Wie der Titel sagt, sei gleich vorab gesagt: dieser Roman wurde für Jugendliche geschrieben. Älter als 20 finde ich es schwer, gewisse Dinge nachzuvollziehen und die Dialoge scheinen teilweise etwas überzogen und lächerlich.
Was mir gar nicht gefiel sind die zahlreichen Gewaltszenen, die ausführlich beschrieben werden. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Autor uns das als "cool" verkaufen wollte, was es ja nicht ist. Es gab auch sonst einige "coole" Dinge im Buch, die ich nicht nachvollziehen konnte (stehlen, Muskelprotz, tödliche Motorradrennen...).
Wie gesagt, vielleicht bin ich schon zu erwachsen für das Buch, aber ich fand sehr viele Sachen übertrieben und etwas dämlich.
Die wachsende Liebe zwischen den beiden scheint von Anfang an unmöglich (div. Zwischenfälle, Beschimpfungen, Verabscheuung) und dass sie sich dann, nach allem, was passiert, doch Hals über Kopf in ihn verliebt, mag in Bezug auf Glaubwürdigkeit jedem selber überlassen sein.
Was dieses Buch im Endeffekt vor einer 2-Sterne-Beurteilung rettete ist das doch ziemlich gute, nachdenkliche Ende. Es ist einerseits gut geschrieben, nicht unnötig hinausgezögert oder zu ausführlich beschrieben, und es hat eine klare, eindeutige Botschaft: Jugend ist einzigartig, die erste Liebe auch, und beides kann abrupt enden.