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Dresden, Dienstag, 13. Februar 1945. Militärische Logik oder blanker Terror?
 
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Dresden, Dienstag, 13. Februar 1945. Militärische Logik oder blanker Terror? [Gebundene Ausgabe]

Frederick Taylor , Friedrich Griese
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 538 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (9. Dezember 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3570006255
  • ISBN-13: 978-3570006252
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,2 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 701.592 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Über den militärischen Sinn oder die Verwerflichkeit der beinahe völligen Zerstörung Dresdens durch britische Bomben am 13. Februar 1945 ist viel diskutiert worden. Im Allgemeinen herrscht heute die Auffassung vor, dass man die militärisch lohnenswerten Ziele dank der längst unumschränkten Lufthoheit auch ohne die großflächige Zerstörung hätte treffen können. Doch man entschied sich, auch die Wohngebiete im Zentrum der sächsischen Barock-Metropole mit Bombenteppichen zu überziehen, unter denen unzählige Zivilisten starben. Selbst in England hat man deshalb immer wieder die Frage diskutiert, ob man sich für das Bombardement vielleicht sogar entschuldigen müsse.

Frederick Taylor sieht dies anders: "Es ist eine Tatsache und keine moralische Frage, ob Dresden militärische Bedeutung gehabt hat", schreibt er an einer Stelle des Buches, mit dem er die totale Zerstörung der Stadt und den zigtausendfachen Tod von Zivilisten als unter den gegebenen Umständen unvermeidbar verteidigt. Von Teilen der englischen Kritik ist der Autor dafür fast frenetisch gefeiert worden. Rechtzeitig zum 60. Jahrestag dieses dunklen Datums am 13. Februar 2005 ist eine deutsche Ausgabe der viele hundert Seiten starken Verteidigungsschrift vorgelegt worden.

In Deutschland werden Taylors zum Teil ausgesprochen provokante Thesen auf Widerspruch stoßen. Und dies nicht nur bei den gerade in Sachsen recht zahlreichen neuen Nazis -- die brauchen das Buch dazu freilich gar nicht erst zu lesen. Gewiss: Bücher wie dieses streuen Salz in längst geschlossen geglaubte Wunden. Gleichwohl sollte man versuchen, sich mit den Thesen Taylors vorurteilsfrei auseinanderzusetzen. Und sei es auch nur, um sie bei Gelegenheit zu widerlegen. -- Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

Zum Gedenken an den 60. Jahrestag der Vernichtung Dresdens im Februar 2005

Der Angriff britischer und amerikanischer Luftverbände auf Dresden am 13. Februar 1945 gehört zu den Traumata der an Gräueln reichen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Das Bombeninferno von Dresden, dem etwa 35 000 Zivilisten zum Opfer fielen, ist - wie Guernica oder Coventry - zum Synonym geworden für den totalen Krieg, der Opfer unter der Zivilbevölkerung nicht nur in Kauf nimmt, sondern strategisch einsetzt. Bis heute gehört die Zerstörung dieser Stadt zu den brisanten Themen im Verhältnis von Deutschen und Briten. In der Flut von - beiderseits emotional aufgeladenen - Veröffentlichungen zur Frage von Schuld und Kriegsverbrechen kommt dem Buch von Frederick Taylor besondere Bedeutung zu. Erstmals werden von britischer Seite Zweifel und kritische Stimmen laut, wo lange Zeit Kriegshelden wie »Bomber« Harris geradezu glorifiziert wurden. Der Historiker stellt Dresden in den Rahmen europäischer Kultur- und Kriegsgeschichte und legt dar, wie mit gezielten Vernichtungsattacken auf Städte wie Dresden moralische Grenzen der Kriegsführung ausgelotet und überschritten wurden.

Erstmals beleuchtet Frederick Taylor aus britischer Sicht kritisch den Luftangriff auf Dresden kurz vor Kriegsende. Er analysiert die Strategie des gezielten Terrors gegen die Zivilbevölkerung im Zusammenhang mit dem Kriegsverlauf, mit den Luftangriffen der Deutschen und mit der Aufweichung moralischer Grundsätze.


