Geistertreppe ist ein kleines Spiel, welches sich gut als "Mitbringspiel" eignet.
Es befindet sich in einem kleinen, stabilen Karton. Die Spielregeln sind schnell gelesen und ausprobiert:
Alle Karten bis auf 4 "Kinderkarten" werden gemischt und auf einen Stapel gelegt.
An die fünfeckige Mittelscheibe je eine Kinderkarte (rot, blau, grün, gelb) verdeckt an die farbigen Seiten gelegt. Die weiße Seite bleibt frei.
Nun werden die Karten nacheinander gezogen und auf den Ablagestapel gelegt. Dabei gibt es unterschiedliche Karten:
* Die "Tauschkarte" verlangt, dass der Spieler zwei der am Fünfeck anliegenden Kinderkarten vertauscht ohne sie anzuschauen.
* Die "Schiebekarten" verlangt, dass der Spieler eine Kinderkarte an den freien Platz schiebt, ohne sie anzuschauen.
* Zieht ein Spieler eine der übrigen "Kinderkarten", so muss er raten, wo die gleichfarbige Kinderkarte liegt, zur Kontrolle wird aufgedeckt. Hat der Spieler richtig geraten, darf er den gesamten Ablagestapel an sich nehmen. Hat er falsch geraten, legt er seine Karte ab.
* Zieht ein Spieler eine "Fragekarte" (Geist mit Fragezeichen), so darf er raten, welche Kinderkarte gerade an der weißen Seite des Fünfecks liegt. Hat er richtig geraten, darf er den Ablagestapel nehmen.
Das Spiel endet, wenn keine Karten mehr übrig sind. Der Spieler mit den meisten Karten hat gewonnen.
Ich habe dieses Spiel mit Gruppen 5- bis 7-jähriger Kinder gespielt. Schnell waren die Spielregeln verstanden und das Spiel kam "in Gang". Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit "Memory", geht aber durch das Verschieben und Tauschen noch darüber hinaus. Mir war es nicht möglich, die ganze Zeit den Überblick zu behalten. Die Spieldauer ist mit etwa 20 Minuten gut angegeben, wenn die Kinder die Spielregeln können, eher 15 Minuten.
Die Kinder lieben dieses Spiel und geben die Spielregeln auch an andere Kinder weiter, es ist somit als ein Spiel für die "Spieleecke" von Klassenraum oder KiTa-Gruppe gut geeignet. Für ältere Kinder dürften die wenigen Regeln schnell langweilig werden, hier wäre es schön wenn es neben der einen Erweiterungsregel noch ein oder zwei schwierigere Spielvarianten gäbe.
Wie bei Kartenspielen üblich, ist die Haltbarkeit nicht herausragend: Schnell verbiegen sich die kleinen Karten, wodurch man dann z.B. einzelne Kinderkarten leichter erkennt. Bei dem Preis kann man sich aber durchaus alle 2 oder 3 Jahre ein neues Spiel leisten.
Sehr unangenehm ist, dass das Fünfeck in der Mitte sich auf glatten Tischen bei jeder kleinen Berührung dreht, hier kann etwas dickeres Gewebeklebeband Abhilfe schaffen, welches man anbringt.