Die Spielregeln sind sehr einfach. Das Labyrinth lässt sich gut zusammensetzen, wobei ich fand dass es besser ist die untere Ebene herauszunehmen und auf dem Tisch (und nicht im Spiel) mit den kleinen Mauern zu bestücken. Kinder drücken da zu sehr auf der Pappe rum und dann biegt sie sich ziemlich stark (und ich bekam Angst, dass die Pappe nachgibt). Beim Zusammensetzen des Labyrinth war ich erst skeptisch wie eine gute Anordnung aussieht... Aber wenn man immer eine Seite offen lässt (wie in der Anleitung erklärt) passt es gut ohne groß Nachzudenken. Dabei kann man die Anzahl der eingesetzten Mauern variieren (und somit den Schwierigkeitsgrad des Spieles). Eine gute Lösung. Für kleinere Kinder sollte man dies aber selber vorbereiten.
Ein paar Mal den ganzen Spielkasten gedreht und es kann losgehen. Dadurch, dass man auch noch die obere Platte drehen kann (und sich so das Spielfeld mit den Symbolen auch noch drehen lässt), ist die Labyrinth-Idee wirklich gut ungesetzt. Das Spielen an sich war sehr lustig und spannend, da man zu Beginn wirklich nicht weiß wo eine der Mauern kommt und die Kugel herunterfällt. Schummeln geht auch nicht, da das (verdeckte) Labyrinth wirklich nicht eingesehen werden kann. Natürlich versuchen die Kinder an der Seite (bei ihrem Eingang für die hängende Metallkugel) rein zusehen. Aber da kann man nicht den eigentlichen Aufbau erkennen. Da man bei den anderen SpielerInnen mit beobachten kann entwickelt sich schnell ein kurzweiliges Spiel. Gut ist, dass man manchmal auch ein Symbol (die man aus dem Beutel nimmt und dann auf dem Spielfeld sucht in dem man bis zu ihnen würfelt und zieht) einfach so bekommt, wenn man zufällig draufsteht und jemand anderes es gerade aus dem Beutel zieht und suchen soll. So bekommen auch die Spielerinnen (bzw. Kinder) mal ein Symbol, die es nicht ganz so gut auf die Reihe bekommen. Gewonnen hat wer zuerst 5 Symbole ergattert hat. Die kleinen Zeichnungen sind gut gestaltet. Bspw. Maus, Sonne, Fledermaus, Eule, usw. Unsere Erfahrung war bisher, dass die Kinder es genau so spannend finden. Ein kleines Maß Spieldisziplin ist aber nötig. Finde ich jedoch gut, da man dies ja gerade bei Spielen lernen kann und sollte. (aufgeregt warten bis man an der Reihe ist, zügig die Figur bewegen, sich versuchen zu konzentrieren und die (unsichtbaren) Mauern zu merken usw.). Die Spielfiguren sind groß gestaltet. Kinder lernen da sie ruhig über das Feld zu schieben.
Ich denke für Kinder ab der Grundschule ist es gut geeignet. Gedächtnisnutzung und eine gute Portion Glück (und Wege ausprobieren) ist die Grundlage des Spieles. Das Spielfeld ist aber noch überschaubar groß und eben mit den Symbolen beschriftet. Dadurch kann man sich die Wege einfacher merken. Es kann aber sein, dass man schon zu Beginn mal über das ganze Spielfeld muss um auf das Symbol zu kommen. Dafür zieht man dann aber auch mal ein Symbol neben dem man fast schon steht. Wenn man dann trotzdem gegen eine unsichtbare Mauer "rennt", sind die Lacher groß.
Alles in allem fand ich die Aufmachung und das Spiel ansprechend. Die Erklärung war kurz und ausreichend. Man muss sich aber den Text durchlesen. Dann bleibt keine Frage offen. Für kleiner Kinder sollte schon, je nach Persönlichkeit der Kinder, ein Erwachsener anwesend sein. Kinder neigen schon zum Austesten wo eine Mauer ist (und das ist nun gerade nicht gestattet). Der Magnetismus zwischen Figuren und Kugel hat ohne Probleme funktioniert. Obwohl ich Anfangs skeptisch war, können sich die Spielfiguren auch auf dem Spielfeld überholen. Je nach Glück liegt die Spielzeit auch bei uns zwischen 15-20 Minuten.
Das Spiel ist für mich ein klarer Tipp.