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Moviemans Kommentar: Regisseur Nicolas Winding Refn liefert mit "Drive" ein furioses Action-Drama, das den Zuschauer dank klarer Bilder schnell in den Bann zieht. Das Leben der Hauptfigur wird zunächst effektiv durch Tag- und Nachtszenen unterteilt. Während des Tages wird der normale Berufsalltag in hellen und bunten Bildern dargestellt. Die kriminellen Machenschaften werden in die Nacht verlagert. Dadurch erhalten sie eine gefährliche Note. Die dunklen Farben und spärlich eingesetzten Lichtquellen verdeutlichen das zwiefältige Leben. Später werden die kriminellen Aufträge jedoch auch bei Sonnenlicht vom Driver übernommen. Die nahezu epischen Verfolgungsjagden sind effektiv in Szene gesetzt und vermitteln dem Zuschauer das Gefühl, dabei zu sein. Die Stunts wirken stets realistisch. Die dafür verwendete Zeitlupe kann als Stilmittel bezeichnet werden. Jedes einzelne Detail springt einem sprichwörtlich ins Auge. In der Werkstatt (0:32:00) sowie in der Wohnung der Nachbarin nimmt das Auge wichtige, aber auch sehr unwichtige Gegenstände wahr. Diese vermitteln den Eindruck von Authentizität und erlauben dem Zuschauer eine Identifikation mit den Filmfiguren. Ein leichtes Rauschen ist nur in ganz dunklen Szenen zu vernehmen (0:36:06), in denen nur wenig Licht die Umgebung beleuchtet. Ein sehr gutes Sound-Design sorgt auf der Tonebene dafür, dass die Spannung von Szene zu Szene immer weiter aufgebaut wird, bevor sie sich am Ende vollends entlädt. Der Raumeindruck klingt sehr natürlich. Die Verfolgungsjagd (0:53:00) wird auditiv hervorgehoben und sorgt für die Beschleunigung des Pulses. Wenn am Ende des Films ein Auto mittels Crash über die Böschung auf den Strand befördert wird (1:23:11), harmonieren Bild und Ton bestmöglich miteinander. Die Dialoge klingen klar und deutlich. In der englischen Sprachversion erwecken die Stimmen jedoch einen wesentlich authentischeren Eindruck, als in der deutschen Synchronisation. Die Extras: Durch die Featurettes, das B-Roll und Making-of erhält der Zuschauer interessante Einblicke in die Produktion, die durch die nachfolgenden Interviews von Cast und Crew noch untermauert werden. Insgesamt wäre hier aber dennoch Luft nach oben gewesen - wo bleibt der Audiokommentar? --movieman.de
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