3. Ich möchte mich gern von mir trennen
4. Waschmaschine
5. Der Typ,der nie übt (Worum es eigentlich geht)
6. S.O.S.
7. Niendorfer Gehege
8. Genug ist genug, Gnu
9. Aufgewacht auf Sand

Produktbeschreibungen

ARD.de, 20.02.2008

Selten klang Pop so klug, Alltag so ungewöhnlich und Wehmut so angenehm. Der Singer-Songwriter Niels Frevert erzählt auf seiner Platte "Du kannst mich an der Ecke rauslassen" vom Glanz kleiner Momente. Wenn akustische Gitarren, Piano und Streicherarrangements zum romantischen Tanz aufspielen, ist sonst eher Schweres, Süßliches oder Oftgehörtes angesagt. Doch Niels Frevert stemmt seine kluge Poesie sogleich wie ein Kitsch-Brecher gegen die wogenden Violinen und verwandelt sie in angenehm leicht klingende Begleitung. Von Alltagsdingen, undefinierbaren Empfindungen, flüchtigen Momenten und einfachen Gegenständen singt er: Waschmaschinen, Wellen, Zweifeln und Freundschaft. Dass dieser Wahrnehmungsreigen nicht banal anmutet, liegt an der Schönheit und Intelligenz von Freverts Reimen, die wie Stimmungsbilder funktionieren.

Der Singer-Songwriter aus Hamburg ist schon länger auf der Musikbühne unterwegs: Von 1991 bis 1996 war er Sänger und Texter der Band Nationalgalerie, mit der er vier deutschsprachige Platten veröffentlichte. Sein Debüt-Soloalbum ("Niels Frevert", 1997) liegt bereits elf, sein letzte Platte "Seltsam öffne dich" (2003) fast fünf Jahre zurück. Album Nummer drei "Du kannst mich an der Ecke rauslassen" scheint nun auf den ersten Blick mit nur neun Stücken überraschend kurz. Doch ist das Resultat eine wohl gefilterte Zusammenstellung, auf der sich Frevert trotz allem Zeit lässt für Vorspiele und ausschweifende Instrumentalstrecken. Sie geben den Texten Raum zum Atmen und dem Hörer Platz zum spielerischen Weiterdenken, auf seiner Suche nach Antworten, die in den Liedern immer neu angestoßen wird. So im selbstreferentiellen Song "Der Typ, der nie übt", dessen heitere Selbstanalyse ungemein beschwingt ("Sprang für Geld aus Telegramm-Torten/hatte früher Autogrammkarten/unterschrieben mit der Typ, der nie übt/wie ein Hellseher, der schief im Dunkeln liegt/[...] Mit einem blassen Schimmer/die Frage ist wie immer/wie es weiter geht/mit dem gewagten Plan/und der leisen Ahnung/worum es eigentlich geht"). Suche, Flucht und Ankommen liegen auf diesem Album eng beieinander, getragen vom positiven Sound der Instrumentierung. Zu jazzig lockerem Beat singt Frevert in "Ich möchte mich gern von mir trennen" - das im Original von Hildegard Knef stammt - über ewige Selbstzweifel, den Wunsch, sich zu entfliehen und die schwierige Aufgabe, sich zu lieben. Der nonchalante Ton dieses "inneren Monologs" macht die Klage fast beiläufig, als kehre sie ab und an selbstverständlich wieder ("Ich nahm auf mich leider nie Rücksicht/von mir tief gekränkt steh ich hier/deshalb nehm ich lieber zur Vorsicht/auf längre Zeit Abstand von mir"). Niels Frevert Foto: Tapete, Tobias Stachelhaus Melancholie ohne Tristesse: Niels Frevert bewahrt die Leichtigkeit in seinen Liedern.

