Dschamilja von Tschingis Aitmatow wird nicht umsonst immer wieder als eine der schönsten Liebesgeschichten der Welt beschrieben. Auf dem ersten Blick scheint es eine Geschichte wie viele andere zu sein, aber Aitmatow beschreibt sie so eindringlich und doch zurückhaltend einfach, daß der Leser sich dem Bann dieser Liebe im Zweiten Weltkrieg in der Steppe nicht entziehen kann. Vielleicht rührt diese Ffaszination auch daher, daß er uns eine Welt beschreibt, die uns unbekannt ist, und dies aus der Sicht eines Jungen, der selber noch nicht genau weiß, was Liebe bedeutet. Aitmatow widmet sich aber nicht nur der Liebe zwischen Mann und Frau in diesem kleinen aber feinen Meisterstück, sondern auch der Liebe der Menschen zur Natur, die sie umgibt, bedroht aber auch beschützt, der Liebe und der Bewunderung eines kleinen Jungen für seine Schwester und dem Zusammenleben unter schwierigen Bedingungen in einem kleinem Dorf. All dies beschreibt er auf so traumhafte Weise, daß man sich an den Ort des Geschehens versetzt fühlt und diesen wunderschönen Ort nicht verlassen wird. Der Leser beobachtet, wie die zarte Pflanze der Liebe zwischen den beiden Akteuren wächst und aufblüht. Und ob es ein Happyend gibt, oder diese Geschichte wie die meisten der großen Liebesromane zum scheitern verurteilt ist, wird hier natürlich nicht verraten. Wer also von großer Liebe und Verbundenheit zwischem Menschen und auch Natur träumt und sich gerne verzaubern läßt, kommt an diesem Buch nicht vorbei. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)