Die erste Platte nach dem Ausstieg des exzentrischen Keyboarders Barry Andrews und mit dem neuen, versierten und phantasievollen zweiten Gitarristen Dave Gregory (1979). Das nervöse, vor Kreativität überschäumende Element früher Zeiten ist in sämtlichen Songs zwar noch vorhanden, ist hier aber sehr viel kanalisierter und wirkt erwachsener als vorher. Angefangen vom Hit "Making Plans For Nigel" (mit schönem Gitarrensolo) bis zum sich um die Ecke anschleichenden, augenzwinkernden und doch irgendwie monströsen "Complicated Game" ist ein Sammelsurium höchst unterhaltender Ideen zu hören. Da ist z.B. "Helicopter", wo der Bass tatsächlich den Sound von wirbelnden Rotoren hörbar macht. Oder das fast meditative, spielerische "Millions" (wieder mit schönem Bass, Marke Holger Czukay), das auch auf einer Talking Heads-Platte dieser Zeit hätte seinen Platz finden können. Das dubgeschredderte "Scissor Man", wo sich die Gitarren so abgehackt anhören, wie es sich in diesem Kontext eben gehört, ist The Police on speed. Mit "Outside World" gibt es ein schnelles Stück, das noch am ehesten ihre Anfangszeiten repräsentiert, plus "Ten Feet Tall", ein hübscher weiterer (von insgesamt drei) Song von Bassist Colin Moulding, der immer etwas versonnener und harmoniebedürftiger schien; übrigens der erste Song von XTC mit akustischer Gitarre.
Schön auch "Day In Day Out", das wie beabsichtigt, gelangweilt klingt, aber nicht langweilig ist.
Insgesamt also irgendwo zwischen Talking Heads, The Police und öh Frank Zappa, vom Sound her noch ziemlich wavig, was sie heutzutage etwas altmodisch klingen läßt.
Hier inclusive der kurz zuvor erschienenen ersten Single in neuer Besetzung (Life Begins At The Hop, geht so) und der damals beigelegten Bonus-Single (Chain Of Command/Limelight, Erster so lala, Zweiter nett).
Nächste Höhepunkte sollten folgen: die Platte für alle Drummer dieser Welt (Black Sea) und der kreative Höhepunkt "English Settlement". Danach fing es an, besinnlicher zu werden.