Wie ein bewegender Kurzbesuch in der Heimat klingt dagegen der zärtliche Song "Niendorfer Gehege", Freverts Geschichte von der Begegnung zweier alter Freunde. Er beschreibt den Moment, in dem die alte Vertrautheit schön und warm zurückkehrt und sogleich in Zwist tritt mit dem seltsamen Gefühl der Veränderung ("Es tut so gut dich wiederzusehen/'n bisschen komisch, in den Arm zu nehmen/mein Freund, ich geb ein' aus/was willst du trinken./Stell dich zu mir/erzähl breit und lang/wie es dir in der Zwischenzeit ergang/hier ist genug Platz für krumme Gedanken.")

Die Ballade "Aufgewacht auf Sand" als letzter Song der Platte führt schließlich mit sanften Gitarrenmelodien ins Atmosphärische - dorthin, wo Alltagssuche und Traumheimat sich begegnen ("Eingeschlafen und/aufgewacht auf Sand/den Wellen in der Nacht/hinterher gerannt"). Die unaufgeregte, ein wenig rauchige Stimme Freverts streut hier leichte Wehmut, bleibt aber fern von depressiven Jammerarien. Was auf diesem gelungenen Pop-Album an Sehnsucht und Melancholie erklingt, ist relaxt, wohlig und schmeichelnd, vertrautes Gedankengut vieler (Tag-)Träumer und Viel-Denker - diese Songs könnten zu ihren treuen Begleitern werden. Isabell Gössele

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
Ich bin nicht dafür Herrn Frevert an der nächsten Ecke rauszulassen...warum auch? Dieses Album gehört m.E. zu den wenigen wirklich überraschenden und innovativen Neuerscheinungen in der dt Musikszene. Wer von Euch die frevertsche Musikkarriere verfolgt hat, der weiß, daß es einige markante Konstanten über die Alben (ob Nationalgalerie oder solo) hinweg gibt: sein näselndes Norddeutsch, die durchdachten, wortwitzigen und sinnoffenen Texte (in denen sich jeder wiederfinden darf!) und die stilsicheren Popmelodien. Näselnd intonierend und textlich gereift kommt er daher, aber musikalisch hat der Musiker ein neues Kapitel aufgeschlagen: ruhig und emotional (ohne kitschig zu sein)erobert er die Gehörgänge. Und in einer vielfältigen Bandbreite an akustischer Instrumentierung (inkl. Streichern, etc.) ist diese Album mit seinen 9 Songs ein Geschenk an unsere radioverseuchten und populärmusikgetränkten Ohren. Dieses Album ist ein Abschied von der 08/15-Pop/Rock-Idee dieser Tage, es geht still, aber pointiert zu! Niels F erfindet seinen Stil neu, ohne sich untreu zu werden. Als ich ihn zuletzt in Hamburg auf einer Bühne gesehen habe (Weltbühne?, Nobistor), war mir klar, dass diese selbstzelebrierende Akustiksoße der offizielle Abgesang seiner Karriere sein sollte...es war für mich als langjähriger Begleiter (von Nationalgalerie-Kinderschuhen an) schlichtweg eine aurale Katastrophe. Das aktuelle Album gleicht insofern die Auferstehung des Phönix aus der Asche...! Fans, die das Vorgängeralbum enttäuscht ins Plattenregal geschoben haben, werden überrascht sein, was Herr Frevert da aus dem Hut gezaubert hat. Insofern: Niels, wir fahren besser nochmal um den Block, okay? Live-Gigs bitte gerne!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Meisterwerk 3. März 2008
Format:Audio CD
"Und Du träumst, dass woran Du Dich festhälst
nur eine lauwarme Heizung ist."