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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Deutschsprachige Ausgabe Fredericks Taylors Buches " Dresden, Dienstag 13.Februar 1945" las ich Dank meiner Mitgliedschaft in Prager Bibliotek des Goethes-Instituts in Prag¨, zuffälig gerade vor Weihnachten 2005. Taylors Buch ist nicht dabei einziges Buch, das ich über dem tragischem Schicksal Dresdens gelesen habe. Ob es schon das Buch, Der Brand- Deutschland im Bombenkrieg" von Fridrich Jörg, oder Walter Kempowskis " Der rote Hahn -Dresden im Januar 1945 war. Natürlich aber auch noch viele andere Bücher. Frederick Taylor im Vorwort seines Buches ausser anderem schreibt: "Das abschliessende moralische Urteil über das Schicksal der Stadt im Februar 1945 bleibt den Lesern überlasen,muss ihnen überlassen bleiben.
Was dazu sagen? Meine Überzeugung, trotz den vielen, im Buch gennanten, Beweisen,Befehlen und Erklärungen über der Notwendig-
keit des Bombardements, bleibt auch weiter unverändert. Meiner Meinug nach, Vernichtungsart Dresdens gibt dem Mensch nur einen Ausgang. Nämlich, dass das Bombardement nicht nur militärische Ziele, aber, und das vorallem, eine planmässige Menschentötung im Absicht hatte. Und so etwas kann man nur mit einem Wort bezeichnen - das Verbrechen. Natürlich sehr gut weiss ich, wie viel Leiden hat der Krieg für ganzen Welt mitgebracht und auch aus welchem Gebiet ist er hinausgegangen, übrigens gehöre ich auch zu einer Nation, die unter der Naziherrschaft leidete.Dennoch kann ich kein anderes Wort Benutzen. Das Bombardement Dresdens nichts anderes war, als eine Vergeltung auf dem Prinzip Kollektivschuldes. Und dieses Prinzip kann ich nich anerkennen.
Zum Schluss etwas sehr interessantes. Anfangs Januar 2006 erschien in tschechischer Zeitung"PRAVO" ein packender Artikel. Dem Artikel zufolge wurde im Kew im West London neues Nationalarchiv geöffnet. Im Archiv befinden sich angeblich Besprechungsniederschrifte Londoner Kabinett von Jahren 1942-1945 aus. In einer Niederschrift von 15.6.1942 ( also 5 Tage nach der Vernichtung tschechisches Dorfes LIDICE, im Zusammenhang mit Attentat auf Reinhard Heydrich), sollte Churchil folgenden Vorschlag haben: " FÜr jedes vernichtete tschechische Dorf drei deutsche Dörfer bombardieren". Also ein Verbrechen wollte er mit einem andern Verbrechen strafen. Wieder das Kollektivschuldprinzip.
Muss man eine Frage stellen. Es ist nicht möglich, dass zu den schriftlichen Befehlen über dem Bombardement auch mündliche Befehle existierten, die aber ganz anders lauteten als die schriftliche?
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4 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Klaus Grunenberg VINE™-PRODUKTTESTER
Dieses Buch gehört in die Sammlung derjenigen, die sich mit dem Krieg befassen, ihm nachforschen und seine Bedeutung ausloten.

Vielleicht ebenbürtig der Abhandlung von Clausewitz, der den Krieg ja mehr philosophisch umriss und der als Autor wohl immer noch nicht richtig verstanden wird, weil eigentlich eine große Wahrnung in allem steckt, was er in seinem Werk "Vom Krieg" veröffentlich hat, ja sicher ist es auch das Anliegen von Frederick Taylor, den Finger in die fürchterliche Wunde zu legen.
Es ist eine Wunde, die immer wieder aufbricht.

Allein wenn man jetzt die Bilder der damaligen Zerstörung (nicht nur von Dresden!) sich vor Augen hält.

Frededrick Taylor geht weit zurück in die Historie, er beleuchtet (fast in shakespearischer Art!) die Entwicklung sächsischer Ereignisse bis weit schürfend in die Geschichte der Völkerwanderung hinein.

Und immer wieder das unter Menschen in Europa so ausgeprägte militärische Bewußtsein, womit man Politik betrieb, Macht behauptete (bis heute!).

Die eigentliche Überraschung aber wird am Ende des Buches geoffenbart. Dort steht die Drohung im Raum, Dresden evtl. mit einer Atombombe zu bestücken, um so endlich den fürchterlichen europäischen Krieg zu beendigen.
Gut, dagegen gibt es womöglich auch wieder Argumente und eines davon, daß man es eben nicht tat, wäre der Grund gewesen, daß die Rote Armee eben schon zu nahe an den Ort der Verwüstung herangelangt sei.
Gottseidank kann man da im nachhinein nur denken und danken.

Daß der Schock der Ardennenoffensive bei den westlichen Alliierten nocheinmal die besondere Wut aufflammen ließ, wird wohl wahr sein. Und somit haben wir es also, wie wir ahnen, der unverzeilichen Treue zu einem System der Unmenschlichkeit zu verdanken, daß der unselige Krieg so lange sich hinzog.
Eine unverantwortliche Haltung der damaligen deutschen Machthaber im Angesicht der unvermeidlichen Niederlage, das ist es wohl eher, was ausschlaggebend war für die bestialischen Feuerstürme der letzten Kriegstage in Deutschland.

Diese Mahnung sitzt hoffentlich, und zwar für immer. Wer mit dem Feuer spielt, den erreicht es irgendwann eben selbst.

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