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Drei Streifen gegen Puma: Zwei verfeindete Brüder im Kampf um die Weltmarktführerschaft
 
 
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Drei Streifen gegen Puma: Zwei verfeindete Brüder im Kampf um die Weltmarktführerschaft [Gebundene Ausgabe]

Barbara Smit , Sonja Schuhmacher , Jochen Schwarzer
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 371 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (12. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593376911
  • ISBN-13: 978-3593376912
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Barbara Smit
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Eine holländische Autorin, die in Frankreich lebt, zu deutschen Sportunternehmen recherchiert und ihr Manuskript auf Englisch vorlegt – kann das gutgehen? Es kann. Smit ist ein lebendig erzähltes und hervorragend recherchiertes Buch über die Menschen hinter Adidas und Puma gelungen. Ein Drehbuchschreiber hätte sie sich nicht besser ausdenken können, diese Geschichte zweier verfeindeter Brüder, die es beide schaffen, in der gleichen Branche ein großes Unternehmen aufzubauen, und sich sodann einen erbitterten Kampf um die Weltmarktführerschaft liefern. Da beide sich in Herzogenaurach ansiedeln, spaltet ihr Streit förmlich die Stadt. „Der Ort wurde als die ´Stadt des gesenkten Blicks´ bekannt, denn die Leute achteten genau darauf, welche Schuhe der andere trug, bevor sie ein Gespräch anfingen“, beschreibt Smit die fast schon surreale Situation. An vielen Stellen liest sich ihr Buch fast wie ein Krimi, denn die beiden Familien Dassler gaben nicht nur Unsummen für ihre absurden Rechtsstreitigkeiten aus, sondern bekriegten sich mit einfallsreichen Intrigen. Wer die Sympathien des Lesers gewinnt ist schnell klar: Adi, der Tüftler, der Adidas aufbaute, kommt deutlich besser weg als Puma-Gründer Rudolf, der vielen Zeitgenossen als jähzornig und arrogant in Erinnerung geblieben ist.

Sportfans dürften in dem Buch voll auf ihre Kosten kommen, man erfährt einiges darüber, was hinter den Kulissen ablief im Leistungssport von den 30er Jahren bis heute – denn Adi, Rudolf und ihre Nachkommen lieferten Maßanfertigungen für viele berühmte Sportler, versuchten viele Olympiasieger für sich zu gewinnen und kannten natürlich alle persönlich. Eins der Highlights: Adi Dassler war mit Sepp Herberger befreundet und mischte beim „Wunder von Bern“ mit. Doch was ganz unschuldig mit ein paar geschenkten Schuhen begann, entwickelte sich einige Jahre später unter Adis ehrgeizigem Sohn Horst zum Problem. „Der gekaufte Sport“, titelte der Spiegel schließlich, als die finanziellen Verflechtungen von Marketing und Spitzensport in den 80er-Jahren zu dreist wurden.

Ein Lehrstück für Manager wird Smits Buch im letzten Drittel. Arroganz, verstaubte Firmenkulturen und eine Abneigung gegen den Wandel brachten sowohl Adidas als auch Puma an den Rand des Abgrunds. „Jogging ist kein Sport“, höhnten sie angesichts des Fitnessbooms und sahen tatenlos zu, wie Nike und Reebok sie überflügelten und Sportschuhe Teil der amerikanischen Freizeitkleidung wurden. Beide, Puma und Adidas, mussten verkauft werden, und es ist fast ein Wunder, dass sie schließlich doch die Kurve kriegten und heute nicht schlecht dastehen. Obwohl einige der damaligen Investoren später Zellennachbarn im Knast wurden. Das erzählt Smit in ihrem vernüglichen Nachwort, in dem sie nachzeichnet, was aus den Akteuren des Buches später wurde.

-- Sylvia Englert

Pressestimmen

18.09.2005 / Welt am Sonntag: Bruderzwist kommerzialisierte den Sport "Ein spannender Einblick in das hart umkämpfte Sportartikelgeschäft ... glänzend geschrieben."

20.09.2005 / Der Tagesspiegel: Adidas und Puma "Das Buch ist nicht nur ein Lehrstück für erfolgreiche Lobby- und Marketingarbeit; es erzählt auch die Geschichte, wie der Sport vom Sport zum Geschäft wurde."

