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Seitdem ist viel über diesen sogenannten KGB-Hack geschrieben worden. Neben zahllosen Artikeln in Zeitungen und Magazinen ragten hier besonders die beiden Bücher Cyberpunk von Kathie Hafner und Das Kuckusei von Clifford Stoll heraus. Doch stand bislang der Hacker als Mensch nur selten im Vordergrund. Mit eben diesem Aspekt der Geschichte, dem alltäglichen Leben des als "hagbard" bekannten Hackers Karl Koch, befassen sich Hans-Christian Schmid und Michael Gutmann in ihren Film Dreiundzwanzig und dem gleichnamigen Buch. Anders als im Film konnten die beiden im Buch die Lebensgeschichte von Karl Koch frei von den Zwängen einer filmischen Umsetzung nachzeichnen. So lernt der Leser den Menschen Karl Koch kennen, seine Probleme und seine Ängste, die zu einem großen Teil auf der der Illuminatus-Trilogie zugrundeliegende Verschwörungstheorie beruhten. Sie können dabei aus dem reichen Pool an persönlichen Erzählungen schöpfen, die sie während ihrer jahrelangen Recherche bei Freunden, Bekannten und Verfolgern gesammelt haben. Im letzten Drittel des Buches befindet sich zudem ein ausführliches Interview über die Entstehungsgeschichte und den Hintergrund des Film. Eine lohnende Lektüre, auch für diejenigen, die den Film nicht gesehen haben. --Matthias C. Noch
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Wunderbares Buch,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dreiundzwanzig - 23 - Die Geschichte des Hackers Karl Koch (Broschiert)
Nunja, ein wenig Sorgen bereitet es mir schon, dass ich Eintrag Nummer 23 schreibe.....Nunja, ich kannte bereits vorher einige Fakten und Geschichten über Illuminaten, somit brannte ich förmlich darauf, einmal das Buch zu lesen und den Film zu sehen. Ich muss sagen, auch wenn Unterschiede zwischen Buch und Film bestehen, dass mir beides gleichermassen gut gefallen hat. Wunderbar herausgearbeitet, wie gefährlich Drogen im Zusammenhang mit Verschwörungstheorien sein können, ein paranoides "Durchdrehen" ist nicht selten der Fall. Ich kann dieses Buch nur all denjenigen empfehlen, die Lust haben, einmal in die Computer-Welt von 1986, sowie in das Gehirn eines Hackers, der ein wenig zuviel Koks schnupft abtauchen wollen. Für Fans der 23 allemal ein Erlebnis. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kein Hacker-Buch, aber ein GUTES!,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dreiundzwanzig - 23 - Die Geschichte des Hackers Karl Koch (Broschiert)
Zuerst einmal ist das eine gute Reportage. Oder eine Recherche, an der der Leser teilhaben kann. Hier wird tatsaechlich nichts dramaturgisch verfremdet, wie es der Film 23 natuerlich machen muss. Interessant ist aber, wie spannend doch eine reale Geschichte sein kann, weil sie eigentlich voellig banal ist. Jugendliche, die sich in Computersysteme einhacken, mit einem Geheimdienst zu tun bekommen, daran zugrundegehen oder spaeter in einer 2-Zimmerwohnung in Berlin-Mitte wohnen: Da kann ganz schnell die Grenze zum Kitsch auf der einen Seite oder zum grauen Alltag auf der anderen Seite ueberschritten werden. Was die beiden Autoren (Reporter ist eigentlich das bessere Wort) geschafft haben, ist eine wirklich packende Darstellung dieses Werdegangs - und wie wenig Glamour hinter dem Begrif "Hacker" steht. Wie viel verquastes Gedankengut. Angefangen bei den "Illuminaten", die in Wirklichkeit gute und ziemlich amuesante Buecher sind, bis hin zu Pamphleten aus der Hackerszene, die sich selbst in irgendeine Robin-Hood-Rolle hochstilisieren wollte. Dabei spielt sich das ganze in Hannover ab, oder im Wohnheim, und selbst die Kokainsucht der Hauptperson Karl Koch ist eine Realitaet und kein schillerndes Ereignis. Im Anhang ist ein ziemlich ausfuehrliches Interview mit den beiden Filmmachern. Darin sagen sie, dass sie wirklich keine Ahnung von Computern haben und ihnen das auch ganz lieb fuer den Film gewesen sei. Diese Unkenntnis merkt man dem ganzen Bericht auch an: Es wird auf den Werde- und Untergang von Karl Koch abgezielt, nicht auf sein Leben als Hacker. Genauso haette Koch als Aktenkopierender Spion dargestellt werden koennen. Damit ist 23 wirklich kein Hackerbuch/-film, und das tut ihm in meinen Augen wirklich sehr gut. Und es ist kein moralisierender Schrott, sondern ein interessanter Bericht, den man an einem Abend durchliest, ohne ihn aus der Hand zu legen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Hacker sind keine Übermenschen,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dreiundzwanzig - 23 - Die Geschichte des Hackers Karl Koch (Broschiert)
Dieses Buch bietet einen hervorragenden Einblick in die (damalige deutsche) Szene der Computer-Hacker. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, dass ein künstliches Mysterium um Karl aufgebaut werden würde, doch dies wurde dann meist einen Abschnitt weiter wiederlegt, indem zum Beispiel Karls psychische Probleme erklärt wurden. Schlussendlich merkt jeder, dass Hacker keine Übermenschen sind, sondern ganz normale Leute, mit ganz alltäglichen Problemen.
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