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Drei Irre unterm Flachdach: Eine Familiengeschichte
 
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Drei Irre unterm Flachdach: Eine Familiengeschichte [Taschenbuch]

Bastienne Voss
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 2., Auflage (November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492252265
  • ISBN-13: 978-3492252263
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 473.331 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bastienne Voss
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Mit leidenschaftlicher Verehrung und dem Mutterwitz einer waschechten Berlinerin schreibt Bastienne Voss über den Ernst der Dinge und weiß von der verfremdenden Wirkung des Humors.« Mannheimer Morgen • »Bastienne Voss hat ihren Großeltern und dem komplexen, widersprüchlichen Leben in der DDR ein kleines, feines Denkmal errichtet.« Sächsische Zeitung • »Eine wahre Geschichte, die putzmuntere Fiktionen à la ›Good bye, Lenin!‹ ziemlich müde aussehen lässt.« Süddeutsche Zeitung • »Dieses Buch und seine Personen habe ich geliebt. Selber lesen, bitte!« Antje Deistler im WDR • »Lustige und makabre Episoden – die deutsche Antwort auf David Sedaris.« Petra

Kurzbeschreibung

Eine etwas andere DDR-Geschichte: ironisch, rotzig, zärtlich »Ich hatte den Eigensinn von Großvater und die Renitenz von Großmutter. Zu dritt bildeten wir eine uneinnehmbare Festung.« Mit tiefgründigem Humor erzählt Bastienne Voss von der Zeit mit ihrem Opa Gustav, dem »Oberirren mit dem KZ-Koller«, und ihrer Oma Wilma. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Hauptsache Flachdach 1. Juni 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Guten Tag, dies ist meine erste Buchbesprechung. Haben Sie Mitleid! Also, eigentlich wollte ich schon vor drei Wochen über dieses Buch schreiben, aber man hat ja nie Zeit und was soll das eigentlich! Eben sah ich im Fernsehen eine Besprechung mit der Autorin und ich fand, dass das Thema hier eigentlich verfehlt wurde. Es geht nicht um KZ-Erinnerungen und DDR-Erinnerungen. Es geht um kindliche, bedingungslose Liebe zu einem absolut bekloppten Opa. Das kann ich auch nachvollziehen! Es geht auch um Toleranz und um die Fähigkeit Menschen mit ihren Fehlern und ihren hervorragenden Eigenschaften, um Gut und Böse und wenn man das so will um Schwarz und Weiß. Kinder differenzieren dies nicht so wie Erwachsene. In dem Buch beschreibt Frau Voss sehr eindrucksvoll auch ihre Empfindungen als Kind, eben solche Eigenarten als normal bzw. als tolerierungswürdig zu beschreiben. Immer fühlt man beim Lesen dieses Buches die große Liebe eines Großvaters zu seiner Enkelin und auch die Liebe des Kindes obwohl sich dieses eigentlich sicher ist, dass Opi etwas neben der Spur läuft. Es ist ein sehr witzig geschriebenes Buch und es zeigt eine seltene Fähigkeit, nämlich die Fähigkeit auch über sich selbst zu lachen und seinem Schicksal immer die guten Seiten abzugewinnen. Opa hat es trotz seines autoritären Gehabes geschafft, hier einen freien, selber denkenden Menschen zu erziehen. Das ist doch toll, das muss man sich heute mal vorstellen! Ich fand das Buch so klasse, weil ich auch so einen Opa hatte! Opa war im ersten Weltkrieg, worüber er nie gesprochen hat, Präsident eines Karnevalsvereins, obwohl er eigentlich Humor hatte, und wir haben noch nicht einmal linksrheinische Verwandte. Kordeln haben wir allerdings auch gesammelt, Lampen immer ausgeschaltet, das Flachdach (selbstgebaut, war klar) regnete mindestens zwei mal im Jahr durch und Opa kriegte immer einen Hals wenn er von Faschismus hörte, dabei war er noch nicht einmal Kommunist sondern im besten Fall Sozialist und konnte Reglementierung und vorgefasste Meinungen bis zu seinem Tode (1982) nicht ausstehen. Ansonsten war er der absolute Herrscher in seiner Familie und liebte seine Enkelin (ja mich, war auch klar) abgöttisch, genau wie ich ihn. Allerdings waren seine Drachen super und flogen höher als alle anderen!! O.K. ich habe schon mehr geschrieben als vorgesehen, aber ich habe dieses Buch an einem Tag ausgelesen und würde es aufgrund der ganzen Menschlichkeit, die in dem Buch beschrieben wird, mit Kurt Vonnegut vergleichen, nur viel witziger! Am besten fand ich das Kapitel, wo Opa und Enkelin die Hakenkreuze mit roter Farbe übermalt haben und natürlich das Feuerwerk! Gut, eigentlich gab es noch mehr supergute Stellen, aber die sollt Ihr selbst herausfinden!
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Bastienne Voss Drei Irre unterm Flachdach
Eine Familiengeschichte Hoffmann und Campe
ISBN-10: 345550020X

