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am 12. Dezember 2014
Eye-Candy: Das englische Cover gefällt mir viel besser. Hier ist der Titel nicht so aufdringlich und dennoch prägnant und das Düstere kommt eher beim Betrachter rüber.

Meine Meinung: Die erste Rezension, die ich "richtig" zu diesem Buch gelesen und nicht nur lediglich überflogen habe, war diese hier [für den Link bitte meinen Blog besuchen, da ich hier keine Links setzen kann] Wenn man Drowning Instinct liest, fühlt man sich gefesselt und beinahe so, als würde man ertinken (wie auch in der verlinkten Rezension beschrieben wird).
Das Buch wird aus der Ich-Perspektive von Jenna erzählt. Sie ist 16 Jahre alt, hat psychologische Probleme, die sie mit ihrem sehr schwarzen Humor selber analysiert und kommt aus einer gestörten Familie. In wiefern die Familie gestört ist, wird mit jedem Kapitel deutlicher und der Horror, in dem sich die Protagonistin befindet, wird immer präsenter.
Sehr einzigartig ist die Erzählart und -perspektive, die anders anfängt und sich verändert. Aus der dritten Person verschiebt sich die Perspektive zur Ich-Sicht, als Jenna ein Diktiergerät übergeben wird, dem sie dann ihre Geschichte erzählt. Die Erzählebenen überlappen sich zum Teil und die Kapitel, sowie Dialoge sehen auch im Buch anders aus, als man so kennt. Das hört sich jetzt verwirrend an, aber wenn man das Buch liest, ist alles jederzeit ziemlich klar, sodass man nicht herumrätseln muss, was eigentlich gerade geschieht.
Es gibt so einige Charakter, die lediglich Randrollen spielen. Biss zum Schluss weiß man nicht, was man von ihnen und ihren Beziehungen halten soll. Wer Freund und wer Feind ist, ist sehr verschwommen und eher von der subjektiven Wahrnehmung des Lesers abhängig.
Uf, die Handlung. Dazu kann ich wirklich nichts sagen, außer, dass sie sich manchmal hinzieht. Wenn mehrere Seiten lang auf Jennas Innenleben eingegangen wird, nervt es einfach, da die Handlung stoppt. Zu viele psychologische und philosophische Einblicke, die nicht immer nötig sind.
Mir hat die flüssige Schreibweise sehr gut gefallen. Manchmal ist sie herb, dann wieder einfühlsam und emotional. Also genau richtig, um so eine Handlung wiederzugeben. Beschreibungen werden sparsam eingesetzt, dennoch kommt die Atmosphäre sehr gut beim Leser an.
In der Kürze liegt die Würze: flüssige Schreibweise; interessante Charaktere; schwarzer Humor; psychologisch angehaucht; zwiespältiges Ende
Bewertung: Das Ende war nun keine riesengroße Überraschung. Wie man das Ende intepretiert, ist jedem selber überlassen, ein kleiner Tipp von mir: Denkt an die Szene, in der der Begriff "Drowning Instinct" erklärt wird und versucht das Ende aus diesem Blickwinkel nochmal anzusehen. Vielleicht ändert sich dann eure Sympathie ;-) Es ist ein gutes Buch, die Längen und all die losen Handlungsstücke, die einfach nicht zusammengefügt werden, haben mir nicht gefallen. Bei letzterem kann man wohl auch sagen, dass gerade hier die Schöhnheit des Buches liegt. Allerdings vertrete ich diese Meinung nicht und somit immer noch sehr gute ♥♥♥♥ Herzchen.
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am 16. Juni 2014
Ihre Haut trägt die Narben zahlreicher Verletzungen, aber die Narben von Jennas Seele vermag niemand zu sehen. Ihr Vater ist reicher Arzt, aber ein psychotischer Kontrollfreak, ihre Mutter trinkt und ihr Bruder ist dieser Albtraum-Familie entflohen, in dem er zum Militär ging. Um dem Schmerz in ihrem Inneren her zu werden, ritzt Jenna sich, was ihr einen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt eingebracht hat und nun den Neuanfang an einer Schule nicht eben erleichtert. Aber da gibt es diesen Lehrer, der eine Schwäche für hoffnungslose Schüler zu haben scheint und es dauert nicht lange, da hat Jenna sich in ihn verliebt. Und auch Mitch scheint nicht abgeneigt. Eine Liebe die nicht sein darf, die Jenna aber wieder Hoffnung gibt, Hoffnung in einem trostlosen Leben angefüllt mit Schmerz und Missbrauch. Doch schon bald stellt sie Ungereimtheiten fest in Mitchs Geschichten und sie beschleicht der Verdacht, dass sie nicht die erste Schülerin ist, um die er sich sehr intensiv kümmert und er nicht der selbstlose Prinz auf dem weißen Pferd zu sein scheint, der sie aus dem Drachenturm errettet.
Diese Story einmal angefangen hat mich einfach nicht mehr losgelassen. Und selbst nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, war ich noch immer nicht durch. Jennas Schicksal, ihre Trauer, ihre Angst, ihre unverarbeitete Wut und ihre Vernachlässigung schnürten mir die Kehle zu und ich musste mich der Frage stellen, ist eine Beziehung zwischen einem Lehrer und einer Schülerin so verwerflich, wenn er ihr als Erster wieder Hoffnung gibt. Die ganze Tragik der Geschichte entfaltet sich nicht schon auf den ersten Seiten für den Leser, sondern entwickelt sich im Laufe der Kapitel. So sind ein despotischer Vater und eine trinkfreudige Mutter nicht der Auslöser von Jennas Problemen, denn die Wurzel des Übels liegt tiefer. Erwachsene werden hier als selbstsüchtig handelnde Individuen gezeigt, die so mit ihrem eigenen Kummer beschäftigt sind, dass sie blind werden für ihre Umwelt. Auch Mitch, der vermeintliche Erretter verfolgt egoistische Pläne und mir wurde gezeigt, dass es im wahren Leben kein Schwarz und Weiß gibt, sondern nur unterschiedliche Abstufungen von Grau. Auch das es vielleicht einfach ist den moralischen Zeigefinger zu erheben, aber in welche Richtung soll dieser zeigen, wenn keiner sich als durchweg böse zeigt, sondern lediglich der Selbstsucht fröhnt? Dabei ist der Charakter von Jenna zu bewundern, die trotz der Talfahrt, die ihr junges Leben darstellt, eine gefestigte Persönlichkeit ist und vor ihrer Zeit erwachsen werden musste, um das innere Kind in sich zu schützen.
Dieses Buch liest man nicht einfach und legt es dann beiseite, dieses Buch begleitet mich noch ein ganzes Stück. Gerade solche Geschichten sind es, die mich durchrütteln, mich zwingen mein bequemes hohes Ross zu verlassen und mir eine völlig neue Perspektive auf die Welt eröffnen.
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am 18. April 2013
Wenn ich Büchern wiederbegegne, die ich im Verlauf des vergangenen Jahres gelesen habe, denke ich oft: "Oh ja, das war ein tolles Buch, worum ging es noch gleich?" Charaktere, Szenen, Handlungen verwirren sich in meiner Erinnerung. Das wird mir mit "Drowning Instinct" nicht passieren. Denn auch wenn mich viele Bücher hervorragend unterhalten, hinterlassen sie oft keinen bleibenden Eindruck. Ilsa Bicks Roman hat mich aus meiner Komfortzone gezerrt und mich vom ersten Absatz an in einen Strudel aus Emotionen gerissen, mich ordentlich drucheinander gewirbelt und am Ende erschüttert wieder ausgespuckt. Selten gelingt es einem Roman, mich dazu zu bringen, meine eigenen Moralvorstellungen zu hinterfragen. Der Roman enthält Elemente, die sich wunderbar in meine Schubladen von "gut" und "böse" einordnen lassen und bestätigen meine Wertevorstellungen. Doch dann sind da Elemente, die sich nicht zuordnen lassen. Kann etwas, das falsch ist richtig sein, wenn die Absicht dahinter gut ist? Ist etwas, das gut zu sein scheint doch böse, weil es nicht selbstlos ist? Oder ist es das doch - selbstlos - und wie kann es dann falsch sein? Mein romantisches Herz jammerte nach einem Happyend, obwohl es wußte, dass sich ein Happyend hier ebenso falsch anfühlen würde. Dieses Buch entlässt den Leser nicht mit einem zufriedenen Lächeln, sondern in einem Gefühlschaos und mit einer Menge Stoff zum Grübeln. Genau so soll ein Buch sein. Und darum lächele ich totzdem zufrieden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Februar 2012
"I'm beating around the bush. I know i am. I don't want to tell this story, Bob, and you know why? Because this is a fairy tale with teeth and claws, and here's what completely sucks: you're going to want black and white, Bob, right and wrong. I'm not sure I can give that to you [...]"

