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Drogen und höheres Bewußtsein
 
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Drogen und höheres Bewußtsein [Gebundene Ausgabe]

Andrew Weil
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 220 Seiten
  • Verlag: At-Verlag (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 385502684X
  • ISBN-13: 978-3855026845
  • Größe und/oder Gewicht: 22,7 x 14,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 826.857 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Autorenporträt

Dr. Andrew Weil ist Professor der Medizin an der Universität von Arizona, Leiter des dortigen Programms für Integrative Medizin und hat die Stiftung für Integrative Medizin in Tuscon, Arizona, gegründet. Darüber hinaus ist er international erfolgreicher Buchautor.

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Kundenrezensionen

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Drogen und höheres Bewusstsein 15. September 2006
Das vorliegende Buch wird vom Verlag als Klassiker und Bestseller (siehe www.at-verlag) angepriesen. Richtig ist, das Buch ist erstmals 1972, vor fast 30 Jahren (!) in den USA erschienen und es wurde 1974 unter dem Titel: Das erweiterte Bewusstsein in Deutschland erstmalig verlegt. In den USA war eine sehr bewegte Zeit, die Nixon-Ära, das Land war innerlich zerrissen, viele Probleme traten sehr deutlich hervor, ein Wesentliches war der zunehmende Gebrauch von illegalen Drogen. Auch Weil schreibt in einem Vorwort (1985) über seine inneren Konflikte in dieser Zeit und er verdeutlicht, dass die Veröffentlichung ein Ergebnis der Sechziger ist, das Resultat seiner Erfahrungen als Student im College sowie als Praktikant in den Jahren 1960 bis 1969.

Das Buch ist ein beachtenswerter Versuch die Drogenproblematik durch verschiedene, andersartige Perspektiven, Blickwinkel, Sichtweisen u.ä. zu betrachten. Der Autor versucht in einzelnen Kapiteln Warum-Fragen (z.B. Kap. 2: Warum Menschen Drogen nehmen; Kap. 3: Warum sollte man keine Drogen nehmen? ) zu beantworten, was erfahrungsgemäß kaum zu realisieren ist.

Im Kap. 2 formuliert Weil eine Position wie folgt: Es ist meine Überzeugung, dass der Wunsch, das Bewusstsein von Zeit zu Zeit zu verändern, ein angeborenes normales Verlangen ist so wie Hunger oder sexuelles Verlangen. (S. 28) Und er folgert das Drogen ein Mittel sind, um dieses Verlangen zu befriedigen. Und in den folgenden Abschnitten versucht er durch eine Vielzahl von autobiographischen Erlebnissen und unterschiedlichen Erkenntnissen dies zu belegen. Er diskutiert viele Aspekte an (z.B. verschiedene Bewusstseinszustände; Unterschiede zwischen Drogenmissbrauch und gebrauch; Toleranzentwicklungen; Flashbacks; Angstzustände u.a.). Auch erklärt er seine Ansicht über die Wirkungslosigkeit von Methadon in der Behandlung von Heroinsüchtigen (S. 73, 170), die aus heutiger Sicht von vielen Fachkräften in der Suchtkrankenhilfe wahrscheinlich nicht geteilt wird.

Das 4. Kapitel Zum Beispiel Marihuana ist möglicherweise für viele besonders junge Leser von besonderem Interesse, da Weil versucht die Vorzüge des Gebrauchs von Marihuana herauszuarbeiten und dies z.B. im Vergleich zu Alkohol beschreibt. Sehr informativ im gesamten Buch sind seine häufig dargelegten persönlichen Erfahrungen mit verschiedenen Substanzen (z.B. Marihuana, Alkohol, LSD, Pilze u.a.).

Seine Erörterungen im folgenden Kap. 5: Kein Drogenproblem am Amazonas enthalten eine Vielzahl von bemerkenswerten Erfahrungen und Informationen über den Umgang der Einwohner in Brasilien und Peru mit verschiedenen psychoaktiven Pflanzen. Seine Verallgemeinerungen zur Verwendung von Drogen (vgl. S. 106 ff) erinnern in vielen Aspekten an die gegenwärtigen Regeln für einen risikomindernden Gebrauch von Drogen.

