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The Drift
 
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The Drift

Scott Walker Audio CD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Audio CD (5. Mai 2006)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: 4ad/Beggars Group (Indigo)
  • ASIN: B000EZMPEU
  • Weitere Ausgaben: Vinyl  |  MP3-Download
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (20 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 94.524 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

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Hörproben
Song Länge Preis
Anhören  1. Cossacks Are 4:32EUR 0,91
Anhören  2. Clara12:43EUR 0,91
Anhören  3. Jesse 6:28EUR 0,91
Anhören  4. Jolson And Jones 7:45EUR 0,91
Anhören  5. Cue10:27EUR 0,91
Anhören  6. Audience 5:49EUR 0,91
Anhören  7. Buzzers 6:39EUR 0,91
Anhören  8. Psoriatic 5:51EUR 0,91
Anhören  9. The Escape 5:18EUR 0,91
Anhören10. A Lover Loves 3:11EUR 0,91


Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Seine Musik mag polarisieren, ganz sicher jedoch lässt sie niemanden kalt. Seit seinen ersten Hits mit einer der ersten Boybands der Welt, den Walker Brothers, hat der mittlerweile 62-jährige mehrere musikalische Quantensprünge erlebt. Das reichte von den hochgelobten Jaques-Brel-Interpretationen bis hin zu „Climate of the Hunter“. Von schwülstigen Schmachtfetzen hin zu düsteren, beeindrucken aber gelegentlich auch befremdlichen Soundmonumenten. Sein letztes Werk „Tilt“ spaltete seine Hörerschaft; all jene, die ihn seither als Genie verehren, werden auch das neue Album lieben. Es ist ein düsteres, gothisches, ein unerhörtes Meisterwerk, voller berückender Poesie und hinreissender Instrumentierung. Die umfangreichen Aufnahmesessions, bei denen schon mal Schweinehälften zu Percussioninstrumenten wurden oder eine Holzkiste gezimmert wurde, um nur einen einzigen, speziellen Ton zu erzeugen, wurden übrigens von Kameras begleitet. Der daraus entstehende Film, der im Herbst in die Kinos kommen wird, wird u.a. von David Bowie produziert, auch er ein langjähriger Verehrer von Scotts Kunst.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Warum sollte man sich dieses Album kaufen?, 3. August 2006
Rezension bezieht sich auf: The Drift (Audio CD)
Manchmal wird einem bei diesen Songs, diesen Stücken schlecht, als hätte man benzingeschwängerte Luft eingeatmet. Beim Vorgängeralbum "Tilt" hat sich das schon angedeutet. Hier wird es eminent. Und es ist doch nur eine Seite dieses schillernden Meisterwerks. Erstaunlich ist es, zu hören, wie ein Sänger im Laufe seiner langen Karriere - mit Umwegen und Irrwegen - immer weiter in die Richtung künstlerischer Selbstverwirklichung geht, und doch ein Kanon von Themen variiert, die ihn schon

vor 40 Jahren beschäftigten. Manchmal scheint man gar über die Jahrzehnte direkte Linien zwischen den Songs ziehen zu können. ("Time Operator" 1970 > "The Cue"; "Montague Terrace" 1967 > "Jolson and Jones", etc.)

Seine großartige,kraftvolle Stimme setzt er - popuntypisch - kunstvoll ein. Er singt zuweilen in einer Höhenlage die ihm hörbar unbequem ist. Diese Stimme führt durch eine opulente, fein zieselierte, extrem präzise Instrumentierung, die sicher nicht leicht zu verdauen ist und beständig mit den Elementen der Hässlichkeit spielt. Laut-Leise-Kontraste, ein Dudelsack, schreiende Esel, martialische Trommeln, enervierende Schritte, Pssst-Rufen, ein lautes Klopfen an die Tür - als klopfe der Tod an.

Manches hier erinnert auch entfernt an Joy Division ("Cossacks are", "Psoriatic") oder Radiohead ("Buzzers").

Scott Walker hat bei "The Drift" die Hülle aus wohliger Melancholie zerstört. Was hervortritt ist voller Düsternis, schwarz und kalt.

Erträgt man das?

