Wenn Sie schon ein Instrument erlernt haben, werden Sie das vermutlich kennen: Sie haben Freude am Spielen, stoßen aber technisch schnell an Ihre Grenzen. Zunächst versuchen Sie selbst Ihre Patzer auszubessern, schaffen es jedoch nicht nachhaltig, weil Sie nicht wirklich wissen, wo Sie ansetzen könnten. Die Übungswerke, die Ihnen deswegen Ihr Lehrer empfiehlt, sind nervend und langweilig, sodass Sie damit viele leere, lustlose Kilometer verbringen.
Aber es gibt auch das Gegenteil: Lehrer, die sich systematisch mit dem Bewegungsabläufen auseinandergesetzt, vielleicht ein wenig über Hirnforschung umgehört und hoffentlich Gerhard Mantels "Cello üben" gelesen haben. Sie wissen, dass technischer Fortschritt nicht durch viele Wiederholungen kommt, sondern durch wenige(!), aber fehlerlose Durchgänge der zu übenden Bewegungsmuster. Man geht bis zu dem Tempo, das man noch fehlerlos schafft, und lässt die Übungen dann bis zum nächsten Tag liegen. Den Rest erledigt das Gehirn in den dazwischenliegenden Pausen. Ich konnte mit dieser Methode mein Klavierspiel neben voller Berufstätigkeit in der Mindeststudienzeit bis zum Lehrdiplom bringen!
Nun lerne ich Schlagzeug und bin beim Stöbern in der Musikalienhandlung über dieses Buch gestolpert. Es ist ein wahrer Glücksfall. Ich nehme die 10 Minuten aus dem Buchtitel wörtlich und beginne damit meinen Tag. Dabei folge ich dem empfohlenen Trainingsplan und schau mir manchmal unter Tags in einer Pause die überaus informativen Videos an. Daneben arbeite ich an drei bis vier Tagen in der Woche an Grooves und anderen musikalischen Themen.
Der Effekt: mein Lehrer bezeichnet mich als seine fleißgste Schülerin. Aber da irrt er sich. Ich übe nur vermutlich einfach am effektivsten.
Wenn Sie daher Schlagzeug lernen, SCHAFFEN SIE SICH DIESES BUCH AN!!!!! Ich würde ihm 10 Sterne geben, wenn das möglich wäre.