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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen100
4,2 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:2,99 €
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am 8. August 2013
Inhalt
Das eBook besteht aus drei unterschiedlichen Kurzgeschichten: "Wenn man Farben schmecken könnte", "Kein greifbarer Gegner" und "Die vergessenen Kinder von Brooklyn". Bei Kurzgeschichten ist es schwierig, nicht zu viel zu verraten, deswegen fällt das hier alles ein bisschen kürzer aus:
"Wenn man Farben schmecken könnte" erzählt die bezaubernde und leichte Geschichte von einem blinden Jungen und einem einfühlsamen Mädchen, dass sich sehr gut im Farben beschreiben versteht.
"Kein greifbarer Gegner" beschäftigt sich mit dem Abschiednehmen, Wut und dem Gehenlassen und hat mich tief berührt.
Die letzte Kurzgeschichte, "Die vergessenen Kinder von Brooklyn", behandelt das Leben von Straßenkindern in Brooklyn und von Wertschätzung von kleinen Dingen des Alltags.

Wie hat's mir gefallen
Ich bin kein Freund von Kurzgeschichten und schon gar nicht von Sammelbänden von Kurzgeschichten, aber wer dieses Buch nicht liest, ist selbst schuld. Es ist emotional, großartig geschrieben und man hat danach gleich das Bedürfnis etwas zu ändern.
"Wenn man Farben schmecken könnte" beschäftigt sich mit Blindheit. Es ist ein schwieriges Thema. Entweder gehen die Menschen damit um, indem sie Mitleid zeigen oder sie blocken so ein Thema komplett ab. Carina Bartsch geht hier mit viel Feingefühl und mit - für eine Kurzgeschichte - viel Tiefgang an die Sache. Nichts scheint (bitte verzeiht mir die Wortspieler) schwarz weiß in der Geschichte zu sein. Am besten gefiel mir wirklich die Beschreibung der Farben - unglaublich gut gelungen! Vielleicht gefiel mir diese Geschichte sogar am besten, denn ich hatte Herzflattern beim lesen.
"Kein greifbarer Gegner" ist etwas kürzer, aber inhaltlich dennoch sehr stark. Hier möchte ich wirklich nicht zu viele Worte darüber verlieren, denn sonst verrate ich zu viel. Nur so viel: ich war erstaunt, wie schnell mich diese Geschichte zu Tränen rührte.
"Die vergessenen Kinder von Brooklyn" passte erst gar nicht rein, dachte ich, doch schnell wurde klar, dass auch die Geschichte von Straßenjugendlichen erzählenswert ist und sehr zur Thematik passt. Die Geschichte um den Jungen und um die Katze fand ich fast noch emotionaler, als das Ende, denn die beschriebene Liebe zu diesem Tier wirkt unglaublich authentisch und ich kann es nur nachempfinden. Dem Leser wird bewusst gemacht, dass die Wahrheit immer besser ist, aber manchmal muss man Lügen um anderen nicht das Herz zu brechen. Schöne Charaktervielfalt findet sich in der Kurzgeschichte!
Die Autorin hat hier eine Vielfältigkeit an Themen aufgegriffen und verfolgt dennoch einen roten Faden. Man sollte sich unbedingt nach dem Lesen viel zeit nehmen und darüber nachdenken, was Glück und was Liebe ist und was sie für uns individuell bedeuten.
Der Schreibstil der Autorin ist gewohnt interessant und fesselnd. Auch wenn ich mir hier und da noch mehr Geschichte gewünscht hätte (á la "Nein, hier darf nicht Schluss sein - ich will mehr lesen!"), sind die Geschichten schlüssig und abschließend und sehr berührend. Danke!

Fazit
Drei Kurzgeschichten, die unterschiedlicher nicht sein können und doch haben sie diesselbe Botschaft: Was bedeutet Glück. Carina Bartsch fesselt mit ihrem gewohnt unglaublich gutem und fesselnden Schreibstil. Ein absolutes Must-Read!
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am 30. März 2016
Die drei Geschichten sind sehr besonders und haben jeweils eine Besonderheit zu bieten: Blindheit, Verlust und Obdachlosigkeit. Es sind keine 08/15 Geschichten.
Sie sind sehr emotional und berührend und auch einfach gut erzählt und von schönen und auch sehr traurigen Momenten durchzogen.
Ich mag die Beschreibungen und eben die Art wie die Handlung und die Charaktere beschrieben werden.
Ich war sofort drin in der Geschichte. Sie wirkt lebendig und man ist auch emotional gleich mit dabei.
Wichtig finde ich auch, dass in dem Buch kein Kitsch und Klischees auftauchen. Es ist nicht das, was man im ersten Moment erwartet – es ist auch alles andere als oberflächlich.
Die Liebesgeschichten haben etwas Zartes, manchmal auch etwas Unschuldiges und Wahres an sich und vor allem sind sie alle aufgebaut und nachvollziehbar. Die Gefühle entstehen nicht einfach aus dem Nichts.
Es ist also kein Handikap, dass es Kurzgeschichten sind. Die Autorin schafft es mit wenigen Seiten eine tiefe Geschichte zu erschaffen, was ich ziemlich beeindruckend finde.
Im Gegenteil, gerade dass man nur einen so kurzen Blick in das Leben der Figuren werfen kann, macht es irgendwie besonders und sogar intensiver.
Ich hätte absolut nichts dagegen gehabt, mehr zu lesen. Von mir könnten aus den drei Kurzgeschichten gerne drei Romane werden – vor allem aus der dritten Geschichte.
Außerdem geht es nicht unbedingt fokussiert um die Liebesgeschichte an sich – das ist die Basis, aber das alleine macht die Geschichten nicht aus.
Es werden einen (wie oben erwähnt) viele Thematiken drum rum geboten. Die einen auch viel zum Nachdenken und Mitfühlen bieten.

Fazit
Ich war sehr positiv überrascht, dass diese drei vermeintlich kurzen Geschichten, in der Lage waren einen so viel zu geben.
Ich kann es sehr empfehlen.
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am 10. März 2016
Schreibstil:
Der Schreibstil von Carina Bartsch ist wie ich in Erinnerung habe, einfach gehalten und leicht verständlich. Daher lassen sich diese drei Kurzgeschichten auch sehr schnell inhalieren.
Erzählt werden ich Geschichten um mehrere Charaktere herum.

Meinung:
Die erste Geschichte hat mich sofort überzeugt. Ein blinder Junge und ein Mädchen die zueinander finden. Schade nur, dass wir sie anfangs zwar ganz gut kennen lernen, aber dazwischen verliert sich die Geschichte in einer Aneinanderreihung an kurzen Handlungen, ohne das wir den Weg der Charaktere wirklich mitverfolgen können. Bis wir dann beim Ende sind, wo die beiden zueinander finden. Mir hat der Weg dahin einfach gefehlt. Die Geschichte hat echt Potenzial, warum daraus nicht mehr geworden ist ...
Bei der zweiten Geschichte bin ich schon fast froh, dass daraus nicht mehr geworden ist. Es sind zwar wirklich nur ein paar Seiten (wenn ich das richtig einschätze, unter 10), aber die Geschichte würde mich wahrscheinlich umbringen, wenn ich mehr davon lesen müsste. Es geht um einen Mann, der seine Frau an den Krebs verliert und allein mit diesen paar Seiten, hat Carina Bartsch mein Herz berührt.
Die letzte Geschichte von obdachlosen Kinder in New York, hat mir sehr gefallen. Auch wenn die angedeutete Liebe in dieser Geschichte nicht wirklich über die Missstände und die Tragik hinweg kam. Dazu endet die Geschichte auch wieder zu abrupt und lässt mich etwas unbefriedigt zurück. Dennoch ist es einfach die Geschichte weiterzuspinnen und auf ein Happy End für alle Charaktere zu hoffen.
Auch das Nachwort der Autorin musste gelesen werden. Hier bezieht sie kurz Stellung zu jeder einzelnen Geschichte und grade für die mittlere Geschichte fand ich das sehr wichtig. Ein wenig traurig fand ich, dass sie sich von ihrer letzten Geschichte getrennt hat, obwohl sie anmerkt, dass sie gern mehr über die Kinder in New Yorks Straßen geschrieben hätte.

Positiv: Selbst mit den kurzen Geschichten schafft Carina Bartsch es, sehr viel Gefühl in die Zeilen zu legen. Das fehlt manchen Autoren in ganzen Romanen.
Negativ: Die Geschichten sind in meinen Augen zu 'groß', um nur Kurzgeschichten daraus zu machen. Schon bei der ersten wird das deutlich. Aber dies ist nicht wirklich ein negativer Punkt, eher ein Luxusproblem, weil ich mich nur schwer von jeder einzelnen Geschichte trennen konnte. Also wirkt sich das in keinster Weise auf die Wertung aus.

Fazit:
Drei Geschichten, mit denen Carina Bartsch mich absolut überzeugen konnte.
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am 10. November 2013
Zu allererst möchte ich sagen, dass ich, bevor ich das Buch gekauft habe, nicht wusste, was mich erwarten würde. Ich wusste, dass es ein neues Buch von Carina Bartsch gibt; ich wusste auch, dass es um Liebe handelte, doch ich wusste nicht, dass das Buch aus drei Kurzgeschichten besteht. Ich gebe zu, ich bin kein großer Fan von Kurzgeschichten. Das war ich noch nie. Ich mag es nicht, wenn Geschichten zu schnell vorüber sind; wenn man sich an Charaktere gewöhnt, und diese nach nur wenigen Seiten schon vergessen sind. Ich finde jede Idee; jedes Potential sollte bis zum Schluss ausgeschöpft werden. Ich lese mich gerne in lange Geschichten rein; in andere Welten, die mich sehr sehr lange begleiten. Daher bevorzuge ich auch Buchreihen. Leider kann ich es nicht besser beschreiben, doch ich hoffe der ein oder andere kann verstehen bzw. vielleicht sogar nachvollziehen, wovon ich spreche. Und aus dem Grund, da das Buch aus drei Kurzgeschichten besteht, möchte ich in meiner Rezension gerne einzeln auf alle drei eingehen.

Wenn man Farben schmecken könnte

"'Blau ist für mich wie salzige und frische Meeresluft', sagte sie. 'Ein klarer Bergsee an einem kalten Wintermorgen, der Himmel bei schönem Wetter, gewaschene und gut riechende Wäsche, genauso wie die unendliche Ferne.' Sie schloss für einen Moment die Augen. 'Blau steht für Männlichkeit, hat etwas Raues, Kühles und Kräftiges an sich. Trotzdem ist die Farbe wunderschön, sie ist meine Lieblingsfarbe, und ich glaube, dass sie auch deine wäre.'"
[Pos. 373]

In der ersten Geschichte geht es um einen blinden Jungen und ein normales Mädchen: Anna und Tobias. Die beiden könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Tobias ein Einzelgänger ist und seine Zeit lieber alleine verbringt, genießt Anna die Gesellschaft ihrer Freunde. Irgendwann lernen sich die beiden durch einen unschönen Zufall kennen und ab diesem Zeitpunkt, verbringen die beiden immer mehr Zeit miteinander. Obwohl Tobias sich anfangs wehrt, lässt er ihre Freundschaft irgendwann zu.

Die Geschichte hat mich wirklich sehr berührt. Wenn man das Nachwort von Carina Bartsch liest weiß man, wie und wodurch sie zu dieser Kurzgeschichte inspiriert wurde. Durch einen Vorfall der mich erst kürzlich ereilt hat, habe ich mir auch immer häufiger Gedanken darüber gemacht wie es wohl wäre, nicht mehr sehen zu können. Sei es nun von Geburt an oder durch einen Unfall. Ich wüsste nicht, was schlimmer wäre. Von Geburt an nichts sehen zu können, alle die wunderschönen Dinge nicht zu kennen; noch nicht einmal träumen zu können, da einem die Bilder im Kopf fehlen oder aber erst nach ein paar Jahren, nachdem man all diese wunderschönen Dinge bereits gesehen hat, zu erblinden und genau diese Sachen, nie wieder sehen zu können. Ich denke es ist schwierig, als Außenstehender; als jemand, der noch nichts dergleichen erlebt oder nachempfunden hat, eine solche Situation so zu beschreiben, dass der Leser sich vollkommen in die Person und seine Krankheit hinein versetzen kann. Doch genau das ist Carina Bartsch gelungen. Ich hatte regelrecht Gänsehaut, während ich Anna und Tobias begleitet habe. Gerade dann, wenn Anna versucht, Tobias Farben mit Worten zu beschreiben, die er versteht, stiegen mir Tränen in die Augen. Es ist so wunderschön, wie Anna sich nicht davon beeindrucken lässt, dass Tobias eben nicht so normal ist wie die anderen Jungs. Er wird niemals die Dinge mit ihr unternehmen können, wie es ein anderer Junge ihrer Schule tun könnte. Doch Anna ist so gefesselt von seinem Charakter, von seinem Charme, seiner Einstellung dem Leben gegenüber, obwohl er es so schwer hat, dass es ihr vollkommen egal ist, dass er sie und alles andere nicht sehen kann. Zwischen den beiden entsteht zuerst eine wundervolle Freundschaft und dann irgendwann entwickelt sich die Freundschaft in Liebe; eine Liebe, auf die beide nicht mehr verzichten möchten. Es ist unglaublich toll, wie Carina Bartsch die Gefühle zwischen den beiden beschreibt und selbst wenn die Geschichte nur so kurz ist, fühlt man regelrecht mit den Charakteren mit. Man hat Zeit genug, sie richtig kennen zu lernen. Bereits nach wenigen Seiten lernt man sie zu lieben. Carina Bartsch hat so großes Talent; sie hat es tatsächlich geschafft, mich mit ihren Kurzgeschichten zu fesseln und das obwohl ich eigentlich kein Freund davon bin.

Kein greifbarer Gegner

Die zweite Geschichte ist wohl die emotionalste Geschichte der drei. Und es ist auch die Geschichte, die mich am meisten berührt hat. In der Geschichte geht es um eine kleine Familie, Vater, Mutter und ihr gemeinsames Kind. Die Mutter ist schwer an Krebs erkrankt. Es sieht nicht gut aus. Es ist offensichtlich, dass sie nicht mehr lange unter ihren Liebsten weilen wird. Und während sie dem Tod immer näher kommt, bringt ihr Mann sie an den Ort, an dem sie sich damals kennen lernten um ihre letzten Stunden mit ihr zu verbringen.

Selbst jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, überkommt mich ein Gefühl von Gänsehaut - und zwar am gesamten Körper. Allein der Gedanke daran, einen geliebten Menschen zu verlieren, frisst mich auf. Doch sich auch noch vorstellen zu müssen, dass man die Liebe seines Lebens, die Mutter seiner Kinder verliert, ist unerträglich. So geht es auch Jan in dieser Geschichte. Jan liebt seine Frau Sonja über alles; würde sie nie im Leben im Stich lassen. Immer noch hatte er die Hoffnung, dass sie den Kampf gegen diese schreckliche Krankheit gewinnen würde, doch Sonja hatte den Kampf bereits aufgegeben. Wäre ich Carina Bartsch gewesen, hätte ich diese Kurzgeschichte wohl nicht schreiben können, ohne in Tränen auszubrechen. Ich bin ein sehr labiler, emotionaler und leidenschaftlicher Mensch, was vielleicht auch der Grund ist, weshalb ich mich so gut in genau diese Situationen hinein versetzen kann, obwohl ich es gar nicht will. Meine Gedanken überschlagen sich dann und egal wie oft ich sie darum bitte, aufzuhören, mir diese schrecklichen Bilder in meinen Kopf zu projizieren, hören sie nicht auf mich und machen weiter - immer weiter, bis es unerträglich wird. Und genauso habe ich mich beim Lesen dieser Geschichte gefühlt. Obwohl diese Geschichte die kürzeste ist, hat sie mich am meisten gefesselt und mein Herz auf extremste Weise berührt. So sehr, dass ich sie womöglich kein zweites Mal lesen würde. Es ist mir ein Rätsel wie Carina Bartsch es schafft, eine solche Geschichte zu schreiben; so wunderschön und doch so traurig. Genau das ist es, was Liebe eigentlich aus macht. Wie in schönen, so auch in schlechten Zeiten. Eine traurig schöne Geschichte.

Die vergessenen Kinder von Brooklyn

"Nichts war so unbezwingbar wie die Zeit. Gleichgültig, an was man sich klammern wollte, sie schritt unaufhaltsam weiter voran, machte Momente aus der Gegenwart mit einem Wimpernschlag zur Vergangenheit."
[Pos. 1001]

Die dritte Geschichte handelt von ein paar obdachlosen Jugendlichen, die ihr Leben in einer alten Lagerhalle irgendwo in Brooklyn verbringen. Sie müssen Tag für Tag ums Überleben kämpfen; besonders im Winter ist es für sie sehr schwer, am Leben zu bleiben. Ohne Gemüse und Obst leiden sie unter Vitaminmangel, werden krank - sie müssen stehlen, um essen und trinken zu können, und nicht immer kommen sie mit einem blauen Auge davon. Sie besitzen nur sehr wenig; haben keine Familie - sondern nur sich selbst.

Auch diese Geschichte hat mich unglaublich berührt. Ich weiß, wie es in New York zugehen kann. Auch wenn ich New York liebe; meine große Liebe ist, kenne ich auch die Schattenseiten dieser wundervollen Stadt. Ich habe für ca. einen Monat lang in den sogenannten "Projects" in Queens gelebt. Hauptsächlich von afro-amerikanischen Menschen besiedelt, ist dies kein wirklich angenehmer Ort. Die Leute die dort leben, leben in ärmlichen Verhältnissen, haben meistens keinen Job, bekommen Hilfe vom Amt und verbringen die meiste Zeit draußen, trinken Alkohol, nehmen Drogen und landen genau so auf der schiefen Bahn. Als ich dort war, wurde am hellichten Tag gleich bei meinem Freund in der Nachbarschaft jemand erschossen. Einfach so. Eine alte Dame kam gerade aus ihrer Wohnung; ein Schuss ertönte und kurz drauf standen gefühlte tausend Polizeiautos vor der Tür. Die Frau wurde erschossen, von einem Mann - und keiner wusste wieso. Die Schattenseiten dieser Stadt bleiben meist unentdeckt, sind aber genauso präsent wie all die schönen, spannenden und aufregenden Seiten dieser großen Stadt. Und genau deshalb, sollten diese nicht vergessen werden, auch wenn die meisten versuchen, gerade solche Sachen unter den Teppich zu kehren. Und genau aus diesem Grund, hat mich diese Geschichte so berührt. Sie ist die längste der drei Geschichten und hat unglaublich viel Potential. Carina Bartsch hat die verschiedenen Situationen perfekt dargestellt; man fühlte sich so, als wäre man mitten drin; als gehörte man ebenfalls zu den obdachlosen Jugendlichen; als wäre man ebenso wie sie in der alten Lagerhalle. Der Wind bläst laut durch die zerbrochenen Fenster; es ist kalt, das Radio spielt ein paar Lieder bevor die Batterien leer gehen. Ich fühlte mich, als wäre ich mitten drin und wie Carina Bartsch selbst im Nachwort sagte, finde ich, dass man aus dieser Geschichte sehr viel mehr machen könnte - nämlich ein ganzer Roman. Mit mir hätte sie auf jeden Fall eine Leserin gefunden.

Auch für diejenigen, die genau wie ich normalerweise keine Fans von Kurzgeschichten sind, sollten sich dieses wundervolle Buch nicht entgehen lassen. Es gibt Liebe in so vielen verschiedenen Variationen und Carina Bartsch hat es geschafft, drei davon perfekt in Szene zu setzen und zu beschreiben. Ich bin unglaublich begeistert und bin sehr sehr froh, dass es dieses Buch war, dass ich als erstes auf meinem Kindle gelesen habe. So werde ich gerade dieses Buch ewig in Erinnerung halten, nicht nur als einer der wunderschönsten Liebesgeschichten die ich je gelesen habe, sondern auch als mein aller erstes E-Book. Außerdem habe ich mich so sehr in dieses Cover verliebt, dass ich es so oder so gekauft hätte, alleine des Covers wegen. Ich hoffe sehr, dass es das Buch auch irgendwann als Printausgabe zu kaufen gibt, denn ich hätte es nur zu gerne in meinem Bücherregal stehen. Der einzige Grund, weshalb ich bloß vier Punkte und keine fünf vergebe ist der, dass ich mir mehr gewünscht hätte. Jede einzelne Geschichte als kompletter Roman, sodass man einfach noch mehr erlebt, noch mehr mitfiebert und einfach mehr über die Charaktere erfährt.

[...]
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am 28. August 2013
Carina Bartsch hatte es bei mir bislang nicht sonderlich leicht, denn von ihrem ersten Werk "Kirschroter Sommer" bin ich alles andere als angetan und habe es (aktuell) noch nicht einmal beendet. Von daher wollte ich es mit einem anderen Werk von ihr versuchen und habe "Dreimal Liebe" entdeckt. Da mich die Kurzbeschreibung direkt angesprochen hat, habe ich das Ebook sofort gelesen und bin einigermaßen mit Carina Bartsch versöhnt. Zwar hat mir die letzte Geschichte nicht so ganz gefallen, dafür aber die ersten beiden Kurzgeschichten umso mehr, sodass mir das Ebook dann doch gut gefallen hat.

Der Schreibstil hat mir ganz gut gefallen. Da ich "Kirschroter Sommer" recht trocken fand, habe ich mich auf einen ähnlichen Schreibstil eingestellt, allerdings wurde ich dann doch positiv überrascht, denn die drei Kurzgeschichten lesen sich leicht, locker und unterhaltsam. Die Figuren werden dabei besonders gut beschrieben und auch ihre Gedanken und Gefühle werden dem Leser authentisch vermittelt.

Bereits die erste Geschichte hat mich direkt in den Bann gezogen und ist meine Lieblingsgeschichte in diesem Ebook: Ein blinder Junge geht auf eine normale Schule und muss sich dort täglich dem (manchmal sehr harten) Tagesablauf stellen, was ihn meistens auch gut gelingt. Dank seiner Mitschülerin Anna ist dies jedoch plötzlich anders, als sie versehentlich in ihn hineinläuft. Durch diesen kleinen Zusammenstoß freunden sie sich an, verbringen immer mehr Zeit miteinander und plötzlich übermannen sie die Gefühle, bis es zum ersten Kuss kommt. Die Idee, Anna alles farblich erklären zu lassen hat mir sehr gefallen und ich fand es sehr interessant, die Sicht eines Blinden zu erfahren, der Farben leider nie kennenlernen durfte.

Die anderen beiden Geschichten "Kein greifbarer Gegner" und "Die vergessenen Kinder von Brooklyn" haben mir ebenfalls gefallen, wobei ich jedoch zugeben muss, dass ich "Die vergessenen Kinder von Brooklyn" als die schwächste Geschichte empfunden habe. Aber dennoch sind sie unterhaltsam und haben mich stellenweise zum Nachdenken angeregt. Besonders "Kein greifbarer Gegner" könnte trauriger nicht sein, da es dabei quasi um Leben und Tod geht und auch sowas leider zur Liebe mit dazu gehört. Die Gedanken des Ehemannes, der aufgrund der Krankheit seiner Frau zutiefst am Boden ist, hat mich sehr berührt und ich musste mir so manches Tränchen verdrücken. Dies ist bei mir bei einer Kurzgeschichte schon recht selten, dass sowas vorkommt.

Obwohl "Dreimal Liebe" mit knapp 75 Ebookseiten recht kurz gehalten ist, erscheinen die Geschichten trotz ihrer Kürze genau richtig. Zwar hätte ich besonders von Tobias und Anna aus der ersten Geschichte gerne mehr erfahren, aber die Thematik "Liebe" ist dabei so gut untergebracht, dass auch diese wenigen Seiten bereits ausgereicht haben, um mich zu berühren.

Das Cover ist wunderschön und sehr passend zur letzten Geschichte "Die vergessenen Kinder von Brooklyn". Ich mag die Farben und auch die Szene ist perfekt abgestimmt. Auch der Titel und die Schriftart sind bestens ausgewählt und wirken alles andere als aufdringlich. Die Kurzbeschreibung ist recht neutral gehalten und geht nicht auf einzelne Geschichten ein, was ich jedoch alles andere als schlecht finde, denn so war der Überraschungsmoment bei den Geschichten dann noch größer.

Insgesamt hat mir "Dreimal Liebe" gut gefallen. Die Geschichten sind allesamt gut geschrieben, das Thema "Liebe" kommt dabei nie zu kurz und so manches Mal konnten mich die Geschichten auch zum Nachdenken anregen. Wer weiß, vielleicht werde ich "Kirschroter Sommer" ja doch noch irgendwann eine faire Chance geben. Wer Kurzgeschichten rund um das Thema Liebe mag, wird bei diesem Ebook bestens aufgehoben sein. Leseempfehlung!
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Das eBook beinhaltet drei Kurzgeschichten um das Thema Liebe.

Wenn man Farben schmecken könnte
Tobias ist blind und schwärmt für Anna, diese hat ihm an seinem ersten Tag die Schule gezeigt. Aber seitdem haben die beiden nicht mehr miteinander gesprochen. Was Tobias nicht weiß, auch Anna findet ihn faszinierend. Sie bindet sich daheim einen Schal um die Augen, um zu verstehen wie es ist wenn man blind ist. Als die beiden in der Schule zusammen stoßen und Anna darauf hin, Tobias ein Buch bringt das er verloren hat, ändert sich das Verhältnis der beiden. Sie näher sich langsam an und werden Freunde.

Die Geschichte ist süß zu lesen. Man liest abwechselnd die Sicht von Tobias und Anna, einmal bekommt man dann sogar kurz einen Einblick in die Sicht von Tobias Mutter.
Der schönste Teil dieser Kurzgeschichte ist, als Anna Tobias Farben erklären soll. Ich finde das macht sie wirklich wundervoll und passend.

Kein greifbarer Gegner
Jan und Sonja kehren an den Ort zurück, wo sie sich vor 9 Jahren kennen gelernt haben. Doch nichts ist mehr wie vor 9 Jahren. Sonja ist krank und wird bald sterben und hat einen letzten Wunsch. Jan braucht Zeit für sich allein und denkt über diesen Wunsch von Sonja nach.

Das ist wirklich eine Kurzgeschichte. Aber eine sehr schöne, trotzdem hätte mich hier etwas mehr interessiert und ich hätte mich gefreut wenn sie etwas länger gewesen wäre.

Die vergessenen Kinder von Brooklyn
Joel und seine Freunde leben auf der Straße. Nachts übernachten sie in einer still gelegten Lagerhalle. Sherly bringt ein Mädchen mit und Joel sieht das dies eindeutig ein zu Hause hat. Trotzdem bleibt Cahty bei den Kindern und lebt mit ihnen auf der Straße.

Das ist meine Lieblingsgeschichte in diesem Buch, davon hätte ich gern mehr gelesen bzw. es vielleicht sogar als richtiges Buch gehabt. Dann hätte man tiefer gehen können. Bei so Kurzgeschichten, kann man einfach nicht tiefer rein gehen und das fehlt mir irgendwie.

Gerade bei diesem Buch habe ich gemerkt das Kurzgeschichten nicht so meine Welt sind, mir fehlt die Tiefe des Buches, das bessere kennen lernen der Charaktere.

Bücher mit einer Geschichte sind mir einfach lieber.

Fazit:
Ein sehr nettes Buch von Carina Bartsch, mit drei kleinen Kurzgeschichten. Von der letzten hätte ich gern mehr gelesen. Trotzdem kann ich dem Buch nur 4 Sterne geben, da mich die Geschichten nicht so berührt haben wie Kirschroter Sommer & Türkisgrüner Winter.
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am 12. September 2014
Hier handelt es sich um drei völlig verschiedene Geschichten, die sehr kurzweilig sind. Dennoch konnte ich zu den Charakteren eine gewisse Beziehug aufbauen und besonders die erste und dritte Geschichte haben mich absolzt gepackt.
Es gab ein paar Stellen, die wirklich rührend und emotional waren und ich kann wirklich behaupten, dass ich dieses eBook liebe.
Mit ein paar Charateren konnte ich mich selber auch identifizieren.
Manche Dinge kann man zwar teilweiße vorhersehen und diesen "Überraschungseffekt" gibt es zwar am Ende der jeweiligen Kurzgeschichte nicht immer, aber das ist ja nicht unbedingt immer Vorraussetzung, besonders nicht bei romantischen Kurzgeschichten.

Auch der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Für mich war es ein absoluter "pageturner". :D

Ich würde es jedem weiterempfehlen, der besonders auf Teenagerromanzen steht, sich aber auch noch dazu mit gewissen Faktoren beschäftigen will, die es in der Liebe natürlich auch gibt, die aber bei einigen sehr schnell in Vergessenheit geraten, wenn man nicht unmittelbar damit in Berührung kommt und somit damit konfrotiert wird.
Es sind keine gewöhnlichen Liebesgeschichten.
Lest einfach in die Leseprobe rein, dann wisst ihr was ich meine und dann muss ich auch nicht spoilern. :)

Tzja. Liebe ist einfach nicht immer eine rosarote Welt, auf der alle bisherigen Probleme verschwunden sind. Und genau das mag ich so an diesem eBook. Es beschönigt nichts und ich hab mir sehr oft die Frage gestellt: "Was wäre, wenn ich an ihrer/seiner Stelle wäre?"
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am 21. August 2013
Ich muss sagen, dass mir die drei Geschichten sehr gut gefallen haben. Es ist allerdings kein leichter Lesestoff, aber sehr toll und gefühlvoll geschrieben. Die erste und die letzte Geschichte hätte ruhig noch viel länger sein können. Sehr zu empfehlen.
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am 8. August 2013
Bei dem neuen Buch handelt es sich um eine Sammlung von 3 Kurzgeschichten, von denen eine wirklich kurz ist, die anderen beiden ungefähr gleich lang. Insgesamt sind es ca. 90 Buchseiten und bei meinem Lesetempo hatte ich diese innerhalb von knapp einer Stunde gelesen. Und das war eine wirklich schöne Stunde :) !

Wie schon gesagt handelt es sich um 3 Kurzgeschichten. Die erste, WENN MAN FARBEN SCHMECKEN KÖNNTE handelt vom blinden Tobias und der schüchternen Anna, die sich kennen und lieben lernen. Dass Tobias blind ist, macht das ganze etwas schwieriger, weil beide so ihre Probleme haben, damit umzugehen, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen. Da die Geschichte aus der Perspektive von beiden geschildert ist, bekommt man alles hautnah mit und drückt den beiden die Daumen, dass sie doch endlich über ihre Zweifel hinwegspringen. Es ist so süß und einfühlsam geschrieben, dass ich gar nicht anders konnte, als mich von der Geschichte verzaubern zu lassen. Zurück blieb ein warmes Gefühl der Farbe Rot :) ❥

Die zweite Geschichte KEIN GREIFBARER GEGNER ist eher ein innerer Monolog eines jungen Mannes, der sich mit einer eigentlich unlösbaren Frage konfrontiert sieht. Auch wenn das ganze nur über wenige Seiten geht, so hatte ich doch einen Kloß im Hals und Tränen in den Augen, weil es so rührend, und im Gegensatz zum "Gegner" so greifbar geschrieben ist. Carina Bartsch hat bewiesen, dass man auch mir nur wenig Worten ganz große Gefühle hervorrufen und Leute zum Nachdenken bewegen kann. Ich kann nur hoffen, dass der junge Mann die richtige Entscheidung getroffen hat...

DIE VERGESSENEN KINDER VON BROOKLYN ist die letzte Geschichte und auch die längste. Aus der Sicht von Joel lernt man hier die Schattenseiten vom leuchtenden New York kennen und ich habe ihn mit seiner Art sehr schnell ins Herz geschlossen, auch wenn er manchmal etwas grummelig ist. Man erfährt nicht all zu viel über ihn oder seine "Leidensgenossen" auf der Straße, aber dennoch fühlt man sich mit ihnen auch auf eigenartige Weise verbunden. Auch seine Geschichte hat mich förmlich mitgerissen und mich sehr berührt. Und dass mir mal die Erwähnung einer Katze Tränen in die Augen treiben würde, damit hätte ich nie gerechnet. Es sind wohl oft die kleinen Dinge, die das Leben ausmachen und die man wertzuschätzen wissen sollte. Sei es eine arrogante Katze, oder eine Kassette oder eine Decke.

Die kleinen Dinge, seien es auch nur 3 kurze Geschichten, machen das Leben eben manchmal einfach schöner. Daher ein DANKE an die Autorin, die mir mit diesen kleinen, aber feinen und einfach wundervoll gefühlvollen Geschichten den Tag verschönert und mich zum Nachdenken gebracht hat.

Lasst euch vom wunderbaren Schreibstil und den ehrlichen, gefühvollen und unterschiedlichen Geschichten verzaubern. Und wenn ihr nicht genug bekommt, solltet ihr auch unbeding das Nachwort der Autorin durchlesen. Selbst das ist wunderschön :)
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am 23. März 2014
Als Fan von Carina Bartsch bin ich auch von diesem Buch begeistert. Sie schreibt lebensnah, gefühlvoll und sehr kurzweilig. Leider sind es nur Kurzgeschichten und wie bei allen leckeren kleinen Häppchen hinterlassen auch sie die Sehnsucht nach mehr!
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