Niels Frevert hat sein drittes Soloalbum veröffentlicht und sich dabei selbst übertroffen. Selten konnte ein deutscher Liedermacher(?) mit solch wunderschönen Melodien aufwarten. Dezent instrumentiert mit Piano, Bass, Schlagzeug, Akustikgitarre und Streichern konzentrieren sich Freverts Songs auf das Wesentliche: den Inhalt. Wer sich fragt, wie Herr Frevert an seinen Texten arbeitet sollte mal einen Blick in die aktuelle SPEX werfen. Um jedes Wort wird gerungen, ohne jedoch in einer Schwere zu münden. Leichtigkeit ist hier das Stichwort. Keine Spur von Pathos und Kitsch, obwohl es doch um so viel geht. Es geht um die Dinge des Lebens, die man von den Grönemeyers des Landes nicht mehr besungen haben möchte.
Ein Kleinod ist es geworden, das unentdeckt in der deutschen Musiklandschaft vor sich hinschlummern wird. Schade, sollten doch viel mehr Leute erfahren, dass Frevert wohl der letzte ernstzunehmende deutsche Künstler ist, der sich Themen wie Trennung, Verlust und Sinnsuchen ohne den üblichen Schmalz widmen kann. Die Streicher sind wohl das beste Beispiel: wo in den Liedern anderer Künstler textliche und melodische Defizite durch den Einsatz klebriger Streicherteppiche überdeckt werden, tragen die von Antony Ventura komponierten zu der auf dem gesamten Album vorherrschenden Leichtigkeit bei. Ein grandioses Album!
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Audio CD
>> GLÜCK entsteht oft durch die Aufmerksamkeit in kleinen Dingen,
Unglück oft durch Vernachlässigung kleiner Dinge << .
Und geanu darin liegt wohl auch das Geheimnis von "Du kannst mich an der Ecke rauslassen"!
Niels Frevert hat für seine neue Platte scheinbare Zufälle und Beiläufigkeiten gesammelt. Und weil er sensibel genug ist, in ihnen das Unverwechselbare zu entdecken, hat er all diesen Fundstücken eine Platform auf seinem neuen Album geschenkt, um dort den Zauber des Alltäglichen für jedermann sichtbar bzw. hörbar zu machen.
Jedes Detail sitzt nun an seinem Platz - jeder Akkord, jeder Streicher, jede Gitarre und vor allem:
Jedes Wort! - Was für ein GLÜCK!
Niels Frevert-Texte waren immer schon ein wesentlicher Aspekt seiner Musik. Allerdings so unverschlüsselt und direkt, hat er seine Poesie zuvor nur selten zu Gehör gebracht.
(Ganz im Gegensatz zum Vorgängeralbum "Seltsam öffne mich", welches rückblickend doch ziemlich "verkopft" und nach "schwergetaner Arbeit" klingt. "Seltsam öffne mich" war ein Album, dem irgendwie die großen Melodien ausgegangen waren und mit ihnen auch die Poesie...)
Jetzt, fünf Jahre später, hat Frevert sich wieder "locker gemacht" und besingt poetisch und nachhaltig Situationen, in denen sich jeder irgendwie "zuhause" fühlt.
Das Ergebnis klingt nach Befreiungsschlag, nach Lebenslust und nach ... Frühling!
Im Grunde müßte es für diese CD soetwas wie eine "Verschreibungspflicht für Jedermann" geben, da sie die Kraft eines "Antidepressivums" besitzt!
Abwechslungsreich, sensibel und charmant, präsentieren sich dann auch die neun Lieder, verpackt mit einer Leichtigkeit, die immernoch soviel Gewicht hat, daß sie nie oberflächlich daherkommt.

