Kurzbeschreibung
Die Kinder der heiligen drei Könige machen sich auf den Weg durch die Wüste. Sie wollen das Geheimnis des neuen Sterns ergründen. Heimlich reisen sie ihren Vätern hinterher. In der Wüste begegnen sie einander und beschließen, gemeinsam weiterzureiten. Und tatsächlich gelingt es ihnen nach vielen Abenteuern, die heilige Familie zu finden. Eine vorweihnachtliche Abenteuergeschichte!
Klappentext
Balthasar, Melchior und die kleine Kaspierina sind die Kinder der berühmten Heiligen Drei Könige, und sie hätten zu gerne ihre Väter begleitet, um den neugeborenen König zu begrüßen. Aber wegen der Gefährlichkeit der Reise müssen sie zu Hause bleiben. So beschließen sie, ihren Vätern heimlich zu folgen ...
Eine kindgemäße Variation der biblischen Weihnachtsgeschichte, ebenso informativ wie spannend. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Autorenportrait
Luise Rinser wurde 1911 in Pitzling/Oberbayern geboren. Sie studierte Psychologie und Pädagogik und war von 1935 bis 1939 als Lehrerin tätig. 1940 erschien ihre erste Erzählung "Die gläsernen Ringe". In den folgenden Jahren durfte sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. 1944 bis 1945 wurde sie wegen "Wehrkraftzersetzung" inhaftiert. Später arbeitete sie als Journalistin und freie Schriftstellerin. Von 1953 bis 1959 war Luise Rinser mit Carl Orff verheiratet. Ihre psychologisch differenzierten Romane und Erzählungen beschreiben häufig Frauenschicksale; der Katholizismus bildet den geistigen Hintergrund. Darüber hinaus veröffentlichte sie auch Hörspiele, Tagebücher und Essays. Die Kinder- und Jugendbücher der preisgekrönten Erfolgsautorin erschienen im Thienemann Verlag.
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
"Aber er hatte noch nicht ausgeredet, da sprang der Prinz ans Fenster und schrie ganz unprinzenhaft: 'Ja sehen Sie ihn denn nicht, den Stern? Dort steht er, und nicht im Buch!'
'Ich sehe nichts', sagte der Lehrer. 'Gehen Sie an Ihren Platz, Prinz.'
Aber der Prinz ging nicht an seinen Platz. Er schrie noch lauter: 'Der Stern! Und er hat einen feurigen Schweif! Das ist ein Komet. Sehen Sie ihn denn nicht?'
'Bedaure', sagte der Lehrer. 'Ich fürchte, Sie haben Fieber, Prinz. Ich werde den königlichen Arzt rufen.'
'Unsinn!', schrie der Prinz. 'Sind Sie denn blind?'
Das war auch für einen Prinzen eine ungehörige Rede und der Lehrer war beleidigt.
'Mein Prinz, so spricht man nicht mit einem Lehrer.'
'Doch', sagte der Prinz, 'wenn der Lehrer nicht sieht, was jeder sehen kann ...'"
'Ich sehe nichts', sagte der Lehrer. 'Gehen Sie an Ihren Platz, Prinz.'
Aber der Prinz ging nicht an seinen Platz. Er schrie noch lauter: 'Der Stern! Und er hat einen feurigen Schweif! Das ist ein Komet. Sehen Sie ihn denn nicht?'
'Bedaure', sagte der Lehrer. 'Ich fürchte, Sie haben Fieber, Prinz. Ich werde den königlichen Arzt rufen.'
'Unsinn!', schrie der Prinz. 'Sind Sie denn blind?'
Das war auch für einen Prinzen eine ungehörige Rede und der Lehrer war beleidigt.
'Mein Prinz, so spricht man nicht mit einem Lehrer.'
'Doch', sagte der Prinz, 'wenn der Lehrer nicht sieht, was jeder sehen kann ...'"