Es ist schwer zu sagen, welche der beiden berühmten Serien aus Barbara Noacks Feder - "Der Bastian" oder "Drei sind einer zuviel" schöner ist. Beide leben von der natürlichen, unverbrauchten Art der Haupt- und Nebendarsteller, beide spielen in einem scheinbar nie enden wollenden 70er-Jahre-Sommer, beides sind Geschichten, in denen man am liebsten selber mitgespielt hätte, in einer gewaltfreien Welt voller netter Menschen und guter Freundschaften. Beide Serien sind weder eindeutig Kinder-, noch Jugend-, noch Erwachsenenserien, sondern sogenannte Familienserien; eine heute wohl ausgestorbene Gattung ohne hochbezahlte Schauspieler, heftige Werbetrommel und etliche verwässerte Fortsetzungen. Doch auch wenn beide Serien miteinander überhaupt keine inhaltliche Verbindung haben, so läßt sich doch ein gewisser Roter Faden erkennen: Wenn der etwas weltfremde und allzu gutmütige Langzeitstudent Bastian am Ende der letzten Folge von "Der Bastian" mit dem Zug zu seinem neuen Dasein als Lehrer in einem bayerischen Dorf aufbricht - und sich zuvor bereits ausgemalt hat, wie er dort mit einem Bekannten auf dessen Hof Pilze züchtet, wird der Zuschauer beider Serien erkennen, daß genau hier die Basis zu "Drei sind einer zuviel" liegt. Peter Melchior tritt seinen Lehrerdienst im tiefen bayerischen Wald an und landet schon kurz nach der Bekanntschaft mit Benedikt Kreuzer auf dessen Hof, den dieser anstatt Honorar von einem Kunden übernommen hat. Tja, was bleibt zu sagen? Ich habe beide Serien auf DVD in "einem Rutsch" geschaut und bedaure, daß es nicht noch mehr solch guter, alter, leichter - nicht seichter! - Fernsehunterhaltung auf DVD gibt!!!