Drei Irre unterm Dach: das sind Großvater, Großmutter und die Enkelin.
Der Großvater ist ein Unikum: laut, tyrannisch, spritzig und überkandidelt.
Die Enkelin liebt ihn, fürchtet ihn und ist verrannt in seine Ideen. Sie beschreibt ihn mit viel Sinn für Spaß und Komik und für seine überbordende Phantasie, mit der er ihre Kindheit bereichert.

Sie leben in der DDR in einem amerikanischen Flachdachhaus, das der Großvater in sechs langen Jahren erbaut hat.

Seine Tochter Babette, Jennis Mutter, ist auch noch dabei; ihre Männer allerdings haben es in dem Haus mit den Verrückten nicht ausgehalten.

Jenni beschreibt ihren Großvater, der ihr zugleich Vaterersatz ist, mit Achtung, Begeisterung, ein wenig irritiert und von Stolz erfüllt.
Er, ein ehemaliger KZ Insasse, ist überzeugter Kommunist. Für seine Überzeugung ist er ins KZ gegangen und von seiner Überzeugung wird ihn niemand abbringen.
Der Kommunismus aber, der dem Großvater vorschwebt, den gibt es nicht!

So geistert er durch seine Welt, halb Querulant, halb Spaßmacher, mit Sicherheit aber erfüllt von skurrilen Ideen.
Mit Jenni geht er einmal jährlich anlässlich des KZ Gedenktags zum ehemaligen Lager. Erzählen will er nichts über die Zeit, da stellt er sich taub und unwissend.
Die Enkelin geht seiner Geschichte nach, als er schon längst tot und begraben ist.

In heiterem und unbeschwertem Plauderton beschreibt Bastienne Voss ihre Kindheit in der DDR. Ihre Eltern waren Balletttänzer und viel unterwegs, so dass sie bei ihren liebevollen Großeltern aufwuchs, deren Schrullen sie mit unverhohlenem Amüsement beobachtet. Hinter der schnodderigen Redeweise der beiden Alten spürt man die Gutmütigkeit, mit der sie ihrer Enkelin und auch einander zugetan sind.

Viele lustige Abenteuer und Erlebnisse beleben den Alltag, und Tristesse ist nirgendwo zu sehen.

Bastiennes urkomische, trockene Beobachtungsgabe und ihre kindlich-naive und lakonische Erzählweise geben dem Leser den Eindruck von einer gelungenen Kindheit in der sonst so gescholtenen DDR.

Je älter Jenni wird, desto mehr holt auch sie der DDR - Alltag ein und dann ist am Ende nicht mehr alles ganz so lustig.

Das Buch hingegen bleibt gelungen!

Bastienne Voss hat eine Schauspielerausbildung, nahm Gesangsunterricht und spielte als Kabarettistin im Berliner Kabarett Distel mit.
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Drei Irre unterm Flachdach 18. August 2011
Von B. Lindau
Format:Taschenbuch
Dieses Buch ist einfach genial.Die Autorin schreibt frech und unverblümt.
Kann ich jedem empfehlen, der mal was für seine Lachmuskeln tun will.
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