Mexiko mitten in den golden 80s. Kriegsschauplatz der Drogenkriege zwischen den USA und mexikanischen Drogenkartellen. Amerika hat vor Ort etliche DEA-Agenten im Einsatz, unter ihnen auch Kiki Camarena und sein Partner Harley Steinmetz. Man ist dem Drogenbaron Quintero auf der Spur. Als Kiki ihm jedoch zu nahe auf den Pelz rückt, lässt dieser ihn foltern und ermorden. Die DEA steht dem Ganzen machtlos gegenüber, da sowohl die Polizei als auch die Politik komplett korrupt zu sein scheint. Steinmetz aber sinnt auf Rache, und nimmt zusammen mit einigen unerschrockenen Kollegen sowie einem Staatsanwalt den ungleichen Kampf auf.
Eigentlich ist Brian Gibsons Werk "Drogenkrieg - das Camarena Komplott", welches von Michael Mann produziert wurde, eine TV-Mini-Serie von über 4 Stunden Laufzeit! Hierbei handelt es sich lediglich um einen Zusammenschnitt des Gesamtwerkes, welches als Spielfilm daherkommt, mit immerhin noch knapp über 2 Stunden Spielzeit. Dadurch geht natürlich einiges an Zusammenhängen oder Details verloren, was man dem Ganzen teilweise auch anmerkt. Zu schnell kommt man auf Spuren und Verdächtige, zu kurz wird die weit reichende Korruption in den Regierungsapparaten ausgeführt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich mich durchgehend gut unterhalten gefühlt habe. Das liegt natürlich auch an der Masse an bekannten Darstellern, die das Ganze sehr gut rüberbringen. In den Hauptrollen sehen wir Craig T. Nelson und Treat Williams. Ferner an Bord sind Miguel Ferrer, Benicio del Toro, Tomas Milian, Raymond J. Barry, Everett McGill und in einer kleinen Nebenrolle auch Denny Trejo. Die TV-Optik stört dabei keineswegs, da man einen sehr guten Einblick in die nahezu aussichtslose Arbeit bekommt, die Polizei und Militär hier zu leisten hatten. Wer sich für diese Thematik interessiert, der ist hier auf jeden Fall sehr gut aufgehoben.