13.10.2005 / Capital: Adidas und Puma "Romanhaft kurzweilige Wirtschaftsgeschichte."

17.10.2005 / Frankfurter Rundschau: Drei Streifen für ein Halleluja "Eine Mixtur aus Firmen- und Familienchronik, die unverstellte Einblicke in die verschlungenen Ränke- und Machtspiele einiger der exponiertesten Akteure der Wirtschaftselite des 20. Jahrhunderts gewährt."

01.11.2005 / Manager Magazin: Bücher des Monats "Sehr anekdoten- und faktenreich beschreibt Smit den Jahrzehnte währenden Zweikampf der beiden Dassler-Clans."

02.01.2006 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Gründung im Bruderzwist "Das Buch läßt sich nicht nur gut lesen, es stellt zugleich eine interessante Dokumentation deutscher Unternehmensgeschichte dar."

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Zwei Brüder in Herzogenaurach - in einem kleinen Ort in Deutschland - geraten in einen kleinen ersten Konflikt. Wie er ausgegangen ist, sieht jeder sportinteressierte Mensch der Welt beim Blick auf Streifen und Raubkatzen in Turnhallen, auf Sportplätzen und im gesamten Freizeitbereich.

Aber wie ist er entstanden? Wie ist er eskaliert? Was tun zwei Männer wie Rudi und Adi Dassler miteinander - oder genauer - gegeneinander, um die Sportwelt bei Weltmeisterschaften und anderen Gelegenheiten auf ihre Seite zu bringen? Die Autorin beschreibt, welche Tricks den Brüdern einfallen, um den anderen so gut wie möglich zu behindern. Sie macht erlebbar, wie die mehr und mehr verfeindeten Brüder ein ganzes Dorf, ja alle Sportnationen dieser Welt in ihren Konflikt so hineinziehen, dass zwei Lager entstehen: Eine Puma-Welt und eine Adidas-Welt. Sie zeigt, wie die Brüder im Kampf gegeneinander andere Marken aus dem Auge verlieren und beide heftig Marktanteile verlieren. Mit viel Feingefühl vermittelt die Autorin beide Sichtweisen. So kann sich der Leser in Rudi und seine Familie ebenso hineinfühlen wie in Adi und seine Familie. Besonders beeindruckend sind die Stellen, an denen man den Originalton von damals miterleben kann:

Eine Situation im Luftschutzkeller. Der zweite Weltkrieg bringt Fliegeralarm. Rudis Familie ist schon da: "Kurze Zeit später stießen Käthe und der schlecht gelaunte Adi dazu. »Da sind die Schweinehunde wieder«, polterte Adi, als er den Keller betrat."

Der Leser erlebt, wie Rudi den Begriff "Schweinehunde" auf sich bezieht. Er kann Adi nicht glauben, dass er damit die feindliche Luftwaffe gemeint haben will.

Natürlich habe ich als Mediatorin und Autorin von "Grrr!" und "Professionelle Konfliktlösung" manchmal gedacht: wie schön wäre es gewesen, wenn die Mediation in Deutschland damals schon so weit gewesen wäre wie heute... Man weiß ja so ungefähr, wie Konflikte entstehen und eskalieren: In diesem Buch kann man miterleben was geschieht, wenn nichts geschieht. Auf höchstem Niveau. In jeder Hinsicht. Deswegen ist "drei Streifen gegen Puma" spannender Krimi, Lehruch über Konflikteskalation und Sportgeschichtsbuch in einem. Sehr empfehlenswert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das Buch ist sicher nicht schlecht, aber je weiter ich mit der Lektüre kam, desto langweiliger wurde es. Die Autorin konzentriert sich in der zweiten Buchhälfte auf die wechselnde Eigentumsverhältnisse bei Adidas (Tapie, Dreyfus, ...) und erzählt seitenweise die Anbahnung der entsprechenden Transaktionen nach. Sehr häufig halten dann Marketingexperten und Investmentbanker "beeindruckende Präsentationen" vor potentielle Investoren - in dieser Breite ziemlich überflüssige Schilderungen.
Die Produktgeschichte kommt in meinen Augen viel zu kurz. Nur vereinzelt (z. B. beim Trend Jogging und dem Aufkommen des großen Konkurrenten Nike) geht es auch um die Analyse produktpolitischer Fehler. Somit ist das Buch unter Marketingperspektive nicht besonders spannend.
Das Taschenbuch hat einen geänderten Titel "Die Dasslers - ..." - Das paßt eindeutig besser, denn im Mittelpunkt stehen Adidas und die "Adi-Dasslers", nicht Puma (wie man fälschlicherweise meinen könnte).
Fazit: ganz nett, aber kein Muß.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Die Realität übertrifft die Fantasie an Einfallsreichtum. Man muss das alltägliche Geschehen auf unserem Planeten nur mit scharfem Blick unter die Lupe nehmen. Da ich an diese Behauptung glaube, erstaunte es mich nicht, dass die Familiengeschichte der Dasslers Fernsehserien wie Dallas & Co. als harmlose Gutenachtgeschichte erscheinen lässt.