Wo hat sich dieser tolle Musiker in den letzen Jahren bloß versteckt, daß man ihn fast schon nicht mehr auf der Rechnung hatte?
"Ich bin anders als früher, nicht ganz so wie erwartet und da kann ich was dafür..." singt Frevert in dem leicht wehmütig zurückblickenden "Niendorfer Gehege".
Das hätte verbittert klingen können, tut es jedoch nicht,
weil man den Eindruck hat, Frevert ist, trotz aller melancholischen Untertöne, mit sich selbst ziemlich im Reinen...
Bei einem Stück wie "Waschmaschine", wird man von Zeilen wie "Welt drinnen, ich draußen / Und dazwischen ein Fahrrad / Welt innen ich außen / So fahre ich durch die Stadt" und "Tage vergehen, irgendwohin / In der Waschmaschine wär noch Platz gewesen..." nicht mehr losgelassen, fühlt sich im Geist verbunden und im Innern tief berührt.
Einen nicht unerheblichen Teil für die atmosphärische Dichte der Platte tragen - neben Freverts eigener Leistung - unter anderem die wunderbaren Streicherarrangements von Werner Becker bei. - Musikalisch ein absoluter Glücksgriff!
Auch wenn das Album selbst eher als "kurz" zu bezeichnen ist, so beschert es doch ein kurzes GLÜCK mit langanhaltender Nachwirkung.
Es gibt da ein sehr passendes Sprichwort:
>> Das GLÜCK muß entlang der Straße gefunden werden,
nicht am Ende des Weges. <<
Entlang dieser Straße (der Lieder), habe ich es gefunden, ich bin dort, wo ich immer schonmal hinwollte,
Du kannst mich an der nächsten Ecke rauslassen, Niels!
- Oder wir drücken nochmal die Repeat-Taste, wiederholen das Ganze und drehen noch `ne neue Runde um den Häuserblock!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Unglaublich unbekannt für so einengrandiosen authentischen...
Unfassbar gut. Lief tage/wochenlang auf Endlosschleife. Bescheiden, wortgewandt, gefühlvoll, authentisch. Perfekt auf eine unperfekte Weise. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Nick veröffentlicht
zeitlos
An diesem Album kommt keiner vorbei, der an deutschsprachiger Musik Gefallen findet.
Auch in zehn Jahren nicht. Zeitlos schön in Worten und Musik!
Vor 14 Monaten von Don Cafe veröffentlicht
Für mich ...
... eine der besten deutschsprachigen CDs, die ich je gehört habe. Intelligente, verträumte, unverkrampfte Texte vom Feinsten und ... - einfach nur tolle Musik! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. April 2010 von Chris
Chapeau Herr Frevert
Nach dem rockigen Debut 1997 und dem etwas leiseren "Seltsam öffne mich" 2003 veröffentlich Niels Frevert nun sein drittes Soloalbum und schlägt dabei musikalisch... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Dezember 2008 von TSST
Drei Worte zu diesem Album
Hammer, Hammer, Hammer!

Unbedingt anhören, am besten Live im Club. Textmäßig ganz oben, dabei so total unaufgeregt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2008 von Johann Ohnesorg
Wunderschönes Gesamtwerk
Ich kann mich nur anschließen: Das Warten hat sich gelohnt. Die Musik ist natürlich ruhiger als die alten Scheiben der Nationalgalerie, allerdings finde ich die neue... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2008 von Tom G
Das Warten hat sich gelohnt!
5 lange Jahre hat es gedauert, bis Herr Frevert eine neue Platte veröffentlicht hat. Gut, zwischendurch ab es seine Songs von anderen Musikern zu hören (wie z.B. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. März 2008 von Keef1
Oberklasse ....
aus dem deutschsprachigen Bereich, dem momentan niemand ernsthaft Konkurrenz machen kann. Poesie, Wortwitz, feinste Melancholie und trotzdem lebensbejahend.
Allerdings mit ca. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. März 2008 von The Saint
Unerwartet entspannt - Sehr feine CD!
Nach dem tollen, streckenweise Erinnerungen an Nationalgalerie (und Selig) weckenden, "Seltsam öffne mich" und auf einen entsprechenden Nachfolger hoffend, hatte ich eine... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. März 2008 von Smithers
Vorfreude
Lange habe ich mich nicht mehr so dermaßen auf einen Longplayer gefreut wie in diesem Fall. Fünf hochverdiente Vorfreudesterne für den großen und tiefen Herrn... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von David Bach
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Niels Frevert 2 18.03.2008
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