In den zwei folgenden Kapiteln erfolgt eine ausführliche Diskussion der Begriffe: Straight und Stoned beginnend mit semantischen Aspekten und weiterführend in Bezug auf Denkprozesse. Straightes Denken ist gewöhnliches Denken (S. 111) schreibt Weil und er beschreibt fünf Tendenzen für diese Denkart. Weiterhin diskutiert er u.a. den psychosomatischen Charakter aller Krankheiten, was an die Veröffentlichungen des Psychoanalytikers Georg Groddeck aus den 20ziger Jahren erinnert. Stoned Denken ist das Gegenteil straighten Denkens. (S. 136) so beginnen Weils Erörterungen über diese Denkart, welche sich alle möglichst zu eigen machen sollten. Er diskutiert Positionen zur Intuition, zur Ambivalenz und Unendlichkeit, welche das stoned Denken beschreiben. Des weiteren schildert er acht verschiedene Auffassungen (z.B. Beherrschen des autonomen Nerven-systems, wahren Ursachen von Krankheiten, über allgemeine Anästhesie, Synthese östlicher und westlicher Geisteshaltungen u.a.).

Im 8. Kapitel: Die einzige Lösung des Drogenproblems versucht Weil eine Zusammenfassung und entwickelt Überlegungen die derzeitig im Bereich der akzeptierenden Drogenarbeit teilweise ihren Niederschlag gefunden haben. Dabei erörtert er auch sehr kritische Positionen zur Synanon-Methode (S.171).

Er schließt mit: Drogen wird es immer geben. Bekämpft sie, und sie werden immer destruktiver werden. Akzeptiert sie, und sie können in ungefährliche, ja sogar nützliche Kräfte verwandt werden. (S.179)

Weil hat mit dieser frühen Veröffentlichung einen Grundstein für seine teilweise sehr provokativen späteren Werke gelegt. Das Buch bereichert erheblich die Diskussion über den Gebrauch von Drogen und den gesellschaftlichen Umgang damit. Das Lesen, besser möglicherweise das Studieren des Werkes, kann einen Beitrag zum Erlangen neuer Ansichten leisten. Es liest sich sicher nicht leicht und dennoch bereitet es Lust und verlangt nach mehr.

Dr. W. Kursawe
War diese Rezension für Sie hilfreich?
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Grossartig! 19. Juni 2002
Von A. Schult
Dieses Buch ist einfach genial. Weil legt hier seine Theorien über Drogen und das Bewusstsein, bzw. dessen Erweiterung dar. Er beschreibt unter anderem, warum Menschen ihr Bewusstsein verändern wollen und warum es dafür gut, bzw. nicht gut ist Drogen zu nutzen. Ebenso zeigt er Alternativen auf.
Seine Betrachtungen verlassen die üblichen Pfade um das Wesen der Dinge zu erfassen und bietet alternative Betrachtungsweisen und Lösungsansätze für verschiedene Probleme, speziell dem Drogenproblem.

Weiterhin beschäftigt er sich mit Selbstheilung durch Meditation. Er beschreibt, wie und warum es tatsächlich funktioniert. Dabei legt er immer nur seine eigenen Erfahrungen und Schlussfolgerungen dar, die er aufgrund seiner pharmazeutischen Ausbildung, dem Studium verschiedener Drogen, sowie eigener Erfahrungen mit Bewusstseinserweiterung (mit und ohne Drogen) erworben hat.
Erstaunlich ist, dass Lesern, die sich schon vorher in Bewusstseinserweiterung versucht haben viele der Inhalte bekannt vorkommen werden, weil sie eventuell selbst darauf Gekommen sind. Hier hat man sie noch einmal wohlformuliert und wissenschaftlich fundiert zusammengefasst. Trotzdem ist das Buch leicht verständlich und ohne Gefachsimpel geschrieben, so dass es sich schnell lesen lässt, ohne zu überfordern.

War diese Rezension für Sie hilfreich?
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einen Stern Abzug 11. November 2006
Von Kankin Gawain TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Von Amazon bestätigter Kauf
Im Prinzip ist dieses Buch die beste philosophisch-essayistische Abhandlung zum Thema Bewußtseinsveränderung und Drogenkonsum. Aber... Der Autor ist sich seiner Sache zu sicher. Es stimmt schon, dass einige seiner Gedanken recht neu und unkonventionell sind, wie z.B. seine erste These, dass Bewußtseinsveränderung ein natürlicher Instinkt des Menschen ist - seine Argumentation ist aber dennoch anfechtbar. Natürlich läßt sich beobachten das Kinder und Menschen aus allen Kulturen ihr Bewußtsein regelmäßig verändern, das spricht aber noch lange nicht für einen eigenen Instinkt zur Bewußtseinsveränderung. Vielmehr sollte man einfach annehmen, dass der Mensch über ein natürliches Explorationsverhalten verfügt, d.h. dass er aus angeborender Neugier mit seinem Geiste experimentiert.

Das wollte ich nur einmal gesagt haben... :-)
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