Das ist einer der ersten Files von Jenna für Detective Bob Pendleton, nachdem er sie aus eisigem Wasser gefischt hat. Er ist auf der Suche nach der Wahrheit und Jenna kennt seiner Ansicht nach diese Wahrheit.
Der Leser wird in den ersten Seiten zu einem kleinen Rekorder der akribisch Satz für Satz den Jenna preisgibt aufzeichnet.

Die Wahrheit ist nicht simpel und genauso wenig ist diese Geschichte etwas was daher plätschert und mit dem man sich berieseln lassen kann. Ilsa J. Bick hat mit "Drowning Instinct" ein wirklich durchdachtes Werk geschaffen, was an manchen Stellen trotz Jennas Schicksal zu einem bitteren lächeln anregt und andererseits mit Wendungen aufwartet die unerwartet schockierend sind.

Jenna ist sweet sixteen, wie sie selbst sagt und aufgrund eines Feuers im Haus ihres Großvaters hat sie mit 8 Jahren schwere Verbrennungen erlitten. Ihr Elternhaus ist alles andere als harmonisch und liebevoll. Sie selbst ritzt sich und war aufgrund einer "little episode" wie ihr Vater (den sie liebevoll Psycho-Dad nennt) meint, unter medizinischer Aufsicht. Psycho-Dad meint außerdem das ein Neustart Jenna helfen wird und so kommt sie nach Turing. Dort beginnt die Wahrheit.
Am Ende von Jennas Aufnahme kennt der Leser alle Handlungen ihrerseits, alle Personen und Umstände die zum Ausgang oder Anfang der Geschichte geführt haben.

Ich kann und möchte nicht viel mehr sagen, denn es würde etwas vorweg nehmen und die Spannung die sich zum Ende hin immer mehr steigert lösen. Man sollte Jennas Geschichte selbst erleben. Auf dem Buchumschlag ist eine kurze, aber wie ich finde doch sehr treffende Umschreibung für das Buch:
Drowning Instinct is a novel of pain, deception, and love against the odds - and the rules. It's a Story where it's hard to be sure who's a prince and who's a monster, who is a victim and who should live happily ever after.
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