Fiddlers Green Wer diesen Namen noch nicht gehört hat sollte dies sicherlich einmal schnell nachholen, denn Fiddlers Green gehören mit ihren 17 Jahren Bandbestehen bereits lange zu den Folklegenden im deutschsprachigem Raum.
2003 erschien mit NU FOLK deren letztes richtiges Studioalbum und seit dem hat sich eine Menge getan, Anfang 2006 verließ Gründungsmitglied Peter Pathos die Band und wurde nun von Pat Prziwara ersetzt. Am 12.1.07 wird deren neues Album Drive Me Mad nun erscheinen und scheinbar hat sich in den 3 Jahren eine Menge Material angesammelt, anders lässt es sich nicht erklären das Drive Me Mad gleich mit 20 Songs auffährt, aber kommen wir nun zum Album.
Der Neuzugang Pat kann wohl auch mit dafür verantwortlich gemacht werden, das Fiddlers Green von dem bisherigen 5. Gang nun in den 6 Gang geschaltet haben. Bereits Irish Air zeigt auf dem Tacho was auf diesem Album noch alles folgen wird. Mit Folks Not Dead folgt ein leicht punkiger angehauchter Song, wobei sie bei diesem Titel sogar mehr als recht haben.
Mein Fuß will nicht so recht still halten, denn positiv und tanzbar geht es die nächsten 3 Songs weiter. Mit When Will We Be Married wird es etwas ruhiger, auch wird hier ein kleiner Ausflug in den Reggae gemacht.
Melanchonisch wird es nun mit Another Spring Song, die erste Ballade auf dem Album, wer Kalte Spuren von Schandmaul kennt wird hier einen Song vorfinden der ähnlich ins Blut geht. Man belässt es bei diesem einem Song und geht direkt darauf wieder zum wichtigsten im Folk über, dem Spaß. Diesen wird auch auch mancher mit der darauf folgenden Instrumental Nummer haben, einfach nur tanzen ist hier wohl das Stichwort schlechthin.
Will ich mal weitermachen mit meinem persönlichen Favorit auf diesem Album, All This Feelings ein Song der nicht nur mit Eingängigkeit und Rhythmus glänzt, sondern auch Gesangstechnisch unter die Haut geht.
Etwas anders ist da der Titelsong (You) Drive Me Mad hier geht es wieder etwas schneller zu und obwohl er nur gerade einmal knapp 3 Minuten lang ist ein netter Partysong ohne viel Text. Eine weitere Instrumental Nummer folgt mit Shamrock Tunes, aber was für eine. Fiddlers Green spielen hierbei die Geige voll aus, einzig etwas unterlegt von den Drums und der Gitarre, dominiert hier die Geige und man denkt irgendwie an den Sound von Lord Of The Dance bloß ohne Stepptänzer.
So dann will ich zum Abschluss kommen, nachdem das Album nun schon zum 5 mal durch die Rotation lief und nicht langweilig wurde. Es ist kein Metal, aber es ist schnell, geil und es rockt wie Schmidts Katze, ich für meinen Teil werde das Album erst einmal in meine Folk Top 5 erheben. 9/10 sind hier sicherlich mehr als angebracht.