Aus der Amazon.de-Redaktion
Aber die Welt ist nicht ganz so unschuldig in Drop City, wie seine Bewohner es sich ersehnen, schließlich befinden wir uns in einem Roman von T.C. Boyle. Ein echtes Kind schluckt LSD im Fruchtsaft, ein anderes Kind wird von den Jüngern freier Liebe vergewaltigt. Und dann tritt Gott auf in Gestalt des Sheriffs und vertreibt die Hippies aus ihrem trügerischen Paradies. So müssen sie sich auf die Reise machen ins kalte Alaska, wo wiederum eine Hütte auf sie wartet. Über die Grenze kommen sie nur, weil die zugekiffte Gruppe den Zöllnern weismacht, sie seien die Greatful Dead auf Welttournee.
Auf den Einfall, die Generation der Flower-Power-Bewegung zum Thema eines Romans zu machen, kam Boyle bei den Recherchen über die Umweltbewegung für sein Buch Ein Freund der Erde. Deshalb ist im Roman viel Kritik an einer Zeit versteckt, die ihre kindischen Verklemmungen hinter der Maske totaler Freiheit zu verbergen suchte. Ansonsten aber ist Boyle ein überaus komplexer, wunderbar lesbarer und ironisch-skurriler Roman geglückt, der in seinen besten Passagen an World's End heranreicht. Große, leicht bekiffte Literatur. --Stefan Kellerer
Pressestimmen
"Ein bemerkenswertes Buch, auch ein ernsthaftes, das den zu häufig als skurril verschrieenen Boyle als einen delikaten Psychologen zeigt. Virtuos choreographiert, mit unbändigem Humor und einer Begabung für Naturschilderungen, die seinesgleichen sucht. ... Ein Schriftsteller, der uns wie Boyle alle acht Jahre ein solches Buch schenkt, muß zu den Großen gezählt werden." Andreas Platthaus, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.09.03 "Natürlich sind auch diese 525 Seiten wieder voller aberwitziger Ereignisse, voller durchgeknallter Sonderlinge und schräger und witziger Metaphern, für die Boyle bekannt ist und geliebt wird." Franz Kotteder, Süddeutsche Zeitung, 16.10.03 "Ein "Lieblingsbuch" zielt meist direkt ins Herz. Man liebt und leidet mit seinen Helden. Bei "Drop City" ist das nicht anders. Und doch: ganz anders. Dieser Roman aktiviert zugleich den Verstand... Ein atemberaubend spannender Abenteuerroman." Wolfgang Herles, Die Welt "Ein praller Abenteuerroman samt Gesellschaftsutopie ... Das eine Auge hat Boyle auf die Utopie gerichtet, das andere auf die Realität. Er könnte dabei ins Schielen geraten und vorbeischießen. Große amerikanische Kunst, beides zu treffen." Konrad Heidkamp, Die Zeit, 30.10.03 "Ein wirklich treffender Roman über die so genannte Gegenkultur der sechziger Jahre... Nicht Pop, sondern Kunst, schneidend scharf, aber voll feinem Hintersinn." Ulrich Sonnenschein, Frankfurter Rundschau, 26.11.03 "Ein herrlich lebendiges Buch." Ulf Lippitz, Spiegel Online, 14.08.03 "Boyle, ein Meister der Bilder und Metaphern, weidet die sprachlichen Möglichkeiten, die die Hippiedämmerung an der Westküste bietet, genüsslich aus." Michael Freund, Der Standard, 16.08.03 "Scharf beobachtet, pointiert erzählt. Großartig!" Gala, 28.08.03 "Boyle, dieser ausgefuchste Erzähler ..." Frank Schäfer, Rolling Stone, 10/03
Kurzbeschreibung
»Etwa 60 Hippies leben auf einem Grundstück, das sich Drop City nennt. Sie rauchen Dope, lieben, kochen, schlafen querbeet und im Einklang mit der Natur. Nur das Latrinenproblem stört, die Feindschaft der umliegenden Farmer, die lauernde Aggressivität der Polizei, die intellektuellen Spanner, die am Wochenende zum Freakseeing anfahren. Ein Reigen relaxter Erektionen bestimmt den Tagesablauf, die »größte Plattensammlung der Erde« wartet, dazu dopeversetzter Haferbrei und der wöchentliche Nachschub vom Supermarkt die Natur und das Sozialamt gebens, die Freaks und ihre Bräute nehmens … »Drop City« ist uncool und damit menschlich. Das eine Auge hat Boyle auf die Utopie gerichtet, das andere auf die Realität.« (Konrad Heidkamp in der »Zeit«).
Eine Hippiekommune, die in den 70er Jahren von Kalifornien nach Alaska zieht. »Drop City« ist der Roman einer naiven und idealistischen Generation, die das Lebensgefühl von vielen von Grund auf verändert und bis auf den heutigen Tag geprägt hat. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .
Der Verlag über das Buch
»»Drop City« ist uncool und damit menschlich. Das eine Auge hat Boyle auf die Utopie gerichtet, das andere auf die Realität. Er könnte dabei ins Schielen geraten und vorbeischießen. Große amerikanische Kunst, beides zu treffen.« Konrad Heidkamp in der »Zeit«
»In den Ensembleszenen aus »Drop City«, die Boyle so virtuos choreographiert, daß wir jeden einzelnen der Gruppe einmal als Solisten vortreten sehen und einzuschätzen vermögen, entfaltet sich auch wieder der unbändige Humor des Autors. Und seine Begabung für Naturschilderungen, die er schon vor sechzehn Jahren im Roman »World’s End« an Alaska geschult hatte, erreicht im neuen Buch ein Niveau, das seinesgleichen sucht. Ein Schriftsteller, der uns wie Boyle alle acht Jahre ein solches Buch schenkt, muß zu den Großen gezählt werden.« Andreas Platthaus in der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«
»»Drop City« ist nicht einfach nur die Schilderung eines längst ausgefochtenen Kampfes für das etwas andere Leben, sondern die eines Kampfes ums überleben. So liest sich der Roman zuerst wie das Porträt einer Generation, mutiert dann aber zu einem waschechten Abenteuerroman über das Leben in der Wildnis, geschrieben im Geiste Jack Londons und mit zahlreichen Referenzen an H. D. Thoreaus Aussteiger- und Zurück-zur-Natur-Manifest »Walden«.« Andreas Hartmann in der »taz« -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .