Ich habe das Buch vor zehn Jahren zum ersten Mal gelesen und die nachfolgenden Bänder auch. Das verführt ja geradezu ein wenig vorzugreifen, jedoch möchte ich in dieser Rezension nur auf dieses Band eingehen und die anderen mehr oder weniger auslassen.
Das Band fängt wie viele Fantasybänder an. Das Leben der Hauptdarsteller (Rand, Mat, Perrin, Egwene und Nynaeve) ist normaler als sie denken. Und dann kommt es unerwartetes, hier der Angriff vom Bösen persönlich und sie müssen fliehen um sich und das Dorf zu retten. Und nach und nach entdecken sie, dass sie eine besondere Rolle spielen und sie müssen sich dieser Rolle stellen.
Storytechnisch gesehen finden wir hier wenig neues, wenn wir mal ehrlich sind. Zumal ich auch gerade in der Anfangszeit viele Ähnlichkeiten zum "Herr der Ringe" von Tolkien finden kann, was mich teilweise sogar sehr überraschte. Jedoch sind die Charaktere besser ausgearbeitet als bei Tolkien. Hier sind die Menschen nicht gut oder böse, sie können beides sein und vieles mehr. Ängstlich, freundlich, ärgerlich, sturr und so weiter.
Die Geschichte ist weiterhin gut durchdacht und von anfang an weiß der Autor, was er in den späteren Bändern verwenden möchte. So sieht die Hellseherin Min hier Dinge, die erst in spätern Bänden eine Rolle spielen und auch weiterhin Bestand haben.
Mein Fazit:
Die Reihe hat sicherlich das Fantasygenre nicht neu erfunden, aber ist auf alle Fälle ein interssanter Aspekt aus diesem. Daher kann ich es nur Fantasyfreunden ans Herz legen, welche sich für eine längere Reihe begeistern können. Gut, die Reihe hat ihre Auf und Abs und auch die Erscheinungsweise der Verlage kann nerven, aber für mich tut das Ganze kein Abbruch. Ich kann es nur empfehlen.
Mein Tipp: Wer die Reihe neu beginnen möchte, sollte sich überlegen, die Originalbänder auf Deutsch zu besorgen. Es sparrt auf alle Fälle Platz und man hat mehr auf einmal zu lesen.