Ja! Denn es ist auch absolut faszinierend, es gibt nicht einen Moment der zu viel ist. Die Spannung in diesen Aufnahmen ist unfassbar.

Bitte kaufen, laut hören und nicht wegrennen!

Eine Anmerkung noch: LP-Fans werden von der Qualität der Erst-Pressung enttäuscht. 4AD hat versprochen, sich des Problems anzunehmen.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen hoch 2, 10. September 2006
Rezension bezieht sich auf: The Drift (Audio CD)
Eines gleich vorweg - die meisten Menschen teilen beim Hören dieses Albums augenblicklich das Empfinden, von einem T-Rex gefressen zu werden. Im ersten Moment tut es höllisch weh - unmittelbar gefolgt von jenem innigen Flehen, dass es möglichst schnell vorbei ist. Wer jedoch schon in frühester musikalischer Kindheit in den imaginären (!) Zaubertrank halluzinogener Bewusstseinserweiterung gefallen ist, dem werden sich beim "Ertragen" dieses Meisterwerks wahre Abgründe auftun...

Man sollte gar nicht erst versuchen, die einzelnen Songs zu beschreiben, man kann sie nur er- oder vielmehr durchleben, obgleich sie zum Sterben schön sind. Und wem es schon beim Vorgängerwerk "Tilt" genau so erging, für den wird sich das Warten auf dieses neue Delirium mehr als lohnen. Da wird u. a. auf Schweinehälften geklopft, da wird gezirpt, getrommelt, geschrammelt - und, ach ja - gejault und geheult. Für die einen mag das zum Gotterbarmen sein, für die anderen ein masochistisches Hinabfahren in die Untiefen der Seele oder sogar noch tiefer.

Letztendlich ist diese Scheibe nur als seismisches, avantgardistisches Gesamtkunstwerk zu erahnen.

Übrigens - der eine "Krankenwagen", der vom Kritiker des Rolling Stone Magazins - im Gegensatz zu den fünf "inkommensurablen" Sternen des "Tilt"-Albums - verliehen wurde, könnte als Beschreibung nicht passender sein..."The Drift" kann man wirklich hören, "bis der Arzt kommt"! Wer das kann und möchte - dem wünsche ich "A Hell Of a Time"!
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Einzig- und eigenartig, 21. Mai 2006
Von 
Heino Walter - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: The Drift (Audio CD)
"The sun ain`t gonna shine anymore" war einer der wohlig-schmusigen 60er-Jahre Hits der "falschen" Walker-Brüder. Scott Engel, John Maus und Gary Leeds - so ihre bürgerlichen Namen - waren damals megaberühmt. Als sie sich 1967 trennten, begann Scott eine Solokarriere. Er schwelgte darauf in epischen Jacques Brel-Interpretationen und breitwandigen Eigenkompositionen. Scott Walker machte eine schrittweise Metamorphose vom konformen Chart-Topper zum eigenbrödlerischen Pop-Künstler durch, dem Qualität und Entdeckerfreuden wichtiger als Starruhm waren. 1975 reformierten sich die Walker Brothers und brachten ihr Opus Magnum "Nite Flight" raus. Kein Verkaufsschlager mehr, aber eine Songkollektion mit atemberaubenden Songs zwischen Eleganz und Improvisation, die bis heute ihresgleichen sucht. Erst 1983 hörte man wieder eine Scott Walker-Solo-Aufnahme. "Climate of Hunter" übertraf alle Erwartungen. Scott sang mit hellerer Stimme als sonst, wie ein Todes-Engel über weit ausufernden Sound-Landschaften. Erst 12 Jahre später kam das nächste Lebenszeichen in Gestalt von "Tilt". Die Platte war noch ungewöhnlicher geraten, sie verließ weiter die gewohnten Pfade des Liedaufbaus. Der neue Output "The Drift" reißt weiter Konventionen ein, ist Avantgarde, polarisiert, belohnt aber den neugierigen, geduldigen Hörer mit bislang unentdeckten Klangwelten. Eigen- und einzigartige albtraumhafte Gebilde mit großer Sogwirkung. Eine konsequente, mutige Entwicklung, wie sie nur wenige Künstler vorweisen können. The sun ain`t gonna shine anymore....(Veröffentlicht in ROADTRACKS #21).
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