Was im deutschen Städtchen Herzogenrauch 1920 begann und schliesslich die ganze Welt in der einen oder anderen Form bewegte, liefert Stoff für mehrere Bücher. Die in Frankreich lebende Wirtschaftsjournalistin Barbara Smit feierte bereits mit einem Werk über die Brauerei Heineken einen Bestseller. Danach recherchierte sie fünf Jahre lang über Adidas und Puma. Dabei durfte sie sich durch so viel Material durcharbeiten, dass Verzicht und Reduktion zur Hauptaufgabe wurden.

Wie bei allen guten Büchern sind auch bei diesem mehrere Lesehaltungen möglich. Mich interessierten vor allem Marketingaspekte, Beziehungsnetze und Machtspiele. Und daher kam ich voll auf meine Rechnung. Spannend war es, Erfolge und Niederlagen durch meine neuen Brillen zu betrachten, die ich mir in den letzten Jahren durch die Beschäftigung mit der Hirnwissenschaft gebastelt habe. Welche Geschichten haben sich in den Köpfen der Menschen verewigt? Wie entstehen Helden? Wo wirken Rituale, wo Schönheit, wo Beziehungen? Welche Zufälle werden im Nachhinein als Planung verkauft und wie korrumpiert Macht scheinbar biedere Menschen und Moralisten? Die Autorin hält sich zum Glück mit ethischen Urteilen meist zurück und überlässt das Deuten menschlicher Schwächen den Lesern. Doch bei einem 370 Seiten dicken Buch kann der chirurgische Blick auf so munteres Geschehen auch nerven und langweilen. Der sterilen Atmosphäre entgeht nur, wer sich selber ein Deutungsmuster zulegt, mit dem er sich diese beiden Unternehmensgeschichten einverleiben will. Liebhaber süffiger Romane werden durch die Fülle an Fakten und Personen den roten Faden leicht verlieren.

Bruder gegen Bruder, Söhne gegen Mütter, Schwestern gegen Manager, Gierige gegen Sanfte, Erfinder gegen Buchhalter, Funktionäre gegen Aktionäre und Medien gegen Standesregeln. Wo es um so viel Geld und Einfluss geht, wird mit allen Mitteln und Tricks um eigene Vorteile gekämpft. Das allgemein Menschliche hält sich nicht an edle Vorsätze und Gebote, das wissen wir auch von den zahlreichen Enthüllungsgeschichten aus dem Vatikan. „Alles ist nur eine Frage der Beziehungen", wird Horst Dassler im Buch zitiert. Das macht Barbara Smit mit ihrer Aufarbeitung von Unternehmensgeschichte ebenfalls auf eindrückliche Weise klar. Gute Ideen und Erfindungen sind zwar ebenso notwendig wie Qualität und Energie, aber wer nicht zur richtigen Zeit, am richtigen Ort bei den richtigen Leuten steht, wird kaum in die Wirtschaftsgeschichte eingehen.

Mein Fazit: Ein Stück Zeit- und Wirtschaftsgeschichte, das mehr Einblicke in unternehmerisches Tun erlaubt als viele Lehrbücher. So lobenswert die Zurückhaltung der Autorin beim Interpretieren der Fakten unter journalistischem Gesichtspunkt auch ist, einige Fakten weniger und ein paar persönliche Anmerkungen mehr hätten den Unterhaltungswert des Buches leicht steigern können.

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