Dies ist das zweite Buch, das ich von Fiona Walker gelesen habe und ich muss sagen, ich war sehr enttäuscht.
Die Story an sich ist zwar ganz nett genau wie die Hauptfigur Tash French in ihrer ganz eigenen chaotischen Liebenswürdigkeit, aber die Autorin überlädt den Leser mit verschiedensten Handlungssträngen, tausenden von verschiedenen Charakteren, die schon wieder verschwinden, bevor sie richtig eingeführt wurden und zu vielen Ebenen. Das läßt einen schnell den Überblick verlieren; das Buch ist also nichts für mal eben ein paar Seiten zwischendurch, um alles von vorne bis hinten zu verstehen, muss man hier schon dran bleiben.
Außerdem gelingt es einem nicht richtig, eine Beziehung zu den Figuren aufzubauen. Kaum hat man sich an eine gewöhnt, wird schon wieder zur nächsten gewechselt. Und auch Tash steht nicht wirklich im Mittelpunkt.
Mir persönlich erging es nach einiger Zeit dann so, dass ich teilweise Abschnitte nur überflogen habe, weil diese so langweilig waren und überhaupt nicht die Handlung vorangetrieben haben.
Darüber hinaus wird die Geschichte sehr in die Länge gezogen. Man fiebert auf das vermutliche Highlight zu, welches sich dann doch noch 300 Seite mit Nachgeplänkel hin zieht. Insgesamt ziehen sich die stolzen 800 Seiten extrem hin, ohne wirklich große Highlights, jedoch mit dem zu erwartenden Happy End, das aber auch hätte größer sein können. Statt dessen wird man an der Stelle abgewürgt, auf die man schon die ganze Zeit gewartet hat.
Ich würde den Lesern dann doch liebe Marian Keyes oder wenn Fiona Walker, dann lieber Between Males...