Als langjähriger Fallschirmspringer ist der Film für mich schon alleine wegen der genialen Freifallszenen interessant, die unter Mitwirkung einiger der besten Springer der Welt entstanden sind. Zu dem Film habe ich auch eine gewisse persönliche Beziehung, weil ich mit dem Organisator der Film-Freifallszenen, Roger Ponce de Leon, und einigen weiteren Film-Skydivern kurz nach Beendigung des Films auf einem Springer-Treffen in Florida viele interessante Sprünge gemacht habe. Abends am Lagerfeuer gab's dann immer Anekdoten über die Dreharbeiten...
Die Story selbst ist Durchschnitt - guter Cop mit Rachemotiv jagt undercover bösen Verbrecher. Dabei macht Wesley Snipes eine gute Figur und hat in Gary Busey einen würdigen Gegenspieler. Yancy Butler dagegen wirkt nichtssagend - keine Fehlbesetzung, aber auch nicht bemerkenswert. Was den Film in meinen Augen so besonders macht, ist das Tempo seiner Action-Szenen (wo sonst erreicht der menschliche Körper ohne Hilfsmittel 180 km/h?) und die Tatsache, dass man sich mit Guy Manos einen Profi geholt hat, der sich mit der technischen Seite von Skydiving wirklich auskennt. Und das hat dem Film gut getan, auch wenn die "Skydiver-Szene" letztendlich ein bisschen unrealistisch dargestellt wird.
2 Sterne für mangelnde Originalität der Story, 4 Sterne für die Action - im Durchschnitt also 3 Sterne von mir für "Drop Zone".
(Guy Manos hat übrigens später aufgrund seiner Erfahrungen mit "Drop Zone" einen eigenen Film gedreht: "Cutaway - Jede Sekunde zählt!" mit Stephen Baldwin und Tom Berenger, auf deutsch bereits auf DVD erhältlich. Worum es geht? Ganz klar, um Fallschirmspringen natürlich...)