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Dresden, Anfang 1945. Das Kriegsende ist nahe und die Menschen machen bereits Pläne für die Zeit danach. Die junge Krankenschwester Anna, eigentlich mit dem Oberarzt Alexander liiert, lernt den abgeschossenen britischen Bomberpiloten Robert kennen. Trotz der widrigen Umstände entdecken sie ihre Gefühle füreinander, doch ihre Beziehung wird schon bald auf eine harte Probe gestellt. In der Nacht vom 13. auf den 14. Februar fliegen Roberts Kameraden den schwersten Angriff auf eine deutsche Stadt im Zweiten Weltkrieg.
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10 Millionen Euro teures Dokudrama, das fiktive Einzelschicksale in der bombardierten Stadt mit historischen Fakten verbindet. Neben Felicitas Woll ("Berlin, Berlin") glänzt, wie schon wenigen Wochen zuvor in "Die Sturmflut", Heiner Lauterbach als Annas Vater und skrupelloser Krankenhauschef, der sich durch Medikamentenschiebereien den Weg in die sichere Schweiz erkaufen will.
Blickpunkt: Film
Nur zwei Wochen nach 'Die Sturmflut' (RTL) schreibt Nico Hofmanns Produktionsfirma Teamworx erneut Fernsehgeschichte. Für das ZDF ist der 10 Mio. Euro teure Zweiteiler 'das Fernsehfilm-Ereignis des Jahres'.
Vor dem Hintergrund eines geschichtsträchtigen Ereignisses muss sich eine Frau zwischen zwei Männern entscheiden: Auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Event-Produktionen bringen, mit denen Teamworx für die unbestrittenen Höhepunkte der TV-Saison sorgt. Imponierte 'Die Sturmflut' durch ein unvergleichliches Star-Aufgebot, atemberaubende Effekte und eine enorme Spannung, so ist 'Dresden' im wahrsten Sinne des Wortes ein Fanal, das man so rasch nicht vergessen wird. Manche Bilder brennen sich dem Gedächtnis regelrecht ein: die Frau, die einen in Flammen stehenden Kinderwagen hinter sich herzieht; die Körper, die zu Asche zerfallen, sobald sie berührt werden.
Zunächst aber orientiert sich der Film am Melodram. Im Grunde genommen erzählt Autor Stefan Kolditz eine zehn Mio. Euro teure Liebesgeschichte: Krankenschwester Anna (Felicitas Woll) ist hin- und hergerissen zwischen einem abgeschossenen englischen Bomberpiloten (John Light), der sich verletzt im Keller ihres Krankenhauses versteckt, und ihrem Verlobten, dem vergleichsweise kühlen Assistenzarzt (Benjamin Sadler). Ihr Weltbild bricht zusammen, als Robert entdeckt, dass Annas Vater Carl Mauth (Heiner Lauterbach), der Chef der Klinik, das dringend benötigte Morphium im Keller hortet, um sich damit den Weg in die Schweiz zu erkaufen.
Wie schon in 'Die Sturmflut' werden individuelle Schicksale immer wieder mit der großen Katastrophe verknüpft. Der Krieg bildet zwar zunächst nur den Hintergrund für das Melodram, doch er ist natürlich permanent präsent. Gerade im Vergleich zu den seichten Pilcher-Rührstücken, die das ZDF sonntags zu zeigen pflegt, ist der Film in seinem Realismus von mitunter gnadenloser Grausamkeit. Eine konsequente Farbdramaturgie erstickt außerdem jede Form von Wohlfühlfernsehen im Keim: Bis auf wenige Ausnahmen hat Kameramann Holly Fink die Bilder regelrecht entsättigt, so dass sie streckenweise fast schwarzweiß wirken.
Spätestens der zweite Teil entzieht sich ohnehin jeder Beschreibung. Regisseur Roland Suso Richter sind Szenen von unerhörter Dramatik gelungen. Dreißig Minuten lang zeigt er praktisch ohne Dialog, wie sich Anna und die beiden Männer ihren Weg durch den Feuersturm bahnen, von einem Keller in den nächsten stolpern, verschüttet werden, beinahe ersticken und sich irgendwie immer wieder aufrappeln. Und so ist 'Dresden' spätestens gegen Ende, wenn Anna und Robert erschüttert betrachten, was der Feuersturm von der Stadt übrig gelassen hat, ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg. tpg.
Vor dem Hintergrund eines geschichtsträchtigen Ereignisses muss sich eine Frau zwischen zwei Männern entscheiden: Auf diesen einfachen Nenner lassen sich die Event-Produktionen bringen, mit denen Teamworx für die unbestrittenen Höhepunkte der TV-Saison sorgt. Imponierte 'Die Sturmflut' durch ein unvergleichliches Star-Aufgebot, atemberaubende Effekte und eine enorme Spannung, so ist 'Dresden' im wahrsten Sinne des Wortes ein Fanal, das man so rasch nicht vergessen wird. Manche Bilder brennen sich dem Gedächtnis regelrecht ein: die Frau, die einen in Flammen stehenden Kinderwagen hinter sich herzieht; die Körper, die zu Asche zerfallen, sobald sie berührt werden.
Zunächst aber orientiert sich der Film am Melodram. Im Grunde genommen erzählt Autor Stefan Kolditz eine zehn Mio. Euro teure Liebesgeschichte: Krankenschwester Anna (Felicitas Woll) ist hin- und hergerissen zwischen einem abgeschossenen englischen Bomberpiloten (John Light), der sich verletzt im Keller ihres Krankenhauses versteckt, und ihrem Verlobten, dem vergleichsweise kühlen Assistenzarzt (Benjamin Sadler). Ihr Weltbild bricht zusammen, als Robert entdeckt, dass Annas Vater Carl Mauth (Heiner Lauterbach), der Chef der Klinik, das dringend benötigte Morphium im Keller hortet, um sich damit den Weg in die Schweiz zu erkaufen.
Wie schon in 'Die Sturmflut' werden individuelle Schicksale immer wieder mit der großen Katastrophe verknüpft. Der Krieg bildet zwar zunächst nur den Hintergrund für das Melodram, doch er ist natürlich permanent präsent. Gerade im Vergleich zu den seichten Pilcher-Rührstücken, die das ZDF sonntags zu zeigen pflegt, ist der Film in seinem Realismus von mitunter gnadenloser Grausamkeit. Eine konsequente Farbdramaturgie erstickt außerdem jede Form von Wohlfühlfernsehen im Keim: Bis auf wenige Ausnahmen hat Kameramann Holly Fink die Bilder regelrecht entsättigt, so dass sie streckenweise fast schwarzweiß wirken.
Spätestens der zweite Teil entzieht sich ohnehin jeder Beschreibung. Regisseur Roland Suso Richter sind Szenen von unerhörter Dramatik gelungen. Dreißig Minuten lang zeigt er praktisch ohne Dialog, wie sich Anna und die beiden Männer ihren Weg durch den Feuersturm bahnen, von einem Keller in den nächsten stolpern, verschüttet werden, beinahe ersticken und sich irgendwie immer wieder aufrappeln. Und so ist 'Dresden' spätestens gegen Ende, wenn Anna und Robert erschüttert betrachten, was der Feuersturm von der Stadt übrig gelassen hat, ein flammendes Plädoyer gegen den Krieg. tpg.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Historischer Event-Zweiteiler über die Bombardierung Dresdens im Februar 1945.
Kurzbeschreibung
Dresden 1945: Eigentlich scheint die Zukunft der jungen Krankenschwester Anna geregelt. Mit Oberarzt Alexander (Benjamin Sadler) ist sie so gut wie verlobt, ihr Vater (Heiner Lauterbach) macht Pläne für die Zukunft nach dem Krieg. Doch im Chaos der frontnahen Großstadt begegnet Anna einem schweigsamen, faszinierenden Fremden. Robert (John Light) ist einer der verhassten britischen Bomberpiloten. Anna hilft ihm dennoch. Die beiden bemerken, dass sie viel verbindet. Kurz darauf ändert sich alles in Dresden: Robert erlebt einen der schwersten Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs, ausgeführt von seinen Kameraden.
Produktbeschreibungen
16. Januar 1945: Während Briten und Amerikaner einen der größten Bombenangriffe der Geschichte der Menschheit gegen die fast wehrlose Stadt Dresden vorbereiten, kämpft die junge Medizinstudentin Anna, Tochter des Klinikchefs Carl Mauth, zusammen mit ihrem zukünftigen Ehemann, dem Chirurgen Arnim Wenninger, um das Leben der Patienten in ihrer Klinik. Schwierige Bedingungen, es ist Krieg und es fehlt an allem. Gerade deshalb will Arnim Anna heiraten. Es wäre ein Zeichen, wenn auch ein kleines. Zur gleichen Zeit stürzt ein amerikanischer Bomber in der Nähe Dresdens ab. Der schwer verletzte Soldat Robert schafft es, sich unerkannt im Kellergewölbe eines Dresdner Krankenhauses zu verstecken. Als Anna ihn entdeckt, hält sie den jungen Mann für einen Deserteur, der Hilfe braucht. Bevor sie ihm helfen kann, entdeckt ihr Vater Roberts Versteck. Die Gestapo durchsucht das Gebäude. Robert muss sich in Sicherheit bringen. Unter falscher Identität wird er offiziell mit einem Trupp verletzter Soldaten ins Krankenhaus eingeliefert. Anna riskiert ihr Leben für diesen fremden Mann ohne zu wissen warum. Als es ihm besser geht, versteckt sie ihn mit dem Wissen des Pfarrers in den Katakomben der Frauenkir-che und zeigt ihm von dort aus ihr geliebtes Dresden. Der Angriff der Alliierten rückt näher. Niemand ahnt etwas. Als Anna erfährt, wer Robert wirklich ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Er ist der Feind, dessen Kameraden die Zerstörung der Stadt vorbereiten. Sie begreifen beide, wie schwierig pauschale Ver-urteilungen eines ganzen Volkes sind, wenn man sich plötzlich gegenüber steht. Wer ist schuld und wer hatte welche Gründe für welche Tat? Arnim ahnt etwas.