In einem Dorf im Thüringer Wald herrscht Aufregung: Ein Frauenmörder ist geflohen und hält sich irgendwo in der Umgegend versteckt. Dies ist die Basis, die drei Filme jedoch erzählen drei Geschichten, die sich nur bedingt auf diese Situation beziehen. In "Etwas besseres als den Tod" erleben wir ein junges Paar, das zusammenfindet, dessen Beziehung aber von Anfang an sehr fragil ist und immer wieder auseinanderzubrechen droht. "Komm mir nicht nach" erzählt die Geschichte einer Polizeipsychologin, die anreist, um bei der Mörderjagd zu helfen. Schwerpunkt ihrer Geschichte ist allerdings der Kontakt zu einer alten Freundin, die in der Region mit ihrem Partner lebt. Die beiden Frauen entdecken, dass ihr Leben, auch bevor sie sich kennengelernt haben, Überschneidungen hatte. Die rotweingeprägten Gespräche über die Vergangenheit bringen ihre ganz eigene Aufregung mit. "Eine Minute dunkel" erzählt die Geschichte des Entlaufenen, der sich in Wald und Flur zu verbergen versucht. Eine Hundertschaft der Polizei ist ihm auf den Fersen. Zudem gibt es da den Kommissar, der seinen Hör- und Gleichgewichtsproblem zum Trotz, versucht den Entlaufenen empathisch zu verstehen und ihm so strategisch auf die Spur zu kommen.
Überschneidungen gibt es in den drei Geschichten, trotzdem sie in Handlungsort und -zeit identisch sind, nur punktuell. Aber eben diese Überschneidungen sind es, die diese Trilogie sehenswert machen. Reißerisch ist keiner der Filme. Während sich die ersten beiden um beinahe Alltägliches drehen, widmet sich nur der Dritte im Schwerpunkt der Mörderjagd. Die Erzählweise ist ruhig, alle drei Filme nehmen sich Zeit für ein gründliches Portrait der Figuren. Das ist auf der einen Seite lobenswert, auf der anderen hätten gerade die ersten beiden Filme ein wenig mehr Spannung vertragen. Auch gab es für mich irritierende Momente, was die Chronologie der Geschichte angeht. Sei es, was das Stelldichein im Maisfeld (3. Film) angeht, das nach meinem Empfinden später hätte stattfinden müssen, oder die Frage, warum im ersten Film des Gesicht der Entlaufenen dauerhaft blutverschmiert ist, im dritten aber erst am Ende. Von diesen kleinen Irritationen abgesehen, ist das Filmprojekt als solches sehr faszinierend. Wer auch ruhigere Filme mag, in denen es eher um Figuren geht, wird Gefallen an "Dreileben" finden. Alles in allem finde ich diese Trilogie gut, habe aber das deutliche Gefühl, dass auch noch mehr drin gewesen wäre.
Als Special gibt es ein nett gemachtes "Making Of", in dem allerdings leider nur die Regisseure, nicht aber die Schauspieler interviewt werden. Das Special ist identisch auf allen drei DVDs zu finden.