Nach mehrmaligem Anhören erschöpft sich die anfängliche Faszination für das ungewöhnliche Konzept recht schnell. Bei den weitaus meisten Stücken habe ich nicht das Gefühl, dem im Booklet beschriebenen "Dialog zweier Sphären" zu lauschen, sondern zwei separaten Tonquellen, die keine gemeinsame musikalische Sprache verbindet. Nur bei drei Stücken (6, 10, 11) ist Grubinger und seinen Mitstreitern ein homogener und stimmiger Gesamteindruck gelungen, vielleicht auch durch die integrierende Wirkung weiterer Melodieinstrumente (Oboe, Trompete). Bei anderen Stücken (z.B. Nr. 4) hingegen wird der kontemplative Choralgesang von einer wilden (Latin) Percussion-Orgie förmlich erschlagen, so dass man froh ist zu wissen, dass die Begleitung erst nachträglich aufgenommen und hinzugefügt wurde.
P.S. Ich könnte mir eine CD mit dem Titel "Martin Grubinger & Friends play the Music of Frank Zappa" vorstellen, die wesentlich